Pierre Rochard: "Bitcoin ist zu volatil für Kriminelle"
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Bitcoin ist offenbar nicht die bevorzugte Kryptowährung für Finanzkriminalität. Darauf weist eine aktuelle Auswertung von River hin. Demnach entfiel im Jahr 2025 ein Volumen von 10,8 Milliarden US-Dollar auf Bitcoin, das im Zusammenhang mit Finanzkriminalität stand. Bei Stablecoins waren es dagegen 129 Milliarden US-Dollar.
Die Entwicklung ist deutlich. Bereits seit 2022 liegen Stablecoins in der Statistik klar vor BTC. Damals wurden 35 Milliarden US-Dollar bei Stablecoins erfasst, gegenüber 11,2 Milliarden US-Dollar bei Bitcoin. In den Folgejahren wuchs der Abstand weiter.
Stablecoins dominieren die Statistik
Der Grund liegt nahe. Stablecoins wie USDT oder USDC sind weniger volatil und eignen sich dadurch besser für kurzfristige Transfers, Zahlungsabwicklungen und Wertaufbewahrung innerhalb krimineller Netzwerke. Bitcoin hingegen schwankt stärker im Preis. Für illegale Akteure, die möglichst wenig Kursrisiko tragen wollen, ist das ein Nachteil.
Der Experte Pierre Rochard, CEO der Bitcoin Bond Company, kommentierte die Statistik entsprechend pointiert. “Bitcoin ist zu volatil für Kriminelle”, schrieb er auf X.
Bitcoin is too volatile for criminals https://t.co/suTJnuGZOY
— Pierre Rochard (@BitcoinPierre) May 31, 2026
Seine Aussage dreht ein häufiges Narrativ um. Die Krypto-Leitwährung wird zwar oft mit illegalen Transaktionen in Verbindung gebracht. Die Daten von River legen jedoch nahe, dass sich Finanzkriminalität längst stärker auf Stablecoins verlagert hat.
Hinzu kommt: Im Vergleich zum traditionellen Finanzsystem sind die Krypto-Zahlen weiterhin klein. Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung schätzt, dass weltweit jedes Jahr 800 Milliarden bis zwei Billionen US-Dollar gewaschen werden. Das entspricht zwei bis fünf Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts. Selbst die 129 Milliarden US-Dollar bei Stablecoins liegen damit deutlich unter den Schätzungen für illegale Finanzströme im klassischen Geldsystem.
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