ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Deutscher Auftragseingang sinkt im Januar unerwartet deutlich
Der Auftragseingang der deutschen Industrie ist im Januar deutlicher als erwartet zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, sanken die Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 11,1 Prozent und lagen kalenderbereinigt um 3,7 (Dezember: plus 11,7) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen monatlichen Rückgang um nur 4,0 Prozent prognostiziert. Der für Dezember vorläufig gemeldete monatliche Anstieg von 7,8 Prozent wurde zudem auf 6,4 Prozent revidiert.
Deutsche Auftragszahlen "nichts für schwache Nerven"
Die Zahlen zum deutschen Auftragseingang sind nach Aussage von LBBW-Volkswirt Jens-Oliver Niklasch "nichts für schwache Nerven". "Mit einem deutlichen Rückgang des Auftragseingangs war aufgrund der starken Vormonate ja allgemein gerechnet worden. Dass es gleich zweistellig abwärts geht, ist dann aber doch eine herbe Ernüchterung", schreibt er in einem Kommentar.
Deutsche Produktion sinkt im Januar leicht
Die Produktion im produzierenden Sektor Deutschlands ist im Januar leicht gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, ging sie gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent zurück und lag um 1,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, nachdem sie im Dezember um 0,4 Prozent darüber gelegen hatte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen monatlichen Anstieg um 1,0 Prozent prognostiziert. Für Dezember meldeten die Statistiker einen revidierten Rückgang von 1,0 (vorläufig: minus 1,9) Prozent.
Deutscher Produktionsrückgang "klar enttäuschend"
KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher findet den abermaligen Rückgang der deutschen Produktion im Januar "klar enttäuschend". "Der gleichzeitige Einbruch bei den Auftragseingängen deutet darauf hin, dass der Aufschwung bislang an der Industrie vorbeigeht", schreibt er in einem Kommentar. Zwar gebe es einzelne Bereiche, wie den Verteidigungssektor, die sich sehr dynamisch entwickelten.
Deutscher Industrieumsatz steigt im Januar
Der preisbereinigte Umsatz im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands ist im Januar gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhte er sich gegenüber dem Vormonat um 1,5 Prozent. Der für Dezember vorläufig gemeldete monatliche Umsatzrückgang von 1,4 Prozent wurde auf 0,4 Prozent revidiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Umsatz im Januar kalenderbereinigt um 1,3 Prozent höher.
Lkw-Maut-Fahrleistungsindex steigt im Februar um 0,7 Prozent
Die Fahrleistung der mautpflichtigen Lkw mit mindestens vier Achsen auf Bundesautobahnen ist im Februar kalender- und saisonbereinigt um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Im Vorjahresvergleich ergab sich ein kalenderbereinigtes Plus von 1,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte.
Chinas Verbraucherpreisinflation steigt stärker als erwartet
Die Verbraucherinflation in China ist im Februar stärker gestiegen als erwartet, bedingt durch den Nachfrageschub durch die Feiertage rund um das Mond-Neujahrsfest. Wie das Nationale Statistikamt am Montag mitteilte, kletterte der Verbraucherpreisindex im vergangenen Monat um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nachdem im Januar lediglich ein Plus von 0,2 Prozent verzeichnet worden war. Damit wurde der höchste Stand seit fast drei Jahren erreicht. Volkswirte hatten lediglich mit einem Plus nur 0,9 Prozent gerechnet.
Trump: Hohe Energiepreise "geringer Preis" für Sicherheit
US-Präsident Donald Trump hat das Potenzial wirtschaftlicher Schocks durch die militärische Konfrontation der USA mit dem Iran heruntergespielt. Kurz nachdem die US-Ölpreise am Sonntag über 100 Dollar pro Barrel gesprungen waren, schrieb Trump in einem Social-Media-Beitrag, dass die Energiepreisspitzen vorübergehend sein würden und es wert seien. "Kurzfristige Ölpreise, die schnell fallen werden, wenn die Zerstörung der iranischen nuklearen Bedrohung vorüber ist, sind ein sehr kleiner Preis für die Sicherheit und den Frieden der USA und der Welt. NUR NARREN WÜRDEN ANDERS DENKEN!", schrieb Trump.
Irakische Ölproduktion sinkt auf unter ein Drittel des normalen Niveaus
Die Ölproduktion des Irak ist nach Angaben irakischer Beamter auf weniger als ein Drittel des Niveaus gesunken, das vor der US-Operation gegen den Iran produziert wurde. Die Produktion liegt nun bei rund 1,3 Millionen Barrel pro Tag, ein Rückgang gegenüber der normalen Produktion von etwa 4,3 Millionen Barrel täglich. Anfang dieser Woche begann der Irak, die Ölförderung um mehr als die Hälfte zu drosseln, nachdem nach der Schließung der Straße von Hormus Bedenken hinsichtlich der Lagerkapazitäten aufgekommen waren.
Iran ernennt Sohn von Khamenei zum neuen Obersten Führer
Der Iran hat Mojtaba Khamenei, den Sohn des getöteten Ajatollah Ali Khamenei, zum neuen Obersten Führer des Landes ernannt. Ein 88-köpfiger Rat, bekannt als der Expertenrat, wählte Khamenei zur obersten politischen Autorität der Islamischen Republik, zum Oberbefehlshaber der Streitkräfte und der Justiz des Landes sowie zur höchsten Autorität im schiitischen Islam, wie iranische Staatsmedien berichteten. Die Ernennung zum Obersten Führer erfolgt auf Lebenszeit.
DJG/DJN/apo
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