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18:46 Uhr, 28.01.2026

MÄRKTE USA/Börse tritt vor Fed-Entscheid auf der Stelle - S&P-500 auf Allzeithoch

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DJ MÄRKTE USA/Börse tritt vor Fed-Entscheid auf der Stelle - S&P-500 auf Allzeithoch

DOW JONES--Die US-Börsen setzen ihren Anstieg am Mittwoch fort - angeführt von Technologiewerten. Der marktbreite S&P-500 stieg im frühen Verlauf erstmals über 7.000 Punkte. Die positive Stimmung im Technologiesektor wird gestützt vom Nvidia-Zulieferer SK Hynix aus Südkorea. Der Konzern hat im Schlussquartal 2025 ein Rekordergebnis erzielt. Der weltweite KI-Boom heizt die starke Nachfrage nach Speicherchips weiter an. Dazu gesellen sich auch aus Europa positive Sektorschlagzeilen, denn ASML überzeugte mit Geschäftsausweis und Ausblick.

Zudem befeuert im Halbleitersegment Texas Instruments die optimistische Stimmung mit einem starken Ausblick - der Kurs steigt um 9,1 Prozent. Anleger sehen daher handfeste Gründe, auf eine Fortdauer des KI-Booms zu setzen. Diese Hoffnung könnte mit den Zahlenausweisen von Meta Platforms, IBM und Microsoft neue Nahrung erhalten, wobei die drei Technologieriesen erst nach der Schlussglocke über den Geschäftsverlauf berichten.

Gegen Mittag (Ortszeit New York) kommen die Kurse von ihren Tageshochs zurück. Der Dow-Jones-Index tendiert kaum verändert bei 49.014 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite liegen je 0,1 Prozent im Minus. Mit dem Näherrücken des Zinsentscheids der US-Notenbank agieren die Anleger zusehends vorsichtiger. Eine Änderung des Zinsniveaus gilt indessen als nahezu ausgeschlossen. Aber US-Notenbankgouverneur Jerome Powell könnte zum Ende seiner Amtszeit die sonst übliche politische Zurückhaltung ablegen und klare Worte finden zum weiteren Zinspfad und vielleicht auch zur Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump.

Die Renditen von US-Staatsanleihen steigen vor allem am langen Ende des Marktes, im Zehnjahresbereich um 3 Basispunkte auf 4,26 Prozent. Die Erwartungen konzentrierten sich weiterhin auf zwei Zinssenkungen von jeweils 25 Basispunkten vor Jahresende, merkt Analyst Abdelaziz Albogdady von FXEM mit Blick auf die mehr oder weniger stagnierenden Renditen am kurzen Ende des Marktes an.

Derweil stabilisiert sich der US-Dollar auf ganz tiefem Niveau. Der Dollar-Index stagniert nach seiner jüngsten Talfahrt. US-Präsident Donald Trump hat den aktuellen Dollar-Ausverkauf als "großartig" bezeichnet. Der Greenback verbucht gerade die heftigste Viertagesabwertung, seit Trump die umfangreichen reziproken Zölle im April 2025 verhängt hatte. Auch zuletzt schwache Daten und der drohende neuerliche Regierungsstillstand belasten den Greenback. "All diese Faktoren trugen zu bereits bestehenden Bedenken bei, die den Dollar nach unten drückten, einschließlich Fragen zur Unabhängigkeit der Fed, der Unsicherheit in der Zollpolitik und der haushaltspolitischen Entwicklung", erläutert Makrostratege Henry Allen von der Deutschen Bank die Dollar-Schwäche.

Die Hausse im Goldpreis setzt sich fort. Die Feinunze markiert weitere Allzeithochs und verteuert sich um über 2 Prozent. Auch in Euro ist sie so teuer wie nie. Damit ist das Edelmetall bereits den meisten Jahresprognosen enteilt. Die Deutsche Bank hält nun einen Anstieg auf 6.000 Dollar noch in diesem Jahr für möglich - genauso Nigel Green von DeVere. Während Trump niedrige Zinsen in Aussicht stellt, wird am Markt unter anderem die polnische Notenbank als Käufer ausgemacht.

