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08:40 Uhr, 04.08.2026

Bekannte Muster am Persischen Golf

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Bekannte Muster am Persischen Golf

Widersprüchliche Signale der USA und des Iran über den Stand der Gespräche verstärkten am Dienstag die Unsicherheit. US-Präsident Trump sagte am Montag, die Gespräche seien im Gange und warnte vor einer „letzten Chance“ für Teheran, ein gutes Abkommen zu unterzeichnen. Der Iran dementierte, dass Verhandlungen geplant seien. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge von Hormus blieb schleppend. Die Ereignisse folgen dem bekannten Muster: Trump droht mit militärischen Aktionen, um später diplomatische Kontakte als Grund für einen Rückzieher anzuführen. Der Iran hat jedoch seit Anfang Juli öffentlich Verhandlungen mit Washington abgelehnt. Gleichwohl stiegen die Aktienkurse. Brent Öl notierte zuletzt bei 85 USD/Fass.

Koordinierte Yen-Stützung

Die BoJ hatte zuletzt gemeinsam mit der US-Fed am Devisenmarkt eingegriffen, um den Yen zu stützen. Die Aktion war zunächst erfolgreicher als vorherige Eingriffe der BoJ ohne Unterstützung. Offenbar sprangen deutlich mehr Akteure am Devisenmarkt auf den Zug auf und haben so die Bewegung verstärkt. US-Finanzminister Bessent erklärte, die USA würden die BoJ weiterhin unterstützen. Die USA möchten über einen stärkeren Yen das US-Handelsdefizit mit Japan verringern. Das Bekenntnis der USA zu weiteren Interventionen ist u.E. aufgrund der ambivalenten Interessenlage der USA aber nicht allzu glaubwürdig. Denn gleichzeitig fürchtet man in den USA zunehmend einen Preisanstieg u.a. infolge eines zur Schwäche neigenden USD. Die Wirkung der Interventionen am Devisenmarkt dürfte wohl bald nachlassen und dann wieder korrigiert werden, wenn keine weiteren Maßnahmen folgen. Die Unterstützung der US-Fed ändert nicht die Rahmendaten, die zur Yen-Schwäche führten. Wir rechnen daher mit einer Zinserhöhung in Japan im Herbst. Und das dürfte nicht das Ende des dortigen Zinserhöhungszyklus sein. Die Bereitschaft der US-Fed, bei der Yen-Stützung zu helfen, erhöht nun zusätzlich den Druck auf die BoJ, mehr für den Yen zu tun. Ein weiterer Zinsschritt 2027 wird damit umso wahrscheinlicher.

US-Handelsdefizit bleibt hoch

Passend zur Intention der USA, ihr Handelsdefizit zu senken, wird heute die US-Handelsbilanz für Juni veröffentlicht. Mit geschätzt -73 Mrd. USD dürfte das Defizit weiterhin hoch ausfallen, allerdings etwas geringer als im Vormonat (-77,6 Mrd. USD). Trump war einmal angetreten, um das Handelsdefizit zu eliminieren. Die US-Regierung sorgt sich inzwischen aber mehr um den Preisanstieg aufgrund steigender Importpreise (Gründe: Zölle, hohe Energiepreise, schwacher USD, ... ) als um die Handelsbilanz.

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