Nachricht
13:30 Uhr, 15.01.2026

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Deutsche Wirtschaft wächst 2025 real um 0,2 Prozent

Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr nach zwei Jahren mit rückläufiger Wirtschaftsleistung wieder leicht gewachsen, was vor allem an höheren privaten und staatlichen Konsumausgaben lag. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen solchen Zuwachs prognostiziert. Kalenderbereinigt belief sich das Plus auf 0,3 Prozent.

Commerzbank senkt deutsche BIP-Prognose für 2026

Die Commerzbank hat ihre Prognose für die Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2026 nach Veröffentlichung von BIP-Zahlen für 2025 gesenkt. "Im ersten Halbjahr dürfte die deutsche Wirtschaft etwas weniger wachsen als bisher unterstellt, weil mit dem Ifo-Geschäftsklima und dem Einkaufsmanagerindex zwei wichtige Frühindikatoren in den zurückliegenden zwei Monaten überraschend gefallen sind. Wir nehmen unsere Wachstumsprognose für 2026 von 1,2 auf 0,9 Prozent zurück", schreibt Chefvolkswirt Jörg Krämer in einem Kommentar.

Deutsche Wirtschaft wächst 2026 um 1,5 Prozent

Deutsche-Bank-Volkswirt Marc Schattenberg rechnet damit, dass sich die deutsche Wirtschaft 2026 spürbar erholen wird. "Aktuell rechnen wir für 2026 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent, primär angetrieben durch die nun deutlich expansive Fiskalpolitik", schreibt er in einem Kommentar zu dem für 2025 gemeldeten Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent. Zusammen mit den großzügigen degressiven Sonderabschreibungen dürfte dies auch die privaten Investitionen ankurbeln, meint er.

Deutsche Wirtschaft steht an einem Wendepunkt

Deutsche Wirtschaftsdaten deuten darauf hin, dass eine Phase der landesweiten düsteren Stimmung endlich zu Ende gegangen ist, schreibt Carsten Brzeski von ING in einem Kommentar. Das BIP ist 2025 um 0,2 Prozent gestiegen, was einen Wendepunkt für die Wirtschaft markiert. Der Aufschwung werde von der Industrie getragen, wobei die Investitionspläne der Regierung in diesem Jahr endlich in der Wirtschaft ankommen dürften, meint Brzeski.

Eurozone-Produktion steigt im November um 0,7 Prozent

Die Industrie im Euroraum hat ihre Produktion im November unerwartet gesteigert. Wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte, stieg die Produktion (ohne Bauwirtschaft) gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 0,7 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten eine Stagnation erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Industrieproduktion um 2,5 Prozent höher. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um 2,1 Prozent gerechnet.

EZB-Vizepräsident De Guindos: Kooperation mit Fed normal

Die verbalen und juristischen Angriffe auf Fed-Chairman Jerome Powell und die jüngsten außenpolitischen Kapriolen der US-Administration haben sich nach Aussage von EZB-Vizepräsident Luis de Guindos bisher nicht nachteilig auf die Zusammenarbeit zwischen Europäischer Zentralbank (EZB) und US-Notenbank ausgewirkt. "Ich kann Ihnen versichern, dass unsere Zusammenarbeit mit der Federal Reserve bisher normal und wie gewohnt verlaufen ist", sagte er in einem Interview mit Politico.

Chinas Zentralbank senkt Zinsen für strukturpolitische Instrumente

Die chinesische Zentralbank hat gezielte Lockerungsmaßnahmen eingeführt, um Sektoren zu unterstützen, die von Peking als strategisch wichtig erachtet werden, da die politischen Entscheidungsträger einen starken Start ins Jahr sicherstellen wollen. Die People's Bank of China (PBoC) wird die Zinsen für ihre strukturellen Politikinstrumente um 25 Basispunkte senken und den Zinssatz für einjährige Refinanzierungsfazilitäten auf 1,25 Prozent reduzieren, wie der stellvertretende Gouverneur Zou Lan bei einer Pressekonferenz sagte.

+++ Konjunkturdaten +++

Eurozone/Handelsbilanz Nov Überschuss 9,9 Mrd EUR (Vj Überschuss 15,4 Mrd EUR)

Eurozone/Exporte Nov +1,1%, Importe +2,5% gg Vormonat - saisonbereinigt

Eurozone/Handelsbilanz Nov saisonbereinigt Überschuss 10,7 Mrd EUR (Okt: Überschuss 13,7 Mrd EUR)

DJG/DJN/apo

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

Das könnte Dich auch interessieren