T-MOBILE US: 34 Prozent mehr Gewinn je Aktie – mehr Kunden kündigen
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Bei T-Mobile US wächst der Gewinn je Aktie dank höherer Erlöse je Kundenkonto und milliardenschwerer Aktienrückkäufe mehr als viermal so schnell wie der Umsatz. Die Kundenbasis hält nicht ganz Schritt: Die Kündigungsrate steigt, während die angehobene Jahresprognose eher eine Präzisierung als ein Sprung ist.
| ✦ Auf einen Blick |
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• Der Umsatz steigt um 7,4 % auf 23,58 Mrd. USD und liegt über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 23,15 Mrd. USD. • Das verwässerte EPS nach GAAP steigt von 2,41 USD auf 3,22 USD, der Nettogewinn wächst um 27 % auf 3,46 Mrd. USD. • Die monatliche Kündigungsrate je Postpaid-Konto steigt von 0,97 % auf 1,09 %, die Nettozugänge sinken von 396.000 auf 274.000 Konten. • Die Jahresprognose für das bereinigte Kern-EBITDA liegt nun bei 37,35 bis 37,45 Mrd. USD, die für den bereinigten Free Cashflow bei 18,7 bis 18,8 Mrd. USD. • Der bereinigte Free Cashflow wächst um 5 % auf 5,1 Mrd. USD bei um 14 % geringeren Investitionen von 2,3 Mrd. USD. |
Der Mobilfunkkonzern steigert den Umsatz im dritten Quartal um 7,4 % gegenüber dem Vorjahr auf 23,58 Mrd. USD und übertrifft damit die durchschnittliche Analystenschätzung von 23,15 Mrd. USD. Das Plus kommt vor allem aus dem Vertragskundengeschäft: Die Postpaid-Serviceumsätze legen um 9 % auf 16,3 Mrd. USD zu, während die gesamten Serviceumsätze mit 6 % auf 19,4 Mrd. USD langsamer wachsen.
Beim Ergebnis greift der Hebel stärker. Das bereinigte Kern-EBITDA (Core Adjusted EBITDA), an dem das Management die Geschäftsentwicklung misst, steigt um 11 % auf 9,62 Mrd. USD, der Nettogewinn um 27 % auf 3,46 Mrd. USD. Das verwässerte EPS nach GAAP erhöht sich von 2,41 auf 3,22 USD und liegt damit über dem üblicherweise auf bereinigter Basis ermittelten Konsens von 2,89 USD. Die beiden Größen sind allerdings nur eingeschränkt vergleichbar. Dass der Gewinn je Aktie schneller wächst als der Nettogewinn, liegt an der sinkenden Aktienzahl: Allein im dritten Quartal kauft T-Mobile für 2,4 Mrd. USD eigene Aktien zurück. In einer ersten vorbörslichen Indikation notiert die Aktie rund 1 % höher.
Die Ertragskraft wächst damit deutlich schneller als das Geschäft selbst. Das spricht für Spielraum bei den Preisen und für Kostendisziplin.
Kennzahlen des Quartals im Überblick: Ergebnis, Umsatz und Umsatzverteilung von T-Mobile US, Inc.. (Quelle: Unternehmensangaben)
Mehr Umsatz je Konto, weniger neue Konten
Der durchschnittliche Umsatz je Vertragskonto (ARPA) steigt um 4 % auf 155,73 USD, die Zahl der Postpaid-Konten um 3 % auf 35,0 Mio. Bei den Neukunden lässt das Tempo dagegen nach: Netto gewinnt T-Mobile 274.000 Konten hinzu, deutlich weniger als die 396.000 im Vorjahresquartal. Gleichzeitig steigt die monatliche Kündigungsrate je Konto von 0,97 % auf 1,09 %, nach 0,99 % im Vorquartal.
Das Wachstum hängt damit immer stärker von höheren Zahlungen der Bestandskunden ab und immer weniger von neuen Kunden. Das geht gut, solange die Kunden die höheren Rechnungen akzeptieren. Die steigende Kündigungsrate ist der erste belegte Hinweis darauf, dass das nicht mehr ganz reibungslos läuft. CEO Srini Gopalan lässt sich davon nicht beirren: Er sieht im Mobilfunk, im Breitband und in angrenzenden Feldern noch viel Raum für Wachstum und meint, man stehe erst am Anfang.
Der Cashflow-Zuwachs kommt aus dem Investitionsbudget
Der operative Cashflow sinkt um 2 % auf 7,3 Mrd. USD. Der bereinigte Free Cashflow legt dennoch um 5 % auf 5,1 Mrd. USD zu, weil die Investitionen um 14 % auf 2,3 Mrd. USD zurückgehen. Über Rückkäufe und Dividenden fließen im Quartal 3,5 Mrd. USD an die Aktionäre. Die Ausschüttungen sind gedeckt, doch das Plus beim Free Cashflow steht auf einer schmaleren Basis, als die Wachstumsrate vermuten lässt.
Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)
Ausblick
Die Anhebung der Prognose fällt bescheiden aus. Für das bereinigte Kern-EBITDA erwartet T-Mobile nun 37,35 bis 37,45 Mrd. USD statt 37,1 bis 37,5 Mrd. USD. Die Mitte steigt damit um 100 Mio. USD, während das obere Ende leicht sinkt. Beim bereinigten Free Cashflow rückt die Spanne von 18,4 bis 18,8 auf 18,7 bis 18,8 Mrd. USD. Bei den Nettozugängen bestätigt der Konzern mit rund 1,0 Mio. Konten lediglich die Mitte des bisherigen Korridors. Entlastung kommt von der Steuerquote, die nun bei 24 % bis 25 % statt 25 % bis 26 % liegen soll.
Aus der Jahresspanne ergibt sich rechnerisch für das vierte Quartal ein bereinigtes Kern-EBITDA unter dem gerade erreichten Niveau. Dieses saisonale Muster zeigte sich bereits 2025. Schwerer wiegt, dass sich das Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahresquartal seit dem Schlussquartal 2025 von 11,3 % auf nun 7,4 % verlangsamt hat. T-Mobile verringert mit der neuen Prognose vor allem die Unsicherheit, stellt aber keine Beschleunigung in Aussicht.
Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | 2025 | 2026e | 2027e |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 88,31 Mrd. USD | 94,37 Mrd. USD | 98,52 Mrd. USD |
| EPS | 9,89 USD | 10,92 USD | 13,98 USD |
*e = erwartet (Analystenkonsens, bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Basis); Ist-Jahr 2025 bereinigt (Summe der Quartale)
Fazit: Höhere Erlöse je Kundenkonto, geringere Investitionen und Rückkäufe ermöglichen T-Mobile US 34 % mehr Gewinn je Aktie; auch der Umsatz liegt über den Erwartungen. Dem stehen eine steigende Kündigungsrate, deutlich weniger neue Vertragskonten und ein langsameres Umsatzwachstum gegenüber. Die angehobene Prognose wirkt deshalb eher wie eine Feinjustierung als wie ein Aufbruch. Das erwartete Gewinnplus von 28 % für 2027 drückt das KGV auf Basis der Analystenschätzungen von 13,4 für 2026 auf 10,5 und stützt damit die weiterhin freundliche Tendenz für die Aktie. Im Schlussquartal wird die Kündigungsrate zum Prüfstein.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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