Analyse

Ölpreis: Explosion auf 250 USD?

Das erste Mal seit dem Jahr 2008 droht ein starker Ausbruch der Ölpreise. Aktien von Frankfurt bis New York sehen aber nichts als einen wolkenlosen blauen Himmel. Ein gefährliches Gemisch.

Erwähnte Instrumente

  • Brent Crude Öl
    ISIN: XC0009677409Kopiert
    Kursstand: 113,88 $/Barrel (Deutsche Bank Indikation) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • Brent Crude Öl - WKN: 967740 - ISIN: XC0009677409 - Kurs: 113,88 $/Barrel (Deutsche Bank Indikation)

Es wird spannend sein zu sehen wie die Zentralbanken die aufkommende inflationäre Gefahr eines steigenden Ölpreises verarbeiten werden. Das erste Mal seit der Finanzkrise gehen sie einen unterschiedlichen Weg. Nun drohen Rebellen die irakische Ölproduktion lahmzulegen.

Es geht nicht um das bisher geschehene im Irak. Die sunnitischen Rebellen im Norden haben die shiitische Regierung im Süden des Landes im Visier. Die Ölbohrtürme im Norden sind schon seit März außer Betrieb, auch wenn die Nachrichten über die Eroberungen der sunnitischen Rebellen erst jetzt Schlagzeilen machen. Bedeutet: Seit März wird dort ohnehin kein Öl gefördert. 250.000 Barrels/Tag gelangen so nicht an den Weltmarkt.

Die weitaus größere Gefahr ist der Süden Iraks. Dort werden zwischen 2,5-2,6 Millionen Barrels täglich gefördert. Fällt das aus, könnte das Saudi Arabien nicht abfangen. Die haben nur 1,75 Millionen Barrels/Tag zusätzlich im Petto. Die Folge eines Totalausfalls des Iraks wäre also eine Preisexplosion beim Öl.

Eine schräge Trendlinie im Brent-Crude-Oil-Chart (gepunktet) wurde bereits überschritten. Für mich wäre ein Wochenschluss über der horizontalen Trendlinie bei 117,93 USD das Ereignis, wo bei mir alle Warnlampen auf Rot schalten würden. Dann wären ähnliche Anstiege wie im Jahr 2008 nicht auszuschließen, nur dass wir dieses Mal von einem viel höheren Niveau aus starten würden. 250 USD/Barrel wären dabei kurzzeitig im Worst-Case-Szenario nicht ausgeschlossen. Folgen Sie mir auf Guidants, um weitere Details zu erhalten.

Brentöl: Spike möglich
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11 / 14 Kommentare

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  • Vogtlandsiggi
    Vogtlandsiggi

    250 USD? Ist ja wohl bissel übertrieben.

    Wieso fällt dann Öl seit einigen Tagen?

    23:51 Uhr, 11.07.2014
  • Laurenz..
    Laurenz..

    Geopolitisch und charttechnisch sieht das garnicht gut aus.

    Fazit also?

    ? "Der Ausbruch ist angelaufen. Rücksetzer folgt. Explosion naht." ?

    11:56 Uhr, 24.06.2014
    1 Antwort anzeigen
  • schimpanse69
    schimpanse69

    Wo Öl ist, wird es gefördert. Nur der Verkäufer wechselt ab und zu...

    Bald gibt es ein neues Regime, eine neue Regierung, einen neuen Staat und alles bleibt beim Alten. Dafür sorgt unser Freund J.Kerry...

    19:06 Uhr, 24.06.2014
  • RECORDS
    RECORDS

    Wenn man sich mal den Preisverlauf der letzten Jahrzehnte anschaut, so könnten 250$ noch untertrieben sein.

    Alles eine Frage der Zeit.

    16:04 Uhr, 24.06.2014
  • mafi
    mafi

    Schade, dass GM Analysten so selten selbst investiert sind. vG

    15:10 Uhr, 24.06.2014
  • oneEXITnoRETURN
    oneEXITnoRETURN

    sind sie jetzt unter die marktschreier gegangen, nach silber 12 nun öl 250, was kommt danach?

    11:37 Uhr, 24.06.2014
    1 Antwort anzeigen
  • Investor
    Investor

    Dann lasst uns hoffen, daß dies nicht passiert.

    250$ per Barrel bedeuten aus meiner Sicht eine mehrjährige ww Rezession und dramatisch fallende Aktienmärkte.

    Wenn der Ölpreis ausbricht, müssten die Zentralbanken nicht mehr Deflation sondern Inflation bekämpfen. Rezession bei starker Inflation wird die Zentralbanken wieder unkonventionelle Maßnahmen aufzwingen. Bei Rezession werden die vorhanden Staatsschulden als % zum BIP größer und verlangen eigentlich niedrigere Zinsen während Inflation höhere Zinsen erfordert.

    Zur Analyse passt gut, daß die Versorger, Öl- und die Solarunternehmen seit einiger Zeit wieder ausbrechen.

    10:33 Uhr, 24.06.2014
  • Long oder Short
    Long oder Short

    Warum wird eigentlich rechts oben bei "Im Artikel besprochene Instrumente" der Goldpreis angezeigt?

    09:45 Uhr, 24.06.2014
    1 Antwort anzeigen
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Über den Experten

Jochen Stanzl
Jochen Stanzl
Chefmarktanalyst CMC Markets

Jochen Stanzl ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets in Frankfurt. Davor war er über 15 Jahre bei der BörseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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