Kommentar
11:17 Uhr, 26.02.2026

Prysmian: Starker Cashflow stützt

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Die Zahlen des Kabelherstellers fielen im vierten Quartal gemischt aus. Der Umsatz lag nahezu auf Höhe der Erwartungen (-0,2 %), das organische Wachstum betrug solide 4 %. Beim EBITDA gab es jedoch einen leichten Rückgang von 2 % unter Konsens. Hauptgrund waren schwächere Margen im Mittelspannungs-Netzgeschäft (Grid), bedingt durch temporäre Effekte aus gestiegenen Metallpreisen in den USA. Aufgrund zeitlicher Verzögerungen konnten höhere Kupferpreise nicht sofort vollständig weitergegeben werden. Eine Normalisierung ist im ersten Halbjahr 2026 zu erwarten.

Positiv überraschte dagegen das Hochspannungs-Übertragungsgeschäft (Transmission): Mit einer EBITDA-Marge von 20 % wurde ein sehr starkes Niveau erreicht – deutlich über vielen Erwartungen und bereits nahe langfristiger Zielmarken. Das spricht für strukturelle Profitabilität im Netzausbau. Auch Digital Solutions (Glasfaser) entwickelte sich stabil, unterstützt durch die US-Akquisition Channell.

Der Ausblick für 2026 dürfte kurzfristig für Zurückhaltung sorgen: Die EBITDA-Guidance von 2,625 bis 2,775 Mrd. Euro liegt am Mittelwert leicht (-1 %) unter den Markterwartungen. Nach einer starken Kursentwicklung hatten einige Investoren mit mehr gerechnet. Positiv ist jedoch der freie Cashflow: Mit einer Prognose von rund 1,35 Mrd. Euro liegt dieser rund 13 % über Konsens. Bereits 2025 übertraf der Free Cashflow die Erwartungen leicht.

Fazit: Operativ kleinere Dämpfer im Netzgeschäft, aber strukturell starke Positionierung im globalen Stromnetzausbau – und ein überzeugender Cashflow als Stabilitätsanker. Damit halten wir an unserer positiven Einschätzung fest.

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