Analyse
21:33 Uhr, 30.10.2026

Seit Tagen Gerüchte, dass einige Hedgefonds zwangsliquidiert werden

Institutionelle Market Maker riechen das Blut im Wasser, wenn ein großer Fonds liquidiert werden muss. Sie ziehen ihre Bids zurück, wodurch Aktien ohne neue fundamentale Nachrichten plötzlich wie ein Stein durch charttechnische Unterstützungen fallen.

Obwohl Prime Broker (wie Goldman Sachs, Morgan Stanley oder JPMorgan) konkrete Liquidationen von Hedgefonds oder Family Offices während des laufenden Handels niemals öffentlich bestätigen, passen die Marktbewegungen der letzten Tage in das Muster einer Liquidations-Kaskade.

Gehebelte Fonds wurden in den letzten Tagen an mehreren Fronten kalt erwischt.

Der KI-Capex- und Halbleiter-Schock: Erst der historische 13-%-Rücksetzer bei Alphabet nach dem sprunghaften Anstieg des negativen Free Cashflows durch KI-Investitionen, gefolgt vom heutigen 29-%-Crash bei Intel und zweistelligen Verlusten quer durch die Hardware-Kette.

Der 6,3-Milliarden-Dollar-Hack bei Binance: Der historische Sicherheitsvorfall bei Binance hat in den letzten 24 Stunden zu 1,57 Mrd. USD an Zwangsliquidationen im Krypto-Derivatebereich geführt und Krypto-Aktien wie Coinbase massiv unter Druck gesetzt.

Vorbelastung im KI-Korb: Bereits Mitte Oktober machten Berichte über den KI-fokussierten Hedgefonds VARA (über 40 Mrd. USD Brutto-Exposure in Titeln wie CoreWeave, Nebius, Micron, SanDisk und Bloom Energy) die Runde, nachdem Goldman Sachs den zweitgrößten Netto-Abverkauf von KI-Aktien innerhalb eines Jahres gemeldet hatte.

Wenn mehrere gehebelte Fonds gleichzeitig in einen Margin Call laufen oder ihre Risikolimits reißen, passiert in den Orderbüchern das:

Korrelation geht gegen 1: Ein Fonds, der bei Intel, Alphabet oder im Krypto-Sektor unter Wasser steht, verkauft nicht nur die Verlierer, sondern muss zur schnellen Cash-Beschaffung auch seine liquiden Gewinner (wie Nvidia, Broadcom oder Microsoft) unlimitiert auf den Markt werfen.

Air Pockets im Orderbuch: Institutionelle Market Maker riechen das Blut im Wasser, wenn ein großer Fonds liquidiert werden muss. Sie ziehen ihre Bids zurück, wodurch Aktien ohne neue fundamentale Nachrichten plötzlich wie ein Stein durch charttechnische Unterstützungen fallen.

Es macht meiner Meinung nach Sinn, die Definition des volatilen Grundrauschens weit einzustellen. Zwischenkorrekturen mitgehen, versuchen lange Bärenmärkte natürlich zu meiden.


Ich kann Anlegern unter euch, die gerne Aktien handeln, die von meinem Kollegen Oliver Baron gemanagten Depots (in Select und Ultimate) nur wärmstens empfehlen. Er ist fundamental ausgerichtet, arbeitet stark mit statistischen Ansätzen und hat ein unglaublich gutes Händchen, die Aktien auszuwählen und zu kaufen, die dann auch steigen. Er outperformt Index-ETFs und er liefert sich mit Dirk Siebenhaar ein Kopf-an-Kopf-Rennen in Bezug auf Performance. Klar, Dirk ist Referenzklasse. Dirk Siebenhaar handelt aktiver als Oliver, also mehr Trades und er hat ein Gespür für die richtigen Aktien, die in Kürze durchstarten. Wer es ruhiger mag, folgt Oliver. Wer es aktiver mag, folgt Dirk.

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1 Kommentar

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  • maddoc
    maddoc

    @Harald Weygand hey Harry, sehr interessanter Post! 🙏👍

    Wie definierst Du volatiles Grundrauschen konkret? Verwendest Du einen gleitenden Durchschnitt, einen ATR-Indikator, prozentuale Abstände oder etwas anderes?

    21:50 Uhr, 30.10.