Kommentar
19:47 Uhr, 10.06.2026

"Schlimmste Woche seit dem FTX-Crash": Sorgt der SpaceX-IPO jetzt für die Bitcoin-Erholung?

Bitcoin erlebt die schwächste Woche seit dem FTX-Fiasko. Ausgerechnet der SpaceX-IPO könnte nun kurzfristig neue Liquidität für Risk Assets freisetzen.

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Bitcoin hat die schwächste Wochenperformance seit dem FTX-Kollaps hinter sich. Ausgerechnet der geplante SpaceX-IPO könnte nun kurzfristig Hoffnung machen. Berichten zufolge will das Unternehmen rund 75 Milliarden US-Dollar einsammeln. Die Nachfrage soll aber deutlich höher liegen, bei mehr als 250 Milliarden US-Dollar. Rechnerisch könnten also bis zu 175 Milliarden US-Dollar an Nachfrage ohne Zuteilung bleiben.

$BTC has just recorded its worst weekly performance since the FTX collapse.

Kudos to everyone who is still here. pic.twitter.com/oF60egfVVZ

— The DeFi Investor 🔎 (@TheDeFinvestor) June 10, 2026

Freies Kapital sucht neue Ziele

Der entscheidende Punkt für Bitcoin liegt nicht nur in der Größe des SpaceX-IPOs, sondern in der Überzeichnung. Reuters zufolge soll die Nachfrage nach SpaceX-Aktien bereits bei mehr als 250 Milliarden US-Dollar liegen. Wenn SpaceX aber nur rund 75 Milliarden US-Dollar einsammelt, bleiben rechnerisch bis zu 175 Milliarden US-Dollar an Nachfrage ohne Allokation.

Das heißt nicht, dass exakt 175 Milliarden US-Dollar als Cash auf Konten liegen und automatisch zurück in den Markt fließen. IPO-Orders sind nicht immer vollständig vorfinanziert, institutionelle Investoren arbeiten mit Zielallokationen, nicht mit starren Cash-Blöcken. Trotzdem entsteht ein plausibler Liquiditätseffekt. Wer SpaceX zeichnen wollte und keine oder nur eine kleine Zuteilung bekommt, muss dieses Kapital neu verteilen.

Bitcoin könnte davon profitieren. Schon ein kleiner Anteil der nicht bedienten Nachfrage würde reichen, um spürbare Zuflüsse auszulösen. Ein Prozent von 175 Milliarden US-Dollar entspräche 1,75 Milliarden US-Dollar. Bei fünf Prozent wären es 8,75 Milliarden US-Dollar.

Warum das Bitcoin helfen könnte

SpaceX und Bitcoin sprechen ähnliche Anlegergruppen an: Investoren mit hoher Risikobereitschaft, langfristigem Wachstumshorizont und Interesse an großen Zukunftsnarrativen. Wer beim SpaceX-IPO leer ausgeht, könnte einen Teil des Kapitals in andere liquide Risk Assets schieben.

Der SpaceX-IPO ist zwar definitiv kein Garant für steigende Bitcoin-Kurse. In der aktuellen Schwächephase auf dem Krypto-Markt könnte er aber zum kurzfristigen Liquiditätskatalysator werden. Gerade weil das Sentiment so schlecht ist, würde schon ein moderater Kapitalrückfluss reichen, um Bitcoin wieder Luft zu verschaffen.

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