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Kommentar
13:44 Uhr, 05.04.2025

Tether denkt über neuen und gesetzeskonformen Stablecoin nach

In Europa verboten, in den USA vermutlich bald auch: Tether will USDT trotzdem nicht ändern. Der Plan: ein zweiter und konformer Stablecoin.

  • Der Druck auf Tether wächst. In den USA wird bis Mai 2025 ein Stablecoin-Gesetz erwartet. Und USDT erfüllt die Auflagen nicht. Jetzt äußerte sich Tether-CEO Paolo Ardoino gegenüber Decrypt zum Sachverhalt.
  • Seine Lösung: ein zweiter und neuer Stablecoin, der die Auflagen erfüllt. “Wir glauben, dass USDT für Schwellenländer perfekt ist. Aber wir können einen Stablecoin für Zahlungen entwickeln, der für die USA funktioniert”, so Ardoino. “Wir brauchen zwei Produkte mit zwei unterschiedlichen Wertversprechen.”
  • In Europa haben viele große Kryptobörsen USDT nach Inkrafttreten der MiCA-Verordnung bereits aus dem Angebot genommen. In den USA droht nun das gleiche Schicksal.
  • 100 Tage nach der Amtseinführung von Donald Trump erwarten manche US-Politiker ein Stablecoin-Gesetz in den USA, also bis Mai 2025. Drei Entwürfe sind im Rennen. Der Favorit beider Parteien bisher: der GENIUS-Act, vorgeschlagen von Republikanern und Demokraten. Die dort enthaltenen Forderungen würde USDT nicht erfüllen.
  • Die wahrscheinliche Folge: ein Verbot, wie in Europa. Alles dazu lest ihr hier: Stablecoin-Krieg zwischen Tether und Circle: “Sie wollen uns vernichten”
  • Seit seiner Gründung im Jahr 2014 operiert Tether im rechtlichen Graubereich. Und das mit großem Erfolg: 144 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung vereint das Unternehmen auf sich, von einem Gesamtmarkt von 216 Milliarden US-Dollar, also mehr als die Hälfte. Vor allem in Schwellenländern und in Asien und Russland hat man den Markt fast komplett in der Hand.
  • Tether ist mittlerweile einer der größten Besitzer von US-Staatsanleihen auf der Welt, noch vor Deutschland. Einen mächtigen Fürsprecher hat das Unternehmen in Washington auch: Howard Lutnick, aktuell unter Donald Trump der Handelsminister. Er hielt mit seiner Investmentbank Cantor Fitzgerald über Jahre die US-Staatsanleihen, mit denen Tether einen Großteil seiner Reserve deckt. Nun führt sein Sohn die Geschäfte der Firma. Vorher arbeitete dieser bei Tether.
  • Ein erstes Einlenken von Tether bei den Forderungen der USA zeigte sich bereits: Am 3. März 2025, ernannte man einen neuen Chief Financial Officer, Simon McWilliams, der vorher einige erfolgreiche Hedgefunds aufgebaut hat. Seine Aufgabe: Tether endlich zu der gewünschten Transparenz verhelfen.

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