IAB-Arbeitsmarktbarometer nach Beginn des Iran-Kriegs gedämpft
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
DOW JONES--Das IAB-Arbeitsmarktbarometer hat im März den vierten Rückgang in Folge verzeichnet. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sank im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Punkt auf nun 99,4 Punkte. Das European Labour Market Barometer legte im März leicht zu, blieb aber mit 99,8 Punkten weiterhin knapp unter der neutralen Marke von 100 Punkten.
"Angesichts von Iran-Krieg und Ölpreisschock gibt es weiterhin keine Erholungssignale vom deutschen Arbeitsmarkt", erklärte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs. Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt nach einem kleinen Rückgang um 0,1 Punkte im März auf 98,5 Punkte, was signalisiert, dass die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten weiter steigen wird.
Die Beschäftigungskomponente sank im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte und liegt bei 100,2 Punkten, womit die Beschäftigung weitgehend stagniert. "Sowohl die Konjunkturrisiken als auch die demografische Schrumpfung setzen die Beschäftigung unter Druck", sagte Weber.
Das European Labour Market Barometer festigt sich trotz des Irankriegs. Der Frühindikator des Europäischen Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen und des IAB steigt im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 99,8 Punkte, bleibt damit aber unter der neutralen Marke von 100 Punkten.
Beide Komponenten des europäischen Frühindikators legen im März leicht zu. Die Beschäftigung bleibt insgesamt stabil, aber die Arbeitslosigkeit könnte noch etwas steigen. "Die europäischen Arbeitsmarktaussichten stagnieren. Angesichts der Weltlage kann man das schon als gute Nachricht sehen", erklärte Weber.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/apo/hab
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
