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09:00 Uhr, 31.03.2026

ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

Deutscher Einzelhandelsumsatz im Februar schwächer als erwartet

Der Umsatz im deutschen Einzelhandel ist im Februar schwächer als erwartet gewesen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, sank er gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen einen Anstieg um 0,3 Prozent prognostiziert. Zudem wurde der vorläufig für Januar gemeldete Rückgang von 1,0 auf 1,1 Prozent revidiert. Auf Jahressicht stieg der reale Umsatz im Februar um 0,7 (Januar: 1,0) Prozent.

Deutsche Importpreise im Februar erneut unter Vorjahresniveau

Die deutsche Wirtschaft ist bis Februar in der Summe keinem außenwirtschaftlichen Preisdruck ausgesetzt gewesen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stiegen die Importpreise zwar gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent, sie lagen aber wie schon im Dezember und Januar um 2,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Exportpreise sanken auf Jahressicht um 0,1 Prozent. Die Ergebnisse waren nach Aussagen der Statistiker noch nicht vom Krieg im Nahen Osten beeinflusst.

Chinas Einkaufsmanagerindex im März gestiegen

Die Stimmung in der chinesischen Industrie hat sich im März verbessert. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den verarbeitenden Sektor erhöhte sich auf 50,4 (Februar: 49,0), wie aus Daten der nationalen Statistikbehörde und der China Federation of Logistics & Purchasing (CFLP) hervorgeht. Damit beendete er zwei aufeinanderfolgende Monate der Kontraktion. Vom Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen Stand von 50,3 Punkten prognostiziert. Ein PMI-Stand über 50 deutet auf eine Expansion des Sektors hin, Werte darunter auf eine Schrumpfung. Auch in der Dienstleistungsbranche hat sich die Lage im März aufgehellt, wie der ebenfalls veröffentlichte Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor zeigte. Er stieg auf 50,1 (Vormonat: 49,5) Punkte.

Inflation im Großraum Tokio verlangsamt sich im März

Die Inflation im Großraum Tokio ist im März entgegen den Erwartungen etwas gesunken. Wie die Statistikbehörde mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise ohne frische Nahrungsmittel mit einer Jahresrate von 1,7 (Februar: 1,8) Prozent. Analysten hatten laut Konsensprognose des Datenanbieter Quick eine unveränderte Inflationsrate erwartet. Die Zahlen für Tokio gelten als Frühindikator für landesweite Trends.

Trump äußert Bereitschaft, Iran-Krieg ohne Hormus-Öffnung zu beenden

US-Präsident Trump hat seinen Beratern mitgeteilt, dass er bereit sei, die US-Militärkampagne gegen den Iran zu beenden, auch wenn die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibe. Dies sagten Vertreter der US-Regierung. Sollte es zu einem solchen Schritt kommen, dürfte sich die feste Kontrolle Teherans über die Wasserstraße verlängern, während sich eine komplexe Operation zu deren Wiedereröffnung auf einen späteren Zeitpunkt verschiebt. In den vergangenen Tagen seien Trump und seine Berater zu dem Schluss gekommen, dass eine Mission zur gewaltsamen Öffnung des Engpasses den Konflikt über einen Zeitrahmen von vier bis sechs Wochen hinaus verlängern würde. Trump habe entschieden, dass die USA ihre Hauptziele erreichen sollten. Diese bestehen darin, die iranische Marine und deren Raketenbestände zu schwächen. Zudem sollen die aktuellen Feindseligkeiten zurückgefahren werden.

Williams: Iran-Krieg wird Inflation weiter anheizen

Der Iran-Krieg wird nach Meinung eines ranghohen Vertreters der US-Notenbank in den kommenden Monaten wahrscheinlich die Inflation weiter anheizen. John Williams, Präsident der New Yorker Fed, deutete jedoch an, dass das aktuelle Leitzinsniveau der Federal Reserve Spielraum verschafft, zunächst abzuwarten, ob dieser Druck andauert. In einer Rede auf Staten Island in New York City erklärte Williams, dass der Konflikt im Nahen Osten "eine große Unsicherheit" geschaffen und bereits begonnen habe, die Preise nach oben zu treiben. Dieser Effekt wird sich Williams zufolge wahrscheinlich umkehren, sobald der Konflikt beendet ist. Er warnte jedoch, dass der andauernde Konflikt einen komplexen wirtschaftlichen Schock auslösen könne, der sowohl die Inflation weiter anheize als auch das Wirtschaftswachstum bremse.

GB/BIP 4Q +0,1% gg Vorquartal (vorläufig: +0,1%)

GB/BIP 4Q +1,0% gg Vorjahr (vorläufig: +1,0%)

GB/Leistungsbilanz 4Q Defizit 18,4 Mrd GBP

GB/Leistungsbilanz 4Q PROGNOSE Defizit 24,7 Mrd GBP

GB/Leistungsbilanz 3Q bestätigt mit Defizit 10,7 Mrd GBP

GB/Nationwide Hauspreisindex März +0,9% gg Vm; +2,2% gg Vj

GB/Nationwide Hauspreisindex PROG: unverändert gg Vm: +0,9% gg Vj

Japan/Einzelhandelsumsatz Feb -0,2% gg Vorjahr

Japan/Einzelhandelsumsatz Supermärkte Feb +1,8% gg Vj

Japan/Industrieproduktion Feb -2,1% (PROG: -2,0%) gg Vm

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

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