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21:38 Uhr, 07.08.2026

TAKE-TWO: GTA VI wirft seinen Schatten aufs neue Quartal

Konsole legt zu, Mobile schwächelt, und der Ausblick fürs zweite Quartal fällt schwach aus, weil erst GTA VI im November das Geschäft ankurbeln soll.

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Take-Two übertrifft im ersten Fiskalquartal 2027 die operative Steuerungsgröße Net Bookings knapp, während sich der GAAP-Nettoverlust ausweitet.

Take-Two meldet für das erste Fiskalquartal 2027 (per 30. Juni 2026) Net Bookings von 1,39 Mrd. USD, ein Rückgang um 3 % gegenüber dem Vorjahresquartal, aber leicht über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 1,36 Mrd. USD für diese operative Kennzahl. Der GAAP-Umsatz liegt bei 1,53 Mrd. USD und damit 2 % über dem Vorjahresquartal. Unter dem Strich weist das Unternehmen einen GAAP-Nettoverlust von 34,1 Mio. USD aus, beziehungsweise ein Minus von 0,18 USD je Aktie, nach einem Verlust von 11,9 Mio. USD beziehungsweise 0,07 USD im Vorjahresquartal.

Der ausgeweitete Verlust hat einen konkreten Grund: Im Kostenblock steckt eine Wertminderung von 43,4 Mio. USD, weil Take-Two die Weiterentwicklung eines unangekündigten Titels eines Drittentwicklers gestoppt hat. Ohne diesen Einmaleffekt wäre der operative Rückgang deutlich moderater ausgefallen. Die Zahlen zeigen damit ein Unternehmen, das operativ stabil bis leicht rückläufig läuft, während ein einzelner Pipeline-Entscheid die Gewinnzahlen belastet, ohne dass sich daraus ein struktureller Trend ablesen lässt.

Mobile schwächelt, Konsole zieht das Wachstum

Bei den Net Bookings nach Plattform zeigt sich eine klare Verschiebung: Der Konsolen-Beitrag steigt von 474,4 Mio. auf 525,2 Mio. USD und wächst damit von 33 % auf 38 % des Mixes, während Mobile von 792,8 Mio. auf 739,5 Mio. USD zurückfällt und seinen Anteil von 56 % auf 53 % verringert. Getragen wird das Konsolengeschäft von Titeln wie NBA 2K und der Grand-Theft-Auto-Serie, während im Mobile-Segment Titel wie Toon Blast und Match Factory! die größten Beiträge liefern. Die Verschiebung deutet darauf hin, dass das margenstärkere Konsolengeschäft aktuell der verlässlichere Wachstumstreiber ist, während der Mobile-Bereich mit rückläufigen Beiträgen zu kämpfen hat.

TAKE TWO INTERACTIVE SOFTWARE INC: Umsatz- und Gewinnentwicklung der letzten Quartale

Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)

Ausblick

Take-Two bestätigt die Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2027 unverändert bei Net Bookings von 8,0 bis 8,2 Mrd. USD und einem GAAP-Umsatz von 7,9 bis 8,1 Mrd. USD, das verwässerte EPS soll zwischen 0,55 und 0,75 USD liegen. Für das laufende zweite Fiskalquartal gibt das Unternehmen erstmals eine Prognose ab: Net Bookings von 1,62 bis 1,67 Mrd. USD und ein GAAP-Umsatz von 1,42 bis 1,47 Mrd. USD, dabei rechnet Take-Two mit einem Nettoverlust von 140 bis 157 Mio. USD. Die implizite Wachstumsrate der Umsatzprognose (Mittelwert 1,445 Mrd. USD) fällt gegenüber dem Vorjahresquartal auf minus 18,5 %, nach zuletzt plus 2 % im abgelaufenen Quartal, und liegt damit rund 17,4 % unter dem Analystenkonsens von 1,75 Mrd. USD für dasselbe Quartal. Das ist eine deutliche Verlangsamung, kein Ausrutscher: Das Unternehmen begründet sie mit fehlenden großen Neuveröffentlichungen im Quartal, während NBA 2K27 erst am 4. September erscheint und der eigentliche Katalysator, Grand Theft Auto VI, erst am 19. November an den Start geht.

Die Bestätigung der Jahresprognose trägt also vor allem, weil das gesamte zweite Halbjahr auf einen einzigen Termin zuläuft. CEO Strauss Zelnick verweist explizit auf die "Aufregung um den 19. November" und stellt die Erwartung in den Raum, das neue Umsatzniveau danach dauerhaft zu halten. Das ist eine nachvollziehbare Erzählung, macht die Guidance aber auch anfällig: Ein einziges verschobenes Datum würde die gesamte Jahresrechnung ins Wanken bringen.

Kennzahlen im Überblick

Kennzahl 2026 2027e 2028e
Umsatz 6,66 Mrd. USD 8,53 Mrd. USD 9,16 Mrd. USD
EPS -1,62 USD 6,78 USD 9,99 USD

*e = erwartet (Analystenkonsens, bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Basis); Ist-Jahr 2026 wie berichtet (GAAP)

Fazit: Die Net Bookings übertreffen den Konsens nur knapp, während sich der GAAP-Verlust ausweitet und die Prognose für das laufende Quartal deutlich unter dem Analystenkonsens liegt. Positiv fällt die Verschiebung hin zum margenstärkeren Konsolengeschäft auf, negativ schlägt die auf minus 18,5 % einbrechende implizite Wachstumsrate für das zweite Quartal zu Buche, wobei diese Schwäche fast ausschließlich mit dem fehlenden Titel-Nachschub vor dem Start von GTA VI erklärt wird. Die Aktie bleibt damit im Kern eine Wette auf einen einzigen Termin im November, an der operativen Entwicklung bis dahin dürfte sich kaum etwas ändern.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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