Taiwan verschärft Krypto-Regeln: Jetzt drohen bis zu 10 Jahre Haft und Millionenstrafen
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Taiwan treibt die Regulierung digitaler Vermögenswerte weiter voran. Das Parlament hat das “Gesetz über virtuelle Vermögensdienstleistungen“ verabschiedet und damit einen umfassenden Rechtsrahmen für die Krypto-Industrie geschaffen. Der Gesetzentwurf wurde an Präsident Lai Ching-te übergeben, der ihn voraussichtlich innerhalb von zehn Tagen unterzeichnen wird. Anschließend legt das Kabinett den Zeitpunkt des Inkrafttretens fest.
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Mit dem neuen Gesetz erhalten Krypto-Börsen und andere Anbieter virtueller Vermögenswerte deutlich strengere Vorgaben. Künftig benötigen sie vor der Aufnahme ihrer Geschäftstätigkeit eine Genehmigung der Finanzaufsichtsbehörde FSC. Zudem schreibt das Gesetz höhere Anforderungen an die Cybersicherheit, die Trennung von Kundengeldern sowie interne Kontrollsysteme vor.
Taiwan verschärft die Krypto-Regulierung
Für bereits registrierte Anbieter gelten Übergangsfristen. Unternehmen, die ihre Geldwäsche-Registrierung bereits abgeschlossen haben, erhalten zwölf Monate Zeit, um eine Lizenz zu beantragen. Innerhalb von 21 Monaten müssen sie anschließend die vollständige Genehmigung der Finanzaufsicht sowie weitere erforderliche Lizenzen vorweisen.
Auch für Stablecoins gelten künftig strengere Anforderungen. Unternehmen, die entsprechende Token ausgeben oder verwalten möchten, benötigen sowohl die Zustimmung der Zentralbank als auch der Finanzaufsicht. Zudem schreibt das Gesetz eine vollständige Reservedeckung der ausgegebenen Stablecoins vor.
Wer ohne Genehmigung Dienstleistungen rund um Kryptowährungen oder Stablecoins anbietet, muss mit Freiheitsstrafen von bis zu sieben Jahren sowie Geldstrafen von bis zu 3,14 Millionen US-Dollar rechnen. Für Marktmanipulation oder Betrug sieht das Gesetz sogar Haftstrafen zwischen drei und zehn Jahren sowie Geldstrafen von bis zu 6,28 Millionen US-Dollar vor.
Mit dem neuen Rechtsrahmen zählt Taiwan zu den Staaten, die ihre Krypto-Regulierung deutlich ausbauen. Ziel der Regierung ist es, den Anlegerschutz zu stärken, klare Standards für die Branche zu schaffen und gleichzeitig gegen illegale Anbieter konsequenter vorzugehen.
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