Analyse
09:50 Uhr, 25.10.2023

PORSCHE – Wie tief fällt die Aktie noch?

Mehr Umsatz und weniger Gewinn als erwartet – so lässt sich der Neunmonatsbericht von Porsche zusammenfassen. Die Nachfrage nach den Sportwagen ist ungebrochen.

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  • Porsche AG Vz
    ISIN: DE000PAG9113Kopiert
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  • Porsche AG Vz - WKN: PAG911 - ISIN: DE000PAG9113 - Kurs: 86,900 € (XETRA)

Die Absatzzahlen für die ersten neun Monate hatte der Autobauer bereits Anfang vergangener Woche veröffentlicht. Die Auslieferungen an Kunden stiegen um 9,6 % auf 242.722 (VJ 221.512) Fahrzeuge - wir hatten darüber an dieser Stelle berichtet. Fokussieren wir uns heute auf die Finanzkennzahlen.

Der Umsatz stieg per Ende September um 12,6 % auf 30,13 (VJ 26,75) Mrd. EUR und damit etwas stärker als erwartet. Das operative Ergebnis stieg allerdings nur unterproportional um 9,0 % auf 5,50 (VJ 5,05) Mrd. EUR, weshalb die Marge auf 18,3 (VJ 18,9) % zurückging. Damit lag sie einen Tick unter den Markterwartungen, aber immer noch komfortabel innerhalb der Zielspanne von 17 bis 19 %. Außerdem muss man sich vergegenwärtigen, dass Porsche damit immer noch einer der profitabelsten Autokonzerne der Welt ist. Von solchen Margen können die meisten anderen Hersteller nur träumen.

Das Nettoergebnis legte um 6,5 % auf 3,94 (VJ 3,70) Mrd. EUR zu, was einem Gewinn je Porsche-Vorzugsaktie von 4,33 (VJ 4,06) EUR entspricht. Der operative Cashflow im Automobilbereich fiel mit 6,44 (VJ 5,73) Mrd. EUR um 12,4 % höher aus als im Vorjahreszeitraum. Der Netto-Cashflow lag bei 3,39 (VJ 3,27) Mrd. EUR. Die Netto-Liquidität im Segment Automobile stellte sich auf 6,63 (VJ 7,75) Mrd. EUR. In der Konzernbilanz stieg die Eigenkapitalquote auf solide 41,7 (VJ 35,8) %.

Laut Porsche-CEO Oliver Blume verfügt das Unternehmen über eine einzigartige Positionierung in der Automobilbranche. Im Vergleich zu Luxus-Nischenproduzenten, wie zum Beispiel Ferrari, profitieren die Stuttgarter von den Skaleneffekten innerhalb der Porschegruppe und den Kostenvorteilen aus der Kooperation mit dem VW-Konzern.

Nachfrage bleibt hoch

Aufgrund der anhaltend guten Nachfrage und positiven Produktmix- und Preiseffekten hält das Unternehmen an der Jahresprognose fest. Der Konzernumsatz soll auf 40 bis 42 (VJ 37,63) Mrd. EUR steigen bei einer operativen Marge zwischen 17 und 19 %. Langfristig soll diese dann auf 20 % erhöht werden.

Fazit: Die Neunmonatszahlen von Porsche sind robust ausgefallen. Die Aktie reagiert heute mit leichten Abschlägen und pendelt um die 86 Euromarke. Damit setzt sich der Abwärtstrend fort. Seit ihrem Allzeithoch im Mai von 120 Euro hat Porsche-Vorzugsaktie nun fast 30 % verloren und nähert sich ihrem Ausgabepreis von 82,50 Euro. Aus technischer Sicht ist das Papier also deutlich angeschlagen. Fundamental wird die Aktie jedoch immer attraktiver. Dennoch sollte vor einem Kauf zunächst eine Bodenbildung abgewartet werden.

Jahr 2022 2023e* 2024e*
Umsatz in Mrd. EUR 37,63 40,84 43,19
Ergebnis je Aktie in EUR 5,44 5,75 6,16
KGV 16 15 14
Dividende je Aktie in EUR 1,00 2,72 2,99
Dividendenrendite 1,14 % 3,09 % 3,40 %

*e = erwartet

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Über den Experten

Reinhard Hock
Reinhard Hock
Finanzmarktanalyst

Reinhard Hock ist seit über 25 Jahren an der Börse aktiv. Sein Interesse für die Finanzmärkte wurde während der Ausbildung zum Bankkaufmann geweckt. Später arbeitete er mehrere Jahre an der Börse Stuttgart und war dann jahrelang als freiberuflicher Redakteur mit dem Schwerpunkt Berichterstattung über Hauptversammlungen tätig. Dabei hat er sich ein umfassendes Wissen im Nebenwertebereich aufgebaut. Seit Oktober 2022 ist er bei stock3 für Fundamentalanalysen zuständig.

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