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19:00 Uhr, 11.02.2026

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

US-Jobwachstum im Januar viel stärker als erwartet

Das US-Jobwachstum hat im Januar die Erwartungen stark übertroffen. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, entstanden in der Privatwirtschaft und beim Staat 130.000 zusätzliche Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur einen Zuwachs um 55.000 erwartet. Die Angaben für die beiden Vormonate wurden allerdings kumuliert um 17.000 Jobs nach unten revidiert: Das Ministerium meldete für Dezember nun ein Stellenplus von 48.000 (vorläufig: 50.000) und für November von 41.000 (vorläufig: 56.000). Die separat erhobene Arbeitslosenquote sank im Januar auf 4,3 von 4,4 Prozent, während Ökonomen eine stabile Quote von 4,4 Prozent erwartet hatten.

US-Arbeitslosigkeit sinkt - Arbeitsmarkt stabilisiert sich

Viele Ökonomen hatten angesichts der volatilen Beschäftigtenzahlen erklärt, dass sie sich vor allem auf die Arbeitslosenquote im Januar konzentrieren würden. Der Rückgang auf 4,3 Prozent ist ein gutes Zeichen dafür, dass sich die Arbeitslosigkeit zumindest vorerst nicht verschlechtert hat. Die Konsensprognose war von einer unveränderten Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent ausgegangen.

Jobaufbau im Gesundheitswesen stützt weiterhin US-Arbeitsmarkt

Die Gesundheitsbranche hat im vergangenen Monat mehr als 123.000 Stellen geschaffen und damit den breiteren Arbeitsmarkt weiterhin gestützt. Die Stellenzuwächse waren jedoch ziemlich breit angelegt. Das verarbeitende Gewerbe schuf 5.000 Arbeitsplätze, ein gutes Zeichen für einen Sektor, der zu kämpfen hatte. Der private Bildungssektor schuf rund 13.000 Stellen. Die Bundesregierung baute weiterhin Stellen ab und verlor 34.000 Arbeitskräfte.

US-Rohöllagerbestände wider Erwarten gestiegen

DOW JONES--Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 6. Februar wider Erwarten ausgeweitet. Sie stiegen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 8,53 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten dagegen einen Rückgang um 0,4 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 3,455 Millionen Barrel reduziert. Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 1,16 Millionen Barrel zu. Analysten hatten ein Plus von 0,3 Millionen Barrel erwartet, nachdem die Vorräte in der vorangegangenen Woche um 0,685 Millionen gestiegen waren.

Fed/Schmid dämpft Erwartungen an Zinssenkungen

Der Präsident der Kansas City Fed, Jeffrey Schmid, hat seinen Widerstand gegen weitere Leitzinssenkungen bekräftigt. Seiner Meinung nach birgt eine weitere Lockerung der US-Geldpolitik das Risiko, dass die Inflation auf einem zu hohen Niveau verharrt. Bei einer Rede auf dem Economic Forum von Albuquerque führte Schmid die anhaltende Inflation als Signal dafür an, dass die Nachfrage das Angebot übersteigen könnte, und warnte, dass es für die US-Notenbank noch zu früh sei, ihre inflationsbekämpfende Haltung zu lockern.

Opec behält Prognose für Ölnachfrage bei - Produktionsrückgang im Januar

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage bekräftigt und einen Rückgang der Produktion der erweiterten Allianz Opec+ für den vergangenen Monat gemeldet. Das in Wien ansässige Kartell rechnet in seinem viel beachteten Monatsbericht demnach weiterhin mit einem Anstieg der Nachfrage um 1,34 Millionen Barrel pro Tag im nächsten Jahr, was leicht unter dem für 2026 geschätzten Wachstum von 1,38 Millionen Barrel pro Tag liegt.

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