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Kommentar
09:00 Uhr, 23.06.2026

Starmer gibt dem Druck nach

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Burnham will Premier werden

Gleich zum Wochenbeginn erklärte der britische Premierminister Keir Starmer, dass er zurücktreten werde. Damit gab er dem zunehmenden Druck aus seiner Labour-Partei nach. Der Schritt stellte somit keine große Überraschung dar. Bis zum Ende der parlamentarischen Sommerpause im September soll ein Nachfolger feststehen. Dieser wird der siebte Regierungschef des Vereinigten Königreichs seit dem Brexit-Referendum im Juni 2016 sein. Andy Burnham ist der klare Favorit für die Nachfolge Starmers als Partei- und Regierungschef. Burnham gilt als gemäßigt-links und fordert stärkere staatliche Eingriffe. Inwieweit er die Labour-Partei weiter nach links führen wird, bleibt abzuwarten. Die Anleger richten ihr Augenmerk darauf, welche Auswirkungen ein neuer Premier auf die ohnehin angespannten Staatsfinanzen haben wird und wen dieser als Schatzkanzler ernennen könnte, falls Rachel Reeves entlassen wird. Wes Streeting, der als ein Befürworter fiskalischer Disziplin gilt, wurde bereits als Nachfolger gehandelt. Er hatte gestern auf eine Gegenkandidatur als neuer Premier verzichtet und seine Unterstützung für Burnham verkündet. Dies spricht für einen geordneten Übergang. Die Renditen 10-jähriger britischer Staatsanleihen fielen gestern Vormittag zeitweise unter die Marke von 4,80 %. Damit sind die Renditen aber immer noch hoch und spiegeln das anhaltende Misstrauen der Finanzmärkte gegenüber der britischen Fiskalpolitik wider. Das Pfund legte gegenüber dem Euro und dem US-Dollar zu.

Ermutigende Signale aus der Schweiz

Der Stand der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran werden an den Finanzmärkten weiter aufmerksam verfolgt. Dabei gab es zum Wochenbeginn ermutigende Meldungen vom Verhandlungsort in der Schweiz. Die USA haben nach den ersten Gesprächen die Sanktionen gegen den Iran ab Montag für 60 Tage gelockert. Regierungsvertreter sprachen von einer anhaltenden Kampfpause im Libanon. Zudem nahm der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus gestern an Fahrt auf. Die Notierungen für Rohöl der Nordseesorte Brent sanken angesichts der Nachrichtenlage zum Wochenbeginn unter die Marke von 80 US-Dollar je Fass. Die Lage bleibt aber sehr fragil und wird im Fokus der Märkte bleiben.

Heute Einkaufsmanagerindizes

Die Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes gibt heute einen Einblick in die konjunkturelle Stimmung der Unternehmen in Deutschland und dem Euroraum. Wir erwarten, dass die Indikatoren für das verarbeitende Gewerbe im Expansionsbereich über 50 Punkten verharren. Für den Dienstleistungssektor dürften die Einkaufsmanagerindizes dagegen unterhalb der Expansionsschwelle bleiben.

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