Analyse
09:15 Uhr, 02.07.2026

TRADE REPUBLIC greift FLATEXDEGIRO und Co an

Seit dem 1. Juli ist im europäischen Wertpapierhandel Schluss mit einer Praxis, die den Aufstieg der Neobroker erst möglich gemacht hat: Broker dürfen keine Rückvergütungen mehr dafür kassieren, dass sie Kundenorders an einen bestimmten Handelsplatz leiten.

Rechtsgrundlage ist Artikel 39a der Verordnung (EU) 2024/791 im Rahmen der MiFIR-Reform. Auch für Trade Republic, das wertvollste Fintech Deutschlands, fällt damit auf den ersten Blick eine wichtige Ertragssäule weg, die zeitweise rund ein Drittel der Erlöse lieferte, zuletzt lag der Wert bei 20 %. Mitgründer Christian Hecker antwortet mit einem radikalen Umbau: Der Berliner Neobroker wird künftig selbst zum Handelspartner seiner Kunden, und greift mit einem Profi-Angebot gezielt Wettbewerber wie FlatexDegiro an.

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