Ölpreise leicht im Minus: Gewinne der Vortage gefestigt
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Die Ölpreise haben am Donnerstag trotz erneuter Angriffe im Iran-Konflikt nicht weiter zugelegt. Brent zur Lieferung im September notierte zuletzt bei 84,78 US-Dollar je Barrel und damit 0,20 Prozent niedriger als am Vortag. Nach einem dreitägigen kräftigen Anstieg wirken die Notierungen stabilisiert.
Zur Wochenmitte setzte das US-Militär zwei weitere Angriffswellen gegen den Iran an und griff dabei Kommandozentren, Flugabwehrstellungen und andere militärische Ziele an. Ziel ist, die Fähigkeit Irans zu begrenzen, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu bedrohen. Kurz nach Beginn der neuen Angriffe waren in Kuwait und Bahrain Sirenen und Explosionen zu hören.
Zusätzlich sorgt eine wieder aufgenommene US-Seeblockade iranischer Häfen für Spannungen. Innerhalb der ersten 24 Stunden wurden zwei Handelsschiffe umgeleitet, die die Blockade zu durchbrechen versuchten. Zudem wurde ein unbeladener Öltanker beschossen, der einen iranischen Hafen im Persischen Golf anlief.
Schätzungen zufolge ist der gleitende Sieben-Tage-Durchschnitt der Ölströme durch die Straße von Hormus seit einer Woche auf etwa 3,9 Millionen Barrel pro Tag gesunken. Marktbeobachter erwarten eher eine semi-permanente, periodische Störung der Ölströme, mit der der Markt umgehen muss. Brent könnte daher dauerhaft mit einem Risikoaufschlag von fünf bis 15 US-Dollar je Barrel gehandelt werden.
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