Die Ölpreise ziehen mit wachsenden Spannungen zwischen dem Iran und den USA leicht an. Trump teilte auf Truth Social mit, eine riesige Armada befinde sich auf dem Weg zum Iran. "Der Transport von US-Militärausrüstung in Richtung Iran hat mindestens 1 bis 1,50 US-Dollar an Georisiko in die Rohöl-Futures gepumpt, während der mangelnde Fortschritt bei einem Waffenstillstand oder Friedensabkommen zwischen der Ukraine und Russland weiterhin für eine grundlegende Unterstützung sorgt", urteilt Ritterbusch. Unterstützung erhalten die Preise auch von den jüngsten Lagerbestandsdaten der staatlichen Energy Information Administration. Demnach haben sich die Ölvorräte der USA in der vergangenen Woche verringert.

Weiter gute Nachrichten aus dem Technologiesektor

Die positiven Schlagzeilen reißen indes nicht ab. China hat erstmals Käufe von Nvidias beliebtem KI-Chip H200 genehmigt und mehreren chinesischen Kunden des Unternehmens die entsprechende Autorisierung erteilt, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Der Kurs steigt um 1,3 Prozent. Seagate Technology schnellen um 19,5 Prozent empor, der Laufwerkanbieter hat Analystenschätzungen im vierten Quartal geschlagen. Der Konzern hofft, auch zukünftig von der Nachfrage durch KI-Datenzentren zu profitieren.

Die Wettbewerbertitel Western Digital ziehen um 11 Prozent an - Sandisk um 8,5 Prozent, Micron Technology um 5,2 Prozent. F5 steigen um 5,7 Prozent, die Cloud-Software-Gesellschaft überzeugt mit starken Geschäftszahlen und einem verbesserten Ausblick. Gegen den Trend im Sektor brechen Qorvo um 6,5 Prozent ein - der Hersteller von speziellen Halbleitern verschreckte mit einem schwachen Ausblick.

GE Vernova klettern um 0,9 Prozent, die Gesellschaft hat nach soliden Geschäftszahlen den Ausblick für das kommende Jahr angehoben. Das Windsegment schnitt jedoch schwach ab, zudem warnte das Unternehmen vor einem Stopp von Offshore-Windprojekten. AT&T legen um 5,7 Prozent zu, der Telekommunikationskonzern hat die Markterwartungen in der Schlussperiode 2025 überboten.

Amazon (-1%) streicht erneut Stellen. Der Einzelhandelsgigant trennt sich von rund 16.000 Mitarbeitern in der Verwaltung. Im Oktober hatte Amazon bereits den Abbau von 14.000 Stellen angekündigt. Johnson & Johnson (+1,2%) hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für eine Behandlung bestimmter Patienten mit multiplem Myelom erhalten - einer unheilbaren Form von Blutkrebs.

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INDEX                     zuletzt        +/- %    absolut      +/- % YTD 
DJIA                    49.013,95        +0,0%      10,54          +2,0% 
S&P-500                  6.969,36        -0,1%      -9,24          +1,9% 
NASDAQ Comp             23.797,83        -0,1%     -19,27          +2,5% 
NASDAQ 100              25.989,82        +0,2%      50,08          +2,7% 
 
DEVISEN                   zuletzt        +/- %       0:00  Mo, 17:20 Uhr   % YTD 
EUR/USD                    1,1937        -0,9%     1,2042         1,1883   +2,5% 
EUR/JPY                    183,30        -0,1%     183,41         183,01   -0,4% 
EUR/CHF                    0,9189        +0,2%     0,9170         0,9210   -1,5% 
EUR/GBP                    0,8661        -0,4%     0,8697         0,8673   -0,2% 
USD/JPY                    153,55        +0,8%     152,30         154,00   -2,8% 
GBP/USD                    1,3783        -0,5%     1,3847         1,3701   +2,8% 
USD/CNY                    6,9784        +0,2%     6,9638         6,9865   -0,9% 
USD/CNH                    6,9470        +0,2%     6,9334         6,9502   -0,5% 
AUS/USD                    0,6993        -0,2%     0,7009         0,6928   +5,1% 
Bitcoin/USD             89.307,20        +0,2%  89.151,10      87.394,20   +0,5% 
 
ROHOEL                    zuletzt  VT-Settlem.      +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                   62,71        62,39      +0,5%           0,32   +8,3% 
Brent/ICE                   67,81        67,57      +0,4%           0,24  +10,5% 
 
METALLE                   zuletzt       Vortag      +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold                     5.297,38     5.176,95      +2,3%         120,43  +19,9% 
Silber                     114,54       112,18      +2,1%           2,36  +57,3% 
Platin                   2.201,14     2.198,89      +0,1%           2,25  +25,5% 
Kupfer                       5,92         5,86      +1,0%           0,06   +2,6% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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