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13:30 Uhr, 27.02.2026

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Inflation tendiert in Bundesländern im Februar uneinheitlich

In sechs deutschen Bundesländern hat sich die Inflation im Februar uneinheitlich entwickelt. In Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg sank die jährliche Inflationsrate, in Hessen stieg sie und in Sachsen stagnierte sie. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise um mit Raten von 0,2 bis 0,4 Prozent. Für Gesamtdeutschland erwarten Volkswirte, dass die Verbraucherpreise um 0,3 (Vormonat: 0,1) gegenüber dem Vormonat gestiegen sind. Die jährliche Inflationsrate soll der Prognose zufolge auf 2,0 (2,1) Prozent zurückgehen.

Deutsche Arbeitslosenzahl steigt im Februar schwach

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Februar weniger stark als erwartet gestiegen. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, erhöhte sich die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um 1.000, nachdem sie im Januar um ebenfalls 1.000 zugelegt hatte. Die Arbeitslosenquote blieb bei 6,3 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg der Arbeitslosenzahl um 5.000 und eine unveränderte Quote von 6,3 Prozent prognostiziert. Ohne Berücksichtigung der saisonalen Faktoren sank die Zahl der Arbeitslosen um 15.000 auf 3,070 Millionen. Die Arbeitslosenquote ging auf 6,5 (6,6) Prozent zurück.

Abkühlung deutschen Arbeitsmarkts endet

Deutsche-Bank-Volkswirt Marc Schattenberg nimmt an, dass die während der vergangenen Quartale zu beobachtende Abkühlung des deutschen Arbeitsmarkts ein Ende gefunden hat, wofür auch die höhere Zahl der gemeldeten offenen Stellen spreche. "Hinter dieser Stabilisierung steht jedoch weiterhin ein starker Strukturwandel in der Beschäftigung. Gemäß der jüngsten Zahlen vom Dezember gingen im verarbeitenden Gewerbe im Vorjahresvergleich 180.000 Stellen verloren", schreibt er in einem Kommentar. Dieser Verlust sei jedoch unter anderem durch den Aufwuchs im Öffentlichen Dienst sowie in Gesundheits- und Pflegeberufen ausgeglichen worden.

EZB: Inflationserwartungen der Konsumenten sinken im Januar

Die Inflationserwartungen von Konsumenten im Euroraum sind im Januar gesunken. Wie aus der jüngsten Konsumentenumfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) hervorgeht, erwarteten die Konsumenten, dass die Verbraucherpreise in den nächsten zwölf Monaten um 2,6 (Dezember-Umfrage: 2,8) Prozent steigen werden. Die Erwartungen auf Sicht von drei Jahren blieben bei 2,6 Prozent, die auf fünf Jahre sanken auf 2,3 (2,4) Prozent. Die Konsumenten rechneten zudem damit, dass ihre Einkommen in den nächsten zwölf Monaten um 1,2 (1,1) Prozent steigen werden. Die Erwartung für das nominale Ausgabenwachstum in den nächsten zwölf Monaten verharrte bei 3,4 Prozent.

Frankreichs HVPI-Inflation steigt im Februar deutlich

Die französische Inflation hat im Februar spürbar angezogen. Die am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gemessene Jahresteuerung stieg auf 1,1 (Vormonat: 0,4) Prozent, wie das Statistikamt in einer ersten Veröffentlichung mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten nur eine Jahresrate von 0,7 Prozent erwartet. In der nationalen Berechnung stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 1,0 (Vormonat: 0,3) Prozent. Die befragten Ökonomen hatten einen Anstieg um 0,7 Prozent erwartet.

Spanische HVPI-Inflation steigt im Februar unerwartet

Der Inflationsdruck in Spanien hat im Februar entgegen den Erwartungen nicht abgenommen. Wie die Statistikbehörde INE mitteilte, stieg der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) mit einer Jahresrate von 2,5 (Januar: 2,4) Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen einen Rückgang der Inflationsrate auf 2,3 Prozent prognostiziert.

Schweizer Wirtschaft wächst im vierten Quartal um 0,2 Prozent

Die Schweizer Wirtschaft ist im vierten Quartal 2025 auf die Wachstumsspur zurückgekehrt. Wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilte, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im dritten Quartal war das BIP um 0,4 Prozent geschrumpft. Binnen Jahresfrist lag das BIP um 0,8 Prozent höher.

Opec+ dürfte Fördererhöhungen bei Treffen wieder aufnehmen

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und ihre Verbündeten treffen sich am Sonntag. Sie stehen vor einem bekannten Dilemma: Sollen sie mehr Öl auf den Markt bringen oder sich angesichts des fragilen geopolitischen Umfelds weiter zurückhalten? Die von Saudi-Arabien und Russland angeführte Allianz Opec+ hatte beschlossen, die Fördermenge im ersten Quartal stabil zu halten. Zuvor hatte sie die Produktion im vergangenen Jahr mehrfach erhöht. Analysten erwarten nun, dass die Gruppe die Erhöhungen wieder aufnimmt, beginnend mit einer moderaten Anhebung um 137.000 Barrel pro Tag.

DJG/DJN/apo

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