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17:54 Uhr, 19.03.2026

Eskalierender Nahostkrieg drückt DAX tief ins Minus

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DJ XETRA-SCHLUSS/Eskalierender Nahostkrieg drückt DAX tief ins Minus

DOW JONES--Der eskalierende Iran-Krieg und der weiter steigende Ölpreis haben den deutschen Aktienmarkt auch am Donnerstag kräftig unter Druck gesetzt. Belastend wirkte auch die schwindende Aussicht auf Zinssenkungen. Die Europäische Zentralbank ließ den Leitzins wie weithin erwartet unverändert und erhöhte ihre Inflationsprognosen. Der Krieg im Nahen Osten habe die Aussichten deutlich unsicherer gemacht, hieß es. Er werde über höhere Energiepreise erhebliche Auswirkungen auf die kurzfristige Inflation haben. Ähnlich begründeten auch die Bank of England ebenfalls am Donnerstag und die US-Notenbank am späten Mittwoch ihr Festhalten an den aktuellen Zinsniveaus. Der DAX fiel um 2,8 Prozent auf 22.840 Punkte.

Viele Anleger hätten auch vor dem Großen Verfall am Freitag die Reißleine gezogen, hieß es von CMC Markets. Der Rutsch des DAX unter die 23.000er Marke habe ein weiteres charttechnisches Verkaufssignal gesendet und den Abverkauf beschleunigt.

Im Blick standen einige Unternehmensergebnisse. Vonovia legte solide Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Diese bewegten sich auf der Ergebnisseite teilweise über den Marktschätzungen, der Dividendenvorschlag entsprach den Erwartungen. Der Ausblick auf das laufende Jahr enthielt keine Überraschungen. Dennoch brach die Aktie um 12,1 Prozent ein. JP Morgan verwies auf die Inflationsrisiken, die die Anleiherenditen steigen ließen. Dies sei eine Kombination, die deutschen Wohnimmobilienwerten in der Regel zu schaffen machten. Im Sektor verloren TAG Immobilien 7 und Aroundtown 6,8 Prozent.

Als durchwachsen wurden die Viertquartalszahlen von Lanxess im Handel bezeichnet. Laut Jefferies lag das bereinigte EBITDA 2 Prozent über der Schätzung. Specialty Additives habe sich besser entwickelt, Intermediates und Consumer Protection dagegen schwächer. Der Ausblick 2026 für das bereinigte EBITDA bewege sich 3 Prozent unter der Schätzung. Für das Lanxess-Papier ging es um 11,5 Prozent nach unten.

Kontron brachen bei hohen Volumina um 7,4 Prozent ein. Im Handel konnte man sich die extreme Bewegung zunächst nicht erklären. Fundamentale Nachrichten gab es keine. "Jeder fragt sich, was los ist", so ein Teilnehmer. Kontron erwägt indessen, den Kurssturz für einen Aktienrückkauf zu nutzen. Die Kursverwerfungen vom Donnerstag hätten keine Grundlage in der operativen Entwicklung. Geprüft würden jetzt Maßnahmen, um vom attraktiven Kursniveau der Kontron-Aktie zu profitieren, insbesondere werde ein kurzfristiges Aktienrückkaufprogramm evaluiert.

Nach Geschäftsausweis lagen United Internet gegen den allgemeinen Markttrend 2,8 Prozent vorn. Die Umsätze im abgelaufenen Jahr haben sich etwas besser als erwartet entwickelt und auch die Umsatzprognose für das laufende Jahr lag leicht über dem Marktkonsens. Die United-Internet-Tochter 1&1 (+2,7%) hatte zwar bei leicht höheren Umsätzen weniger verdient als im Vorjahr, aber für die kommenden Jahre eine deutliche Ergebnissteigerung in Aussicht gestellt. Gut kamen auch die Zahlen von Ionos an; die Aktie sprang um 11 Prozent nach oben.

Mit Bekanntgabe der endgültigen Geschäftszahlen stellte Rational (-1,7%) eine Dividende von 16 Euro je Anteilsschein für das abgelaufene Geschäftsjahr in Aussicht. Laut RBC lag die Konsenserwartung bei 15,29 Euro. Der Ausblick bewege sich im Rahmen der Erwartungen. Nemetschek (+3,7%) überzeugte derweil mit den Viertquartalszahlen und dem Ausblick.

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Index           zuletzt  +/- %  +/- % YTD 
DAX              22.840   -2,8       -6,7 
DAX-Future       22.865   -1,2       -4,7 
XDAX             22.864   -2,0       -7,0 
MDAX             28.423   -3,7       -7,1 
TecDAX            3.471   -2,5       -4,2 
SDAX             16.378   -2,9       -4,5 
zuletzt       +/- Ticks 
Bund-Future      125,98    -12 
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