Analyse
15:20 Uhr, 19.01.2024

SCHLUMBERGER – Bringen die Zahlen neuen Schwung in die Aktie?

Schlumberger blickt auf ein gutes Jahr 2023 zurück. Vor allem das Geschäft im Mittleren Osten und Asien floriert. Wie sind die Aussichten für 2024?

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Die Analysten hatten für das vierte Quartal mit einem Umsatz von 8,97 Mrd. USD bei einem Ergebnis je Schlumberger-Aktie von 0,84 USD gerechnet. Der Öl-Explorations-Dienstleister konnte die Erwartungen mit Erlösen in Höhe von 8,99 (VJ 7,88) Mrd. USD bzw. 0,86 (0,71) USD jedoch sogar ein wenig übertreffen.

Im Gesamtjahr hat Schlumberger den Konzernumsatz um 18 % auf 33,14 (VJ 28,09) Mrd. USD verbessert. Wie dem heute vorgelegten Bericht zu entnehmen ist, entfallen rund 70 % des Zuwachses auf das von der norwegischen Aker übernommene Unterwassergeschäft. Das bereinigte EBITDA stieg um ein Viertel auf 8,11 (VJ 6,46) Mrd. USD, was einer Marge von 24,5 (VJ 23,0) % entspricht. Das Ergebnis je Aktie kletterte um 37 % auf 2,98 (VJ 2,18) USD.

Der größte Umsatzanteil und das stärkste Wachstum entfallen auf die Region Mittlerer Osten/Asien. Dort legte der Umsatz um 22 % auf 11,02 (VJ 9,03) Mrd. USD zu. In Europa/Afrika war ein Zuwachs um 18 % auf 8,52 (VJ 7,20) Mrd. USD zu konstatieren und in Lateinamerika stiegen die Erlöse um 17 % auf 6,65 (VJ 5,66) Mrd. USD. Nordamerika hinkte mit plus 12 % auf 6,73 (VJ 6,00) Mrd. USD ein bisschen hinterher.

Starker Cashflow

Ganz stark entwickelte sich auch der Cashflow. Im operativen Bereich stieg der Mittelzufluss um 78 % auf 6,64 (VJ 3,72) Mrd. USD. Der freie Cashflow expandierte sogar um fast das Dreifache auf 4,04 (VJ 1,42) Mrd. USD. Die liquiden Mittel wurden folglich auf 3,99 (VJ 2,89) Mrd. USD erhöht und die Nettoverschuldung im Gegenzug auf 7,98 (VJ 9,33) Mrd. USD zurückgeführt. Der Leverage in Bezug auf das bereinigte EBITDA lag per 31. Dezember bei unter 1 und damit auf einem sehr gesunden Niveau. Das trifft auch auf die Eigenkapitalquote zu, die von 41,7 % auf 44,5 % gesteigert worden ist. An die Aktionäre wurden im Jahr 2023 rund 2 Mrd. USD durch Dividenden und Aktienrückkäufe ausgeschüttet.

Für 2024 zeigt sich Schlumberger-CEO Olivier Le Peuch ebenfalls zuversichtlich. Er rechnet erneut mit einem deutlichen Wachstum aufgrund der breiten internationalen Aufstellung des Konzerns. Analysten gehen im laufenden Jahr von einem Umsatzanstieg auf ca. 37,4 Mrd. USD und einem EBITDA von rund 9,3 Mrd. USD aus. Für das Ergebnis pro Aktie wird mit einem Wert von 3,60 USD gerechnet.

Fazit: Schlumberger hat überzeugende Zahlen abgeliefert, 2023 lief richtig gut. Im laufenden Jahr könnten die Wachstumsraten zwar etwas nachlassen, die Aktie ist dennoch nicht zu teuer. Bei den aktuellen Kursen von unter 50 USD kann man eine Anfangsposition ins Auge fassen.

Jahr 2023 2024e* 2025e*
Umsatz in Mrd. USD 33,14 37,36 41,36
Ergebnis je Aktie in USD 2,98 3,60 4,26
KGV 17 14 12
Dividende je Aktie in USD 0,97 1,08 1,19
Dividendenrendite 1,92 % 2,14 % 2,36 %

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

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Über den Experten

Reinhard Hock
Reinhard Hock
Finanzmarktanalyst

Reinhard Hock ist seit über 25 Jahren an der Börse aktiv. Sein Interesse für die Finanzmärkte wurde während der Ausbildung zum Bankkaufmann geweckt. Später arbeitete er mehrere Jahre an der Börse Stuttgart und war dann jahrelang als freiberuflicher Redakteur mit dem Schwerpunkt Berichterstattung über Hauptversammlungen tätig. Dabei hat er sich ein umfassendes Wissen im Nebenwertebereich aufgebaut. Seit Oktober 2022 ist er bei stock3 für Fundamentalanalysen zuständig.

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