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13:30 Uhr, 21.01.2026

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Lagarde: Trumps Zölle hätten minimalen Effekt auf Inflation - Agentur

Die von US-Präsident Donald Trump einigen europäischen Ländern angedrohten neuen Zölle hätten nach Aussage der Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, nur geringe Auswirkungen auf die Inflation in Europa. "Wenn wir auf die kurze Frist schauen, ist der unmittelbare Effekt relativ gering", sagte Lagarde am Mittwoch in einem Interview mit dem Radiosender RTL, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Nach Lagardes Aussage würden Trumps jüngste Drohungen den durchschnittlichen Zollsatz für den Euroraum von rund 12 Prozent auf 15 Prozent anheben.

Bessent zeigt sich gelassen trotz Ausverkauf bei US-Staatsanleihen

US-Finanzminister Scott Bessent hat erklärt, er sei nicht besorgt über den Ausverkauf von US-Staatsanleihen. In Davos brachte Bessent den jüngsten Anstieg der Renditen von Staatsanleihen mit einem Ausverkauf japanischer Staatsanleihen in Verbindung, der durch Befürchtungen einer übermäßigen Ausweitung der Staatsausgaben durch die japanische Regierung ausgelöst wurde und Druck auf die Anleihemärkte weltweit ausübte. Bessent sagte, er stehe in Kontakt mit japanischen Kollegen und habe die Zusicherung erhalten, dass diese Maßnahmen zur Stabilisierung des Marktes ergreifen würden.

IEA hebt Prognose für globale Ölnachfrage an

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognose für das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage aufgrund verbesserter Wirtschaftsaussichten und niedrigerer Rohölpreise angehoben. Dennoch warnt die Organisation davor, dass das Angebot den Verbrauch weiterhin übersteigen dürfte. Die in Paris ansässige Organisation, die wichtige ölverbrauchende Nationen vertritt, erwartet für dieses Jahr nun ein Nachfragewachstum von 930.000 Barrel pro Tag, nachdem zuvor 860.000 Barrel prognostiziert worden waren. Im vergangenen Jahr hatte das Wachstum der Nachfrage bei 850.000 Barrel pro Tag gelegen.

Frankreich drängt auf Nato-Manöver in Grönland

Frankreich drängt darauf, dass die Nato ein Manöver in Grönland organisiert, und ist bereit, daran teilzunehmen, teilte der Élysée-Palast mit. Dies ist ein weiteres Zeichen für den Widerstand Frankreichs gegen das Ziel von US-Präsident Donald Trump, die Arktis-Insel zu übernehmen. Die französische Forderung könnte die Spannungen um Grönland weiter verschärfen, während sich die europäischen Staats- und Regierungschefs auf Trumps Ankunft beim Weltwirtschaftsforum in Davos in der Schweiz vorbereiten, wo Trump eine Rede halten wird. Trump lehnte eine Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu einem Abendessen in Paris am Donnerstag ab.

+++ Konjunkturdaten +++

US/MBA Market Index Woche per 16. Jan +14,1% auf 397,2 (Vorwoche: 348)

US/MBA Purchase Index Woche per 16. Jan +5,1% auf 194,1 (Vorwoche: 184,6)

US/MBA Refinance Index Woche per 16. Jan +20,4% auf 1.580,8 (Vorwoche: 1.313,1)

DJG/DJN/apo

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