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13:30 Uhr, 18.03.2026

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

Eurostat bestätigt Anstieg der Euroraum-Inflation im Februar

Der Inflationsdruck im Euroraum hat im Februar wie erwartet etwas zugenommen - allerdings stiegen die Verbraucherpreise auf Monatssicht etwas weniger stark als bisher angenommen. Wie Eurostat in zweiter Veröffentlichung mitteilte, erhöhten sich die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,6 (vorläufig: 0,7) Prozent und lagen um 1,9 (Januar: 1,7) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Kernverbraucherpreise (ohne Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak) stiegen um 0,8 und 2,4 (2,2) Prozent. Damit wurden die Angaben der vorläufigen Veröffentlichung wie erwartet bestätigt. Die Energiepreise unterschritten das Niveau des Vorjahresmonats um 3,1 (minus 4,0) Prozent. Nahrung, Alkohol und Tabak kosteten 2,5 (2,6) Prozent mehr als vor Jahresfrist und Industriegüter ohne Energieerzeugnisse 0,7 (0,4) Prozent. Die Dienstleistungspreise stiegen mit einer Jahresrate von 3,4 (3,2) Prozent.

Fachverband IVA sieht für Deutschland keine Düngemittelknappheit

Der Industrieverband Agrar (IVA) rechnet wegen der Blockade der Straße von Hormus für die aktuelle Düngesaison nicht mit Problemen bei der Versorgung der deutschen Landwirtschaft mit Mineraldüngern. Erste Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten auf die Preisentwicklung seien zwar spürbar, aber von Preisspitzen wie nach Russlands Überfall auf die Ukraine vor vier Jahren sei der Markt noch weit entfernt, erklärte der IVA, der die Interessen der deutschen Produzenten von Mineraldüngern vertritt. Die deutschen Hersteller allein können 75 Prozent des Bedarfs hierzulande mit ihren Anlagen decken, heißt es in der Mitteilung. Durch die Straße von Hormus werden auch Düngemittel verschifft, die in den Golfstaaten produziert werden.

Asiatische Raffinerien sichern sich frühzeitig russisches Rohöl

Asiatische Raffinerien handeln früher als üblich, um sich Rohöl aus dem Fernen Osten Russlands zu sichern. Der Grund: Die Hoffnungen auf eine rasche Lösung der Lieferunterbrechungen im Nahen Osten schwinden. Zudem rückt das Auslaufen einer vorübergehenden US-Ausnahmeregelung für russisches Öl näher. Ladungen der Rohölmischung Eastern Siberia-Pacific Ocean - einer leichten, schwefelarmen russischen Sorte, die vom Terminal Kozmino im Fernen Osten in die asiatisch-pazifischen Märkte exportiert wird - werden normalerweise einen Monat vor der Verladung gehandelt. Da die Straße von Hormus jedoch faktisch geschlossen ist, hat der Handel laut Kpler frühzeitig begonnen. Die Raffinerien beeilen sich, Versorgungslücken zu schließen.

Selenskyj: 200 ukrainische Militärexperten im Nahen Osten

Nach Aussage des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind rund 200 ukrainische Militärexperten in der Golfregion eingetroffen. Sie sollten dort Fachwissen zur Bekämpfung iranischer Drohnen bereitstellen, sagte Selenskyj. Ukrainische Teams befänden sich bereits in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Katar und Saudi-Arabien und seien auf dem Weg nach Kuwait, sagte er britischen Abgeordneten am Dienstagabend. Selenskyj fügte hinzu, dass Kiew mit mehreren anderen Ländern in der Region zusammenarbeite. Diese hätten sich an die Ukraine gewandt, um von deren kampferprobter Expertise zu profitieren. Die Expertise sei über Jahre hinweg bei der Abwehr großangelegter russischer Angriffe entwickelt worden. Bei diesen Angriffen seien Hunderte von Drohnen nach dem Vorbild der iranischen Schahed-Drohnen eingesetzt worden.

Von der Leyen besucht Australien

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, will vom 23. bis 25. März Australien besuchen. Die Gespräche über ein lang erwartetes Handelsabkommen zwischen den beiden Regionen machen derweil Fortschritte. Die EU-Chefin werde in Canberra mit dem australischen Premierminister Anthony Albanese zusammentreffen, teilte die Kommission mit. Die EU-Exekutive ist derzeit darum bemüht, rasch Handelsabkommen mit anderen Ländern abzuschließen. Die Beziehungen zu den USA sind unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump volatil geworden. Die EU und Australien haben im vergangenen Jahr die Diskussionen über ein Freihandelsabkommen wieder aufgenommen. Zuvor waren die Gespräche im Jahr 2023 ins Stocken geraten.

US/MBA Market Index Woche per 13. März -10,9% auf 347,1 (Vorwoche: 389,6)

US/MBA Purchase Index Woche per 13. März +0,9% auf 172,9 (Vorwoche: 171,3)

US/MBA Refinance Index Woche per 13. März -18,5% auf 1.341

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