Analyse
14:00 Uhr, 19.10.2026

Starshield-Drosselung hilft EUTELSAT-Aktie

Nach der Drosselung des US-Militärnetzes Starshield in der Ukraine spekulieren einige u.a. auf Eutelsat als europäische Antwort. In Brüssel verspricht man Tempo bei Satelliten und Fusionen. Die Kapazität des französischen Betreibers ist jedoch knapp, und das EU-Netz IRIS² startet frühestens 2029.

In der Nacht zum 14. Oktober rissen bei ukrainischen Drohneneinheiten die Satellitenverbindungen ab. Betroffen waren Terminals von Starshield, der militärischen Variante von Starlink, die SpaceX für die US-Regierung bereitstellt. Je nach Gerät brach die Verbindung ab, sobald es sich schneller als etwa 72 bis 161 km/h bewegte. Das störte Einsätze von Abfang- und Mittelstreckendrohnen ebenso massiv wie Aufklärungs- und Logistikflüge. Eine Vorwarnung erhielt die ukrainische Armee nach Angaben des Verteidigungsministeriums nicht.

Die Aktie von Eutelsat, Eigentümer des Satellitennetzes OneWeb, stieg am selben Tag um 23 % an. Das war der größte Tagesgewinn seit 16 Monaten. Verändert der politische Schock das Geschäft von Eutelsat tatsächlich, oder handelt der Markt wieder mal nur eine Hoffnung ?

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