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09:00 Uhr, 18.02.2026

ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Erwerbstätigkeit in Deutschland sinkt im vierten Quartal weiter

Im vierten Quartal 2025 sind in Deutschland rund 46,1 Millionen Menschen erwerbstätig gewesen. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank die Erwerbstätigenzahl im Vergleich zum Vorquartal saisonbereinigt um 25.000 Personen (minus 0,1 Prozent). Damit ging die saisonbereinigte Erwerbstätigenzahl bereits das dritte Quartal in Folge zurück, nach Rückgängen um 40.000 Personen im dritten Quartal 2025 und um 9.000 Personen im zweiten Quartal 2025.

Zahl der Baugenehmigungen steigt 2025 erstmals seit vier Jahren

Im Jahr 2025 wurde in Deutschland der Bau von 238.500 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, waren das 10,8 Prozent oder 23.200 Wohnungen mehr als im Jahr 2024, als die Zahl genehmigter Wohnungen auf den niedrigsten Stand seit 2010 gesunken war. Damit stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im Jahr 2025 erstmals seit 2021 wieder an.

Sprecher: Lagarde hat keine Entscheidung über Ende ihrer Amtszeit getroffen

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat nach Angaben eines Sprechers der Institution noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob sie ihre volle Amtszeit bis Oktober 2027 erfüllen wird. "Präsidentin Lagarde konzentriert sich voll auf ihre Aufgabe und hat keine Entscheidung bezüglich des Endes ihrer Amtszeit getroffen", sagte der Sprecher. Zuvor hatte die Financial Times unter Berufung auf eine ungenannte Quelle berichtet, Lagarde werde vorzeitig zurücktreten.

Fed/Barr: Brauche Beweise für nachhaltigen Rückgang der Inflation

Fed-Gouverneur Michael Barr fordert weitere Hinweise für eine schwächere Inflation. "Ich möchte Beweise dafür sehen, dass die Güterpreisinflation nachhaltig zurückgeht, bevor ich eine weitere Senkung des Leitzinses in Betracht ziehe, vorausgesetzt, die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt bleiben stabil", sagte er in einer Rede in New York.

Bank of Canada dürfte mit Zinssenkungen fertig sein

Die Bank of Canada steuert auf eine längere Zinspause zu, wobei ihr nächster Schritt eine Zinserhöhung im vierten Quartal sein werde, meint David Doyle von Macquarie. Die Inflationskennzahlen sind im Januar erneut verhalten ausgefallen, wobei die viel beachteten Trim- und Median-Verbraucherpreise im Durchschnitt um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat und 2,45 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen sind.

RBNZ lässt Leitzins unverändert und rechnet mit Inflationsrückgang

Die neuseeländische Notenbank hat die Leitzinsen auf ihrer geldpolitischen Sitzung bei 2,25 Prozent belassen. Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) erklärte, sie erwarte einen baldigen Rückgang der Inflation und eine Beschleunigung der wirtschaftlichen Erholung. "Die Wirtschaft befindet sich in einem frühen Stadium ihrer Erholung. Angesichts der anhaltenden Stärke der Rohstoffpreise bleibt die wirtschaftliche Aktivität im Agrarsektor und in den Regionen Neuseelands robust", teilte die RBNZ mit.

Äußerungen der RBNZ "dovisher" als erwartet

Die geldpolitische Erklärung der Reserve Bank of New Zealand, insbesondere ihre Forward Guidance, sei "dovisher" als erwartet ausgefallen, schreiben die Volkswirte von Goldman Sachs in einer Research Note. Während die Märkte eine Straffung des Leitzinses (OCR) um 40 Basispunkte im Jahr 2026 eingepreist hätten, habe die Zentralbank angedeutet, dass die geldpolitischen Rahmenbedingungen wahrscheinlich noch einige Zeit akkommodierend bleiben werden.

US-Regierung legt seismische Daten zu mutmaßlichen China-Atomtests vor

Die US-Regierung hat neue seismische Daten vorgelegt zur Untermauerung der Vorwürfe gegen China über geheime Atomwaffentests. Demnach hat Peking heimlich Atomtests mit geringer Sprengkraft durchgeführt. Ein hochrangiger Beamter des US-Außenministeriums führte ein Ereignis vom Sommer 2020 an und sagte, eine seismische Überwachungsstation in Kasachstan habe am 22. Juni 2020 ein Beben mit einer Magnitude von 2,75 registriert. Die Vereinigten Staaten werfen China vor, an diesem Tag eine Atombombe getestet zu haben.

Britische Inflation lässt im Januar nach

Die britische Inflation hat sich im Januar abgeschwächt. Dies erhöht die Chancen auf eine Zinssenkung durch die Bank of England (BoE) bei der nächsten Sitzung der Währungshüter im März. Die Verbraucherpreise stiegen im Januar im Jahresvergleich um 3,0 Prozent, wie das Office for National Statistics mitteilte. Im Dezember hatte der Anstieg 3,4 Prozent betragen. Dies entsprach der Konsensschätzung von Ökonomen, die vom Wall Street Journal befragt worden waren.

Japans Exporte ziehen im Januar stark an

Japans Exporte sind im Januar den fünften Monat in Folge gestiegen, getragen von der Nachfrage in den benachbarten asiatischen Märkten. Die Exporte nahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16,8 Prozent zu, wie vom Finanzministerium veröffentlichte Daten zeigten. Das steht einem Anstieg von 5,1 Prozent im Dezember und einem von dem Datenanbieter Factset unter Ökonomen erwarteten Plus von 14,8 Prozent gegenüber.

+++ Konjunkturdaten +++

GB/Erzeugerpreise (Output) Jan +0,1% gg Vm; +2,6% gg Vj

GB/Erzeugerpreise (Output) Jan PROG: +0,2% gg Vm; +2,9% gg Vj

GB/Erzeugerpreise (Input) Jan +0,4% gg Vm; -0,2% gg Vj

GB/Erzeugerpreise (Input) Jan PROG: +0,5% gg Vm; +0,3% gg Vj

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