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09:06 Uhr, 20.10.2008

Regierung erwartet Gegenleistung für Staatshilfen

Hamburg (BoerseGo.de) - Das Bundesfinanzministerium will den höchstmöglichen Betrag für staatliche Beihilfen an ein einzelnes Kreditinstitut auf 10 Milliarden Euro begrenzen. Das gehe aus der jüngsten Fassung des Ministeriums für die Rechtsverordnung zum Finanzmarktstabilisierungsgesetz hervor, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf den ihr vorliegenden Entwurf der Verordnung. Für die Übernahme von problematischen Wertpapieren durch den Staat soll es demnach eine Obergrenze von 5 Milliarden Euro geben.

Zudem erwartet die Bundesregierung Gegenleistungen der angeschlagenen Institute. So soll vor allem die Geschäftspolitik der betroffenen Banken und deren Nachhaltigkeit geprüft werden. Zudem soll der Fonds verlangen können, risikoreiche Geschäfte zu reduzieren oder ganz aufzugeben. Die Vergütungen der Manager soll "auf ein angemessenes Maß" begrenzt werden. Dividenden sollen nur an den staatlichen Rettungsfonds ausgeschüttet werden dürfen.

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Über den Experten

Thomas Gansneder
Thomas Gansneder
Redakteur

Thomas Gansneder ist langjähriger Redakteur der BörseGo AG. Der gelernte Bankkaufmann hat sich während seiner Tätigkeit als Anlageberater umfangreiche Kenntnisse über die Finanzmärkte angeeignet. Thomas Gansneder ist seit 1994 an der Börse aktiv und seit 2002 als Finanz-Journalist tätig. In seiner Berichterstattung konzentriert er sich insbesondere auf die europäischen Aktienmärkte. Besonderes Augenmerk legt er seit der Lehman-Pleite im Jahr 2008 auf die Entwicklungen in der Euro-, Finanz- und Schuldenkrise. Thomas Gansneder ist ein Verfechter antizyklischer und langfristiger Anlagestrategien. Er empfiehlt insbesondere Einsteigern, sich strikt an eine festgelegte Anlagestrategie zu halten und nur nach klar definierten Mustern zu investieren. Typische Fehler in der Aktienanlage, die oft mit Entscheidungen aus dem Bauch heraus einhergehen, sollen damit vermieden werden.

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