ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Villeroy-Abgang könnte EZB-Rat geringfügig hawkish stimmen
Der Abgang des Mitglieds des Rats der Europäischen Zentralbank, Francois Villeroy de Galhau, einer ausgesprochenen geldpolitischen Taube, "könnte das Gleichgewicht im Rat geringfügig in Richtung der hawkishen Seite verschieben", schreibt Asger Wilhelm Dalsjo von der Danske Bank in einer Research Note. Der Chef der Bank von Frankreich wird im Juni zurücktreten, über ein Jahr vor dem Ende seiner Amtszeit im Oktober 2027. Sein vorzeitiger Abgang bedeutet, dass sein Nachfolger vor der nächsten Präsidentschaftswahl in Frankreich im April 2027 ernannt wird. Villeroy, der seinen Rücktritt am Montag angekündigt hat, hat sich für niedrigere Zinssätze ausgesprochen.
US-Staatsanleiherenditen fallen - Fokus auf Arbeitsmarktdaten am Mittwoch
Die Renditen von US-Staatsanleihen geben im asiatischen Handel nach. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die für Mittwoch erwartete Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten für Januar und nicht mehr auf die Wahlen zum japanischen Unterhaus vom Wochenende. Die Veröffentlichung der Daten war von Freitag verschoben worden. Laut einer Umfrage des Wall Street Journal unter Ökonomen wird erwartet, dass die Daten einen leichten Anstieg der neu geschaffenen Stellen auf 55.000 im Januar von zuvor 50.000 zeigen werden.
Wahlsieg der Konservativen in Thailand signalisiert politische Kontinuität
Der Wahlsieg der großen konservativen Partei Thailands signalisiere politische Kontinuität, meint der leitende Volkswirt der DBS, Chua Han Teng. Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass die Bhumjaithai-Partei entscheidend in Führung liegt, nachdem bei der Wahl vom Sonntag über 90 Prozent der Stimmen ausgezählt worden sind. Es wird erwartet, dass die Partei die nächste Koalitionsregierung anführen und ihr Mandat ab September verlängern wird. Nach einer turbulenten innenpolitischen Landschaft seit 2023 dürfte die Partei mit einer "technokratischen Verwaltung" in den kommenden Jahren für politische Stabilität sorgen und wirtschaftliche Probleme angehen.
Singapurs Wirtschaft scheint 2026 auf solidem Fundament zu stehen
Die Wirtschaft Singapurs ist solide in das Jahr 2026 gestartet, nachdem die Wachstumsdynamik im vierten Quartal stärker als erwartet ausgefallen war, meint der leitende Volkswirt der DBS, Chua Han Teng. Der Stadtstaat hat seine Wachstumsrate für das vierte Quartal auf 6,9 Prozent angehoben, nach 5,7 Prozent in den vorläufigen Schätzungen. Der weltweite Rückenwind durch künstliche Intelligenz hat im Jahr 2025 das verarbeitende Gewerbe und den handelsbezogenen Dienstleistungssektor angekurbelt und scheint sich zu Beginn dieses Jahres fortzusetzen. Chua merkt an, dass auch von Sektoren wie dem Baugewerbe Wachstumsimpulse erwartet würden.
+++ Konjunkturdaten +++
Frankreich/Arbeitslosenquote 4Q 7,9% (3Q: 7,7%)
Frankreich/Arbeitslosenquote 4Q PROGNOSE: 7,7%
Singapur BIP 4Q rev. bereinigt +2,1% gg Vorquartal (vorläufig +1,9%)
Singapur BIP 4Q rev. +6,9% gg Vorjahr (vorläufig +5,7%)
Singapur BIP 2025 rev. +5,0% (vorläufig +4,8%)
DJG/DJN/apo
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