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09:00 Uhr, 27.03.2026

ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Fed-Gouverneurin Cook warnt vor langwieriger Inflation durch Iran-Krieg

Der Krieg im Iran und der daraus resultierende Schock für den Ölmarkt bedeuten für Fed-Gouverneurin Lisa Cook, dass die erhöhte Inflation, und nicht der Arbeitsmarkt, im Mittelpunkt des Interesses der US-Notenbank steht. In einem moderierten Gespräch an der Yale University sagte Cook am Donnerstag, dass die beiden wirtschaftlichen Ziele, die die Fed verfolgt, nun weitgehend ausgeglichen seien. Sie fügte jedoch hinzu, dass der Nahostkonflikt die Inflation zum relevanteren der beiden Themen gemacht habe.

Trump: USA pausieren Angriffe auf iranische Energieanlagen für weitere zehn Tage

US-Präsident Donald Trump setzt die Angriffe auf den Energiesektor Irans für zehn Tage aus, damit Friedensverhandlungen stattfinden können. Trumps bisherige Frist wäre am Freitag abgelaufen. "Auf Ersuchen der iranischen Regierung möge diese Erklärung als Bestätigung dienen, dass ich die Zerstörung von Energieanlagen um zehn Tage bis Montag, den 6. April 2026, um 20.00 Uhr Eastern Time, aussetze", schrieb Trump in den sozialen Medien. Er sagte, die Gespräche liefen und "sie verlaufen sehr gut."

Iran fordert für Aufnahme von Gesprächen Zurücknahme von US-Forderungen - Kreise

Der Iran verlangt von den USA, ihre in einem 15-Punkte-Plan dargelegten Forderungen zurückzunehmen, bevor Teheran sich zu Gesprächen über einen möglichen Waffenstillstand bereit erklärt. Das berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Iran sei offen für Gespräche, halte den Vorschlag der USA jedoch für überzogen, da dieser die Forderung enthalte, den Großteil seines Atomprogramms abzubauen, die Unterstützung regionaler Verbündeter einzustellen und sein Raketenprogramm zu begrenzen, sagten die informierten Personen.

Israel schwenkt bei Iran-Strategie um

Israel hat den Schwerpunkt seiner Luftkampagne von der Destabilisierung des iranischen Regimes auf die Zerstörung der militärisch-industriellen Basis des Landes verlagert, in der Hoffnung, in der verbleibenden Zeit vor einem möglichen Kriegsende einen nachhaltigeren Schaden zu hinterlassen. Hintergrund dieses Strategiewechsels ist die Überzeugung Israels, dass US-Präsident Donald Trump versuchen könnte, den Krieg bald zu beenden, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten.

Trump bezeichnet Kontrolle über Irans Öl als "Option"

US-Präsident Donald Trump sagte, dass die Übernahme der Kontrolle über Irans Öl eine "Option" sei, die er in Betracht gezogen habe. "Ich würde nicht darüber sprechen, aber es ist eine Option", sagte er, als er während einer Kabinettssitzung danach gefragt wurde.

US-Finanzminister: Kurzfristige Volatilität für 50 Jahre Sicherheit

Nach den Worten von US-Finanzminister Scott Bessent sind die Amerikaner bereit, kurzfristige Volatilität in Kauf zu nehmen für fünf Jahrzehnte Sicherheit nach dem Sturz des iranischen Regimes. "Viele Menschen, insbesondere die Demokraten, unterschätzen die Bereitschaft des amerikanischen Volkes, kurzfristige Schwankungen in Kauf zu nehmen, um dafür 50 Jahre Sicherheit zu erlangen, die uns am Ende erwarten", sagte er während einer Kabinettssitzung.

FAO-Chefökonom fürchtet "systemischen Schock" für Lebensmittelversorgung

Eine längere Sperrung der Straße von Hormus, die den Transport von Öl und Düngemitteln einschränkt, könnte einen "systemischen Schock" auslösen, wie ihn die weltweite Lebensmittelversorgungskette seit Jahren nicht mehr erlebt hat, fürchtet der Chefökonom der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), Máximo Torero. Landwirte weltweit sähen sich bereits mit höheren Kosten konfrontiert, da der Tankerverkehr durch die wichtige Wasserstraße um mehr als 90 Prozent zurückgegangen ist.

+++ Konjunkturdaten +++

GB/Einzelhandelsumsatz Feb -0,4% gg Vm; +2,5% gg Vj

GB/Einzelhandelsumsatz Feb PROG: -0,8% gg Vm; +2,1% gg Vj

GB/Einzelhandelsumsatz ex Kraftstoffe Feb -0,4% gg Vm; +3,4% gg Vj

GB/GfK-Verbrauchervertrauen März -21,0 (Feb: -19,0)

GB/GfK-Verbrauchervertrauen März PROGNOSE: -24,0

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