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18:52 Uhr, 04.04.2025

Thyssenkrupp Steel wird Liefervertrag mit HKM kündigen

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DOW JONES--Im Zuge der geplanten Verkleinerung von Produktionskapazitäten wird die Stahltochter von Thyssenkrupp ihren Abnahmevertrag mit den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) in Duisburg kündigen. Der Aufsichtsrat von Thyssenkrupp Steel Europe habe einem entsprechenden Antrag des Vorstands zugestimmt, teilte das Unternehmen mit. Durch die geplante Kündigung laufe die Abnahmeverpflichtung für rund 2,5 Millionen Tonnen Stahl jährlich bis spätestens zum Jahresende 2032 aus.

Unmittelbar habe die Kündigung keine Folgen für den Weiterbetrieb der HKM, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Belieferung der Anteilseigner mit Vormaterial sei bis auf Weiteres vollständig gewährleistet. Das Stahlunternehmen will seine Produktionskapazitäten langfristig von derzeit rund 11,5 Millionen Tonnen Stahl auf ein Versandziel von 8,7 bis 9 Millionen Tonnen reduzieren. "Daher ist die Trennung von der HKM für uns zwingend, um eine wettbewerbsfähige Kostenposition zu erreichen", sagte Thyssenkrupp-Steel-CEO Dennis Grimm.

Der geplante Verkauf der 50-prozentigen HKM-Beteiligung bleibe unabhängig von der Kündigung des Liefervertrages die bevorzugte Option, hieß es weiter. Man sei zu Gesprächen mit allen ernsthaften Interessenten bereit. Kürzlich waren Verkaufsverhandlungen mit dem Hamburger Investor CE Capital allerdings gescheitert. HKM beschäftigt rund 3.000 Mitarbeiter. Falls kein Käufer gefunden wird, soll das Unternehmen geschlossen werden.

Kontakt zum Autor: olaf.ridder@wsj.com

DJG/rio/cbr

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