Wende am Golf schickt Ölpreis auf Talfahrt
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Trump sagt Militärschlag ab - Ölpreis bricht ein
Am Wochenende hat sich die Lage am Persischen Golf überraschend entspannt: Präsident Trump sagte einen geplanten Großangriff auf den Iran ab, nachdem Saudi-Arabien und weitere Golfstaaten auf Zurückhaltung gedrängt hatten. Neue US-Iran-Gespräche beginnen heute Nachmittag. Die Ölmärkte reagierten prompt: Brent brach um gut 7% auf rund 84 USD je Barrel ein, WTI verlor fast 5%. Verstärkt wurde die Bewegung durch eine zusätzliche OPEC+-Förderquotenerhöhung um 188.000 Barrel pro Tag, mit der die 2023 beschlossenen Kürzungen vollständig zurückgenommen werden. Ein nachhaltiger Rückgang der Ölpreise würde den globalen Inflationsdruck spürbar mindern.
Erste koordinierte Dollar-Intervention seit 15 Jahren
Für zusätzliche Bewegung sorgte eine historische geldpolitische Aktion: Die USA und Japan griffen erstmals seit 15 Jahren gemeinsam am Devisenmarkt ein, um den Yen zu stützen. USD/JPY fiel zeitweise bis auf 155,23, notiert aktuell bei rund 156,50. Bemerkenswert: Das US-Finanzministerium finanzierte die Yen-Käufe über die New York Fed mit Euro statt mit Dollar, um die eigene Politik des starken Dollars nicht zu konterkarieren. Sowohl US-Finanzminister Bessent als auch die japanische Finanzministerin Katayama stellten weitere Interventionen in Aussicht. Die Terminmärkte reagierten umgehend: Eine weitere BoJ-Zinserhöhung im September oder Oktober wird nun mit rund 90% eingepreist.
Woche mit Blick auf US-Arbeitsmarkt
Der heutige Datenkalender wird vom ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe dominiert. Die jüngsten regionalen US-Frühindikatoren deuten darauf hin, dass der Index im Juli zugelegt haben dürfte. Das Highlight der Woche in Form des US-Arbeitsmarktberichts für Juli steht erst zum Wochenausklang auf der Agenda: Die bis dato verfügbaren Stimmungsindikatoren lassen auf einen robusten Stellenaufbau schließen. Auf mikroökonomischer Seite steht unverändert die laufende Berichtssaison im Fokus. Heute dürften die Blicke in erster Linie auf die Schwergewichte Berkshire Hathaway und Palantir gerichtet sein. Mit Spannung werden morgen die ersten Quartalszahlen von SpaceX nach dem Börsengang erwartet.
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