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10:03 Uhr, 02.03.2026

S&P Global: Deutsche Industrie zeigt im Februar Stärke

DJ S&P Global: Deutsche Industrie zeigt im Februar Stärke

FRANKFURT (Dow Jones) - Die Aktivität in der deutschen Industrie ist im Februar stärker als im Vormonat gewachsen. Der von S&P Global in diesem Sektor erhobene Einkaufsmanagerindex stieg in zweiter Veröffentlichung auf 50,9 von 49,1 Punkten im Januar. In erster Veröffentlichung war ein Wert von 50,7 ermittelt worden. Ab 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung.

Einkaufsmanagerindex landete damit zum ersten Mal seit mehr als dreieinhalb Jahren wieder in der Wachstumszone, maßgeblich angetrieben von einem stärkeren Anstieg sowohl bei der Produktion als auch den Neuaufträgen. Auch die langsameren Rückgänge bei der Beschäftigung und den Vormateriallagern hatten einen positiven Einfluss. Beim Geschäftsausblick setzte sich der Aufwärtstrend fort, sodass dieser den höchsten Stand seit Februar 2022 erreichte.

Obwohl es in der Industrie erneut zu Stellenstreichungen kam, die meist mit Umstrukturierungsmaßnahmen und Bemühungen zur Produktivitätssteigerung begründet wurden, war das jüngste Minus das geringfügigste seit sieben Monaten. Der langsamere Jobabbau ging einher mit ersten Anzeichen von Kapazitätsengpässen, da die Auftragsbestände erstmals seit Mai 2022 wieder stiegen, obgleich nur marginal.

Die Einkaufspreise stiegen zum dritten Mal in Folge und mit der stärksten Rate seit Dezember 2022 an. Laut Befragten war dafür neben höheren Rohstoffpreisen (insbesondere Metalle und Elektronik), Energiekosten, Lohnsteigerungen auch der CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) verantwortlich. Der zunehmende Kostendruck veranlasste einige Hersteller, ihre Verkaufspreise erstmals seit Oktober letzten Jahres anzuheben. Die Inflationsrate war zwar nur moderat und lag unter dem langjährigen Durchschnitt, dennoch war es erst das dritte Mal in gut zweieinhalb Jahren, dass die Erzeugerpreise stiegen.

Schließlich zeigen die Umfrageergebnisse, dass sich die Geschäftsaussichten den vierten Monat hintereinander verbessert und den höchsten Stand seit Februar 2022 erreicht haben. So äußerten sich viele Unternehmen optimistisch hinsichtlich der allgemeinen Marktlage und der Entwicklung neuer Produkte.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/hab/cbr

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