UBS sichert sich US-Banklizenz für Expansion der Vermögensverwaltung
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Erwähnte Instrumente
- VerkaufenKaufen
Schnell. Sicher. Direkt.Trading über stock3 war noch nie so einfach.
Mehr erfahren Nein, danke
Von Dylan Tokar und Margot Patrick
DOW JONES--UBS hat für die USA eine Lizenz erhalten, mit der die Schweizer Bank im US-Markt vollumfängliche Bankdienstleistungen anzubieten. Die LIzenz ist Teil der Strategie, die Einlagen und Investitionen wohlhabender Amerikaner zu gewinnen und die Position im weltweit größten Vermögensmarkt auszubauen.
Die am Freitag von den US-Aufsichtsbehörden genehmigte nationale Banklizenz soll der Schweizer Bank helfen, über ihre traditionelle Klientel der Superreichen hinaus in einen Pool von wohlhabenden und nicht ganz so extrem reichen Kunden zu expandieren.
Die Region Amerika ist für die UBS bereits das größte Sparte in der Vermögensverwaltung. Sie macht etwa die Hälfte der investierten Vermögenswerte und der Einnahmen aus. Die Region weist jedoch eine viel höhere Kostenbasis auf. Eine Ausweitung des Bankgeschäfts ist eine Möglichkeit, mehr Einlagen zu sammeln und die Region profitabler zu machen.
Die UBS hat die Gewinnmargen ihres amerikanischen Vermögensverwaltungsgeschäfts bereits erhöht. Sie hofft, dass ein Angebot an Giro- und Sparkonten-Dienstleistungen dabei helfen wird, neue Kunden zu gewinnen. Zudem sollen bestehende Kunden davon überzeugt werden, ihre Finanzen bei der UBS zu konsolidieren.
Die Lizenz gibt der UBS zudem mehr Optionen, da die Aufsichtsbehörden in der Schweiz ihre Kapitalanforderungen verschärfen.
Das globale Vermögensverwaltungsgeschäft der UBS verwaltet fast 4,7 Billionen US-Dollar an investierten Vermögenswerten. Davon entfallen etwa 2,3 Billionen Dollar auf die Americas-Division. Laut UBS Research befinden sich rund 40 Prozent des weltweiten Vermögens in Nord- und Südamerika. Die USA beheimaten etwa ein Drittel aller Milliardäre.
Die UBS schätzt, dass es rund 700.000 von ihr betreute Haushalte in den USA gibt. Diese haben etwa 150 Milliarden Dollar an Einlagen bei Konkurrenten wie JPMorgan und Morgan Stanley gebunkert. Dort können Kunden ihre gesamten Bank- und Anlagegeschäfte tätigen.
Zuvor hatte die UBS eine Industriebank mit Zulassung in Utah betrieben. Diese ermöglichte es ihr, Kunden der privaten Vermögensverwaltung einige grundlegende Bankdienstleistungen anzubieten. Dazu gehörten wertpapierbesicherte Kredite und Kreditkarten. Die Bank sagt, eine nationale Banklizenz werde es ihr ermöglichen, ihre Bankdienstleistungen erheblich auszuweiten. Dies schließe die Annahme von mehr Einlagen ein.
Wenn die neue Plattform in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 eingeführt wird, hofft die UBS, dass sie den Beratern helfen wird. Diese sollen die Bank als Komplettanbieter für die persönlichen und geschäftlichen Bedürfnisse der Kunden verkaufen können.
Die UBS hat ihr Vermögensverwaltungsgeschäft umstrukturiert und Ende 2024 ihren Wachstumsplan angekündigt. Dabei hat sie Karofsky, den bisherigen Top-Investmentbanker der UBS, berufen. Das Ziel ist ein Wachstum der Gewinnmarge von 15 Prozent.
Kontakt: redaktion.de@dowjones.com
DJG/DJN/uxd/cbr
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
Passende Produkte
| WKN | Long/Short | KO | Hebel | Laufzeit | Bid | Ask |
|---|
