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07:19 Uhr, 31.03.2026

Trump äußert Bereitschaft, Iran-Krieg ohne Hormus-Öffnung zu beenden

Von Alexander Ward und Meridith McGraw

DOW JONES--US-Präsident Trump hat seinen Beratern mitgeteilt, dass er bereit sei, die US-Militärkampagne gegen den Iran zu beenden, auch wenn die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibe. Dies sagten Vertreter der US-Regierung. Sollte es zu einem solchen Schritt kommen, dürfte sich die feste Kontrolle Teherans über die Wasserstraße verlängern, während sich eine komplexe Operation zu deren Wiedereröffnung auf einen späteren Zeitpunkt verschiebt.

In den vergangenen Tagen seien Trump und seine Berater zu dem Schluss gekommen, dass eine Mission zur gewaltsamen Öffnung des Engpasses den Konflikt über einen Zeitrahmen von vier bis sechs Wochen hinaus verlängern würde. Trump habe entschieden, dass die USA ihre Hauptziele erreichen sollten. Diese bestehen darin, die iranische Marine und deren Raketenbestände zu schwächen. Zudem sollen die aktuellen Feindseligkeiten zurückgefahren werden.

Gleichzeitig solle diplomatischer Druck auf Teheran ausgeübt werden, um den freien Handel wieder zu ermöglichen. Sollte dies scheitern, würde Washington seine Verbündeten in Europa und am Golf drängen, die Führung bei der Wiedereröffnung der Meerenge zu übernehmen, sagten die Regierungsvertreter.

Es gebe auch militärische Optionen, für die sich der US-Präsident entscheiden könnte. Diese seien jedoch nicht seine unmittelbare Priorität, sagten die Regierungsvertreter.

Im vergangenen Monat hat Trump öffentlich verschiedene Ansichten darüber geäußert, wie mit der Meerenge umzugehen sei. Seine Äußerungen sind Teil eines größeren Musters, bei dem er widersprüchliche Ziele und Zwecke des Krieges insgesamt angibt. Er hat zeitweise gedroht, zivile Energieinfrastruktur zu bombardieren, falls die Wasserstraße nicht bis zu einem bestimmten Datum wieder geöffnet wird. Bei anderen Gelegenheiten hat er die Bedeutung der Meerenge für die USA heruntergespielt und gesagt, ihre Schließung sei ein Problem, das andere Nationen lösen müssten.

Je länger die Meerenge jedoch geschlossen bleibt, desto mehr werden die Folgen die Weltwirtschaft belasten und die Gaspreise in die Höhe treiben. Mehrere Länder, darunter Verbündete der USA, leiden unter dem Rückgang der Versorgung mit Energie. Diese floss einst frei durch den Engpass. Branchen, die wie die Landwirtschaft auf Düngemittel oder die Halbleiterindustrie auf Helium für die Herstellung von Computerchips angewiesen sind, leiden unter dem entstandenen Engpass.

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