Aktien Schweiz im globalen Verbund leichter
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DOW JONES--Der schweizerische Aktienmarkt ist am Donnerstag den europäischen Börsen nach unten gefolgt. Takktgeber der Entwicklung war einmal mehr der Ölpreis, der nach neuen Angriffen des Iran auf die Ölinfrastruktur der Nachbarländer wieder stieg. Zudem passierten weiterhin kaum noch Tanker die wichtige Seestraße von Hormus - der Iran soll offenbar damit begonnen haben, diese zu verminen. EU-Handelskommissar Dombrovskis soll laut Berichten gewarnt haben, dass ein dauerhafter Brent-Preis von 100 Dollar die Inflation in der Eurozone auf 3 Prozent treiben und das Wirtschaftswachstum um 0,4 Punkte senken werde. An den Märkten wurden daher vermehrt zwei Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank im laufenden Jahr eingepreist.
Die Sorgen machten auch in der Schweiz nicht Halt. Der SMI verlor 0,9 Prozent auf 12.842 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 13 Kursverlierer und 7 Gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 24,19 (zuvor: 23,63) Millionen Aktien. Belastet wurde der Leitindex auch durch optisch heftige Abgaben bei Roche - bedingt durch den Dividendenabschlag beim Pharmakonzern.
Bankaktien zählten europaweit zu den Schlusslichtern. Am Markt machten Meldungen über Marktturbulenzen bei privaten Kreditfonds in den USA die Runde. UBS gaben 2,1 Prozent nach. Dazu galt es auch Geschäftszahlen zu verarbeiten. So gaben Swiss Life 2,3 Prozent ab. Die Konsensschätzungen für die zukünftige Geschäftsentwicklung dürften sich nur geringfügig ändern, die Aktie könnte jedoch negativ auf die verfehlte Dividende und das Ergebnis des Solvenztests reagieren, urteilte JP Morgan.
Geberit verloren nach Zahlenvorlage 0,3 Prozent. Die Konsenserwartungen dürften sich kaum ändern, nachdem das Unternehmen für das vierte Quartal Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen und einen ebenfalls weitgehend erwarteten Ausblick veröffentlicht hatte, wie UBS-Analyst Patrick Rafaisz anmerkte. Allerdings boten die Zahlen des Sanitärausstatters Anlass für Gewinnmitnahmen.
Der Baustoffkonzern Holcim (-3,7%) baut seine Präsenz in Lateinamerika mit der Übernahme von Baustoffaktivitäten von Cemex in Kolumbien aus. Den Transaktionswert bezifferte Holcim mit 485 Millionen US-Dollar. Von den zugekauften Aktivitäten verspricht sich Holcim in diesem Jahr einen Nettoumsatz von rund 360 Millionen Dollar. Der Kurs litt aber in erster Linie an gestiegenen Energiekosten.
Unter den Nebenwerten schossen Accelleron um 11,8 Prozent nach Zahlenausweis nach oben - vor allem die Ausschüttungen kamen gut an. Geschäftsausweise gab es auch von Bachem (+7,7%), Polypeptide (+8,8%), Kardex (+8,4%), Santhera Pharmaceuticals (-7,2%) und Interroll (-1,8%). Berenberg stufte die Aktie von Also (-0,5%) ab.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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