Kommentar
16:00 Uhr, 06.06.2026

SpaceX-IPO: Wie du vor Börsenstart an Aktien kommst

Der größte IPO der Geschichte soll der Börsengang von SpaceX werden, aber wie kann man schon vorher mitmachen? Das zeigt BTC-ECHO.

Freitag, der 12. Juni, wird alles andere als ein normaler Handelstag. Wenn am Morgen an der Technologiebörse Nasdaq die berühmte Opening Bell läutet, werden die Blicke auf einen prominenten Neuling gerichtet sein: SpaceX. Der Börsengang des Raumfahrtunternehmens von Elon Musk wird seit Monaten mit Hochspannung erwartet. Immerhin könnte es das teuerste IPO der Geschichte werden und SpaceX (Kürzel: SPCX) direkt zu einer der wertvollsten Firmen des Planeten machen.

Entsprechend scharren nicht nur die Bullen an der Wall Street mit den Hufen, sondern wohl auch der ein oder andere Privatanleger in Deutschland. Für Letztere gibt es nun gute Nachrichten, denn trotz eines riesigen Ansturms gibt es die Chance, sich bereits vor dem eigentlichen Börsengang SpaceX-Aktien zu sichern oder auf die Wertentwicklung zu setzen. BTC-ECHO zeigt wie.

So kommst du an SpaceX-Aktien

Manche Börsen und Broker bieten Privatanlegern die Möglichkeit, vorab Aktien zu reservieren. “Zeichnen” nennt sich das im Fachjargon. In Deutschland wird das wohl über Trade Republic möglich sein. Die Neobank hatte ihre Kunden bereits am Donnerstag in einer Mitteilung darüber informiert, beim geplanten SpaceX-Börsengang als Partner dabei zu sein.

Wer mitmachen will, braucht ein Depot sowie ausreichend Geld auf dem Verrechnungskonto. Ist das gegeben, kann über die App am 11. Juni, einem Tag vor dem IPO, Interesse hinterlegt werden.

Lest auch

Weit mehr als Tesla Neue Offenlegung vor IPO: SpaceX hält deutlich mehr Bitcoin als gedacht

Aber Achtung: Eine Zeichnung ist nicht gleichzusetzen mit einer Garantie auf die Aktie. Durch den erwarteten Andrang, kann es vorkommen, dass Anleger nur einen Teil der reservierten Menge bekommen – oder komplett leer ausgehen.

Eine weitere Möglichkeit bietet der Sekundärmarkt. Hier bieten Investoren, die schon früh bei SpaceX eingestiegen sind, ihre Aktien zum Kauf an. Das Geld fließt dann an sie und nicht an das Raumfahrtunternehmen.

Die Methode bietet aber zwei größere Nachteile. Zum einen unterliegen die Aktien einer Sperrfrist (sogenanntes Lock-up), innerhalb derer die Wertpapiere nach dem IPO nicht veräußert werden dürfen. Zum anderen ist der Sekundärmarkt eher ein Anlaufpunkt für vermögende Investoren. Denn oft gibt es Mindestvolumen, die zwischen 50.000 und 100.000 US-Dollar liegen.

Die allermeisten Anleger werden sich jedoch bis nach dem Börsengang gedulden müssen. Spätestens dann dürften die meisten Börsen und Broker SpaceX auf ihren Plattformen zum Kauf anbieten.

Empfohlenes Video

Bitcoin-Crash durch SpaceX und Anthropic? So gefährlich ist die IPO-Welle

So kannst du auch ohne Aktien auf SpaceX wetten

Wer bis dahin nicht warten will, kann sein Glück auch an den Futuresmärkten versuchen. Denn manche Anbieter wie die Krypto-Börse Coinbase ermöglichen vorab den Einstieg in SpaceX über Pre-IPO Futures. Damit können berechtigte Anleger schon vor Börsenstart auf die Wertentwicklung des Unternehmens setzen – mit bis zu fünffachem Hebel.

Wer die Finanzprodukte kaufen will, sollte sich über die Risiken im Klaren sein. Denn es gibt nicht nur keine Stimmrechte oder echten Firmenanteile, auch die Wahrscheinlichkeit einer Liquidation ist höher. Das liegt nicht zuletzt an der geringeren Liquidität privater Plattformen. So sorgte vor kurzem ein Flash Crash eines SpaceX-Kontrakts auf Hyperliquid dafür, dass 1,5 Millionen US-Dollar in nur 30 Minuten liquidiert wurden.

Lohnt sich die Aktie?

Der Hype um SpaceX ist riesig. Kein Wunder, schließlich will das Unternehmen SciFi-Träume Wirklichkeit werden lassen: von der Energiegewinnung im Weltall, über Datenzentren im Orbit, bis hin zur Kolonisierung des Mars.

Wohl auch deshalb erwarten nicht wenige den teuersten IPO der Geschichte. SpaceX strebt einen Kurswert von 135 US-Dollar pro Aktie an. Das würde die Unternehmensbewertung auf stolze 1,8 Billionen US-Dollar bringen – und unter Analysten hohe Erwartungen wecken. Erwartungen, die Elon Musks Raketenfirma wohl nur schwer wird erfüllen können. Denn die Bewertung von SpaceX entspricht in etwa dem 100-fachen des Umsatzes aus dem Jahr 2025.

Hinzu kommen hohe Kosten. SpaceX schreibt große Verluste, fast 5 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr. Aus den drei Unternehmensparten Space (Raumfahrt), KI (xAI) und Connectivity (Starlink) war nur letztere profitabel. Der größte Kostentreiber ist KI. Hier hat SpaceX die Ausgaben im letzten Jahr nochmal mehr als verdoppelt, auf 12,7 Milliarden US-Dollar.

Der Verkaufsdruck dürfte bei der Aktie nach dem Q2-Bericht steigen. Dann endet nämlich die Lock-up-Periode für rund 20 Prozent der Early-Investoren. Hinzu kommen weitere 10 Prozent, wenn die Aktie fünf von 10 Tagen mindestens 30 Prozent über dem IPO-Kurs handelt. Weitere 7 Prozent werden zwischen 70 und 135 Tagen freigegeben. Wichtig hierbei: Die Anteile von Elon Musk zählen nicht dazu, weil die einer längeren Sperrfrist unterliegen.

Kursstützend dürfte sich hingegen die Aufnahme der Aktie in verschiedene ETFs auswirken. Der Technologieindex Nasdaq100 hatte etwa extra Regeln angepasst, um SpaceX schneller integrieren zu können. Zurückhaltender gab sich der SP500. Hier dürfte das Raumfahrtunternehmen wahrscheinlich erst nach zwölf Monaten aufgenommen werden.

So oder so ist aber klar: der SpaceX-IPO wird Geschichte schreiben. Ob der Kurs, dann auch wie die Raketen des Unternehmens zum Mond schießen wird, bleibt allerdings abzuwarten.

Du willst auch die Artikel mit dem + lesen? Dann hol Dir BTC-ECHO Plus+

Mit Deinem Abo bekommst Du:

  • Unbegrenzten Zugang zu allen Inhalten
  • Exklusive Artikel, Interviews & Analysen
  • Detaillierte Reports & Hintergrundberichte
  • Technische Chartanalyse & Kursziele

Es sollen noch mehr Vorteile sein? Via Web und App hast Du geräteübergreifend Zugriff auf alle Beiträge. Damit verschaffen wir Dir ein optimales Lesevergnügen und du bleibst jederzeit flexibel.

Werde jetzt BTC-ECHO Plus+ Mitglied!