ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Bank of Canada lässt Zinsen unverändert
Die Bank of Canada hat ihren Leitzins zum zweiten Mal in Folge unverändert bei 2,25 Prozent belassen und davor gewarnt, dass die Unsicherheit aufgrund der US-Handelspolitik und geopolitischer Risiken zugenommen hat. Dass die Zentralbank den Zins unverändert lassen würde, war laut einer Umfrage des Wall Street Journal unter einem Dutzend Ökonomen in der vergangenen Woche allgemein erwartet worden.
Bank of Canada dürfte bis Jahresende stillhalten
Oxford Economics geht davon aus, dass der nächste Schritt der Bank of Canada wahrscheinlich eine Zinserhöhung sein wird, allerdings erst Anfang 2027. Nachdem die Zentralbank die Zinsen bis 2026 beibehalten habe, werde sie den Leitzins bis Mitte 2027 voraussichtlich auf 2,75 Prozent anheben, was dem von Oxford prognostizierten neutralen Zinssatz entspreche. Der weitere Kurs werde von der Handelspolitik zwischen den USA und Kanada und der bevorstehenden Neuverhandlung des USMCA-Abkommens abhängen, heißt es weiter.
Bank of Canada passt Prognose für potenzielles BIP an
Die Bank of Canada hat ihre Schätzung für das potenzielle Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2025 nach oben korrigiert. Das potenzielle BIP gibt an, wie stark eine Volkswirtschaft wachsen kann, bevor ein aufwärts gerichteter Inflationsdruck entsteht. Die BOC geht nun davon aus, dass das potenzielle BIP für 2025 bei 2,3 Prozent liegt, nach einer früheren Prognose von 1,6 Prozent. Sie führt das höhere BIP auf Datenrevisionen von Statistics Canada zurück, die Jahre zurückreichen und darauf hindeuteten, dass sich die Wirtschaft zu Beginn des Jahres 2025 in einer stärkeren Verfassung befand als ursprünglich angenommen. Allerdings senkt die BOC die Prognose für das potenzielle BIP für die Jahre 2026 und 2027 auf etwa 1 Prozent.
Trump auf Truth Social: Riesige Armada auf dem Weg zum Iran
US-Präsident Donald Trump hat auf eine große Anzahl von Kriegsschiffen hingewiesen, die auf den Weg in den Persischen Golf sind, und den Iran gedrängt, ein Abkommen zu schließen. "Hoffentlich wird der Iran schnell an den Verhandlungstisch kommen und ein faires und gerechtes Abkommen aushandeln - KEINE ATOMWAFFEN -, das für alle Parteien gut ist", schrieb er auf Truth Social. "Die Zeit läuft ab, es ist wirklich dringend!"
Wahlen und US-Politik gelten als Risiken für Kredite in Lateinamerika
Sich wandelnde US-Politik und bevorstehende Wahlen sorgen für Unsicherheit hinsichtlich der ansonsten stabilen Kreditaussichten für lateinamerikanische Unternehmen, schreibt Fitch in einer Research Note. "Die Kreditresilienz werde von wirtschaftlichen Bedingungen untermauert, die ausreichen, um die meisten Sektoren zu stützen", so die Ratingagentur. Banken in der Region profitierten von "mäßigem Kreditwachstum, solider Kapitalausstattung und reichlicher Liquidität", während bei Nichtbanken-Finanzinstituten "die Liquidität relativ gut gemanagt" sei.
DJG/DJN/apo
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