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13:42 Uhr, 18.03.2026

US-Erzeugerpreise steigen im Februar stärker als erwartet

Von Andreas Plecko

DOW JONES--Der Preisdruck auf der Erzeugerebene in den USA hat im Februar zugenommen. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, stiegen die Produzentenpreise um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat und lagen um 3,4 (Vormonat: 2,9) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen monatlichen Preisanstieg von 0,3 Prozent prognostiziert.

Die Kernerzeugerpreise ohne die volatilen Preise von Nahrungsmitteln und Energie kletterten um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und erhöhten sich auf Jahressicht um 3,9 (3,6) Prozent. Ökonomen hatten nur einen monatlichen Anstieg von 0,3 Prozent prognostiziert.

Die Erzeugerpreise geben einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Inflation. In der Regel schlagen veränderte Erzeugerpreise früher oder später auf den Handel und damit auf die Verbraucher durch.

Mit dem Beginn des Krieges gegen den Iran ist US-Präsident Donald Trump durch die gestiegenen Ölpreise innenpolitisch unter Druck geraten. Obwohl die USA als weltweit größtes Förderland nicht auf Öl aus der Kriegsregion angewiesen sind, sind die Folgen für die US-Verbraucher spürbar. Der Ölmarkt ist - im Unterschied zum Gasmarkt - global, Preissteigerungen treffen alle Länder.

Die weitere Entwicklung im US-Iran-Konflikt ist unklar. Bei einer Eskalation, wie größeren Zerstörungen von Öl- und Gasanlagen in den Golfstaaten oder längerer Blockierung der Straße von Hormus, würde die Inflation und insbesondere der Benzinpreis auch in den USA weiter steigen.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

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