ÖLPREIS (Brent) nimmt die 110-USD-Marke ins Visier
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- Brent Crude Öl - WKN: 967740 - ISIN: XC0009677409 - Kurs: 106,063 $/bbl. (GBE brokers)
- Mini Future Long auf Brent Crude Rohöl ICE Rolling - WKN: DN3PJR - ISIN: DE000DN3PJR6 - Kurs: 28,300 € (DZ BANK)
- Mini Zertifikat auf Brent Crude Rohöl ICE Rolling - WKN: HM5CW1 - ISIN: DE000HM5CW18 - Kurs: 28,100 € (HSBC)
Willkommen zu einer neuen Analyse aus der Welt der Rohstoffe! Bei den Energieträgern geht es in dieser Woche heiß her. Ein Blick auf den Preisverlauf von Rohöl zeigt, warum:
Der Barrelpreis von Rohöl (Brent Crude) hat im Wochenverlauf erstmals seit vergangenem Juli die "magische" Preismarke von 100 USD nach oben durchbrochen und war zeitweise nur noch einen Katzensprung von der 110-USD-Marke entfernt. Trotz eines fallenden Ölpreises am Freitag dürfte sich das Wochenplus auf rund 9 % belaufen.
Charttechnik bleibt bullisch

Das letzte Candle im Wochenchart mit seinem kräftigen, weißen Kerzenkörper spricht dabei eine klare Sprache: Die Bullen haben derzeit das Sagen! Auch das übergeordnete Trendverhalten bleibt eindeutig nach oben gerichtet. Unterstützung kommt zudem von der technischen Seite. Der MACD konnte bereits in der Vorwoche ein technisches Long-Signal generieren. Damit bleibt das Chartbild zunächst klar bullisch.
Für Trader sind jetzt vor allem drei Kursmarken relevant:
- 110 USD = Widerstand
- 100 USD = Unterstützung 1
- 90 USD = Unterstützung 2
Mit dem Sprung über 100 USD hat Brent Crude eine psychologisch und charttechnisch wichtige Hürde überwunden. Jetzt kommt es darauf an, ob die Bullen diese Marke auch verteidigen können. Gelingt der erfolgreiche Retest, würde aus dem bisherigen Widerstand eine neue Unterstützung.
Das nächste Ziel liegt dann bei 110 USD. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke könnte der laufenden Aufwärtsbewegung zusätzlichen Schub verleihen. Fällt Brent dagegen wieder deutlich unter 100 USD zurück, wäre das erste Warnsignal für eine Konsolidierung gesetzt. Darunter wartet bei 90 USD bereits die nächste wichtige Unterstützung.
Für Trader ergibt sich damit ein vergleichsweise klares Setup: Oberhalb von 100 USD bleibt die Long-Seite interessant. Unterhalb dieser Marke sollte das Risiko einer Korrektur einkalkuliert werden.
Geopolitik bleibt der Kurstreiber
Neben der Charttechnik wird der Ölpreis weiterhin maßgeblich von der geopolitischen Lage geprägt. Zuletzt kündigte der Iran an, auf weitere US-Angriffe mit neuerlichen Eskalationen zu reagieren. Die Straße von Hormus könnte noch strikter als bislang durch den Iran blockiert werden.
Das wäre für den globalen Ölmarkt ein erheblicher Risikofaktor. Schließlich wird ein großer Teil des weltweiten Ölhandels über diese wichtige Seeroute abgewickelt. Eine weitere Verschärfung der Lage könnte daher schnell neue Risikoaufschläge im Ölpreis auslösen.
Hinzu kommen Angriffe von Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien. Dadurch werden Ölausfuhren aus Saudi-Arabien zunehmend über den Suezkanal geleitet, was längere Transportwege zur Folge hat. Auch das spricht kurzfristig für einen erhöhten Risikoaufschlag beim Ölpreis.
China liefert die nächsten Impulse
In der neuen Woche rücken zudem wichtige Konjunkturdaten aus China in den Fokus. Sie könnten mehr Aufschluss darüber geben, wie sich die Rohölverarbeitung des Landes im August entwickelt hat.
Für den Ölmarkt ist das eine wichtige Information; schließlich zählt China zu den bedeutendsten Nachfragern weltweit. Eine anziehende Raffinerieverarbeitung könnte daher den Nachfrageausblick verbessern und dem Ölpreis zusätzlichen Rückenwind geben.
"Immerhin hat China mit seiner infolge einer niedrigeren Raffinerieverarbeitung geringeren Nachfrage deutlich zur Entlastung des globalen Ölmarktes beigetragen", so die Rohstoffanalysten der Commerzbank.
Damit treffen aktuell mehrere Faktoren aufeinander: ein bullisches Chartbild, eine angespannte geopolitische Lage und die Aussicht auf neue Impulse von der Nachfrageseite. Für die Bullen ist das eine durchaus interessante Gemengelage. Gleichzeitig solltest Du nach dem kräftigen Anstieg von rund 9 % in einer Woche jederzeit mit Gewinnmitnahmen rechnen.
Mein Fazit: Der Preis für ein Barrel Rohöl (Brent Crude) befindet sich klar im Aufwärtstrend. Oberhalb von 100 USD bleibt der Weg in Richtung 110 USD offen. Unter 100 USD würde sich das kurzfristige Bild dagegen deutlich eintrüben.
Strategien
Auf den Öl-Future gibt es verschiedene Derivate, mit denen Du auf steigende oder fallende Kurse spekulieren kannst. Nachfolgend nenne ich Dir zwei mögliche Strategien:
Long (Spekulation auf steigende Kurse): Mini Future Optionsschein Call (Hebelzertifikat) – Basis: 72,39 USD – Knockout: 75,32 USD – Laufzeit bis: open end – Hebel: 13,1 – ISIN: DE000DN3PJR6
Short (Spekulation auf fallende Kurse): Mini Future Zertifikat Short (Hebelzertifikat) – Basis: 137,85 USD – Knockout: 132,33 USD – Laufzeit bis: open end – Hebel: 3,0 – ISIN: DE000HM5CW18
Das Team
Der Optionsscheine Expert Trader verfolgt regelmäßig die Kurse deutscher und internationaler Einzelwerte und Indizes und spricht bei Bedarf konkrete Kauf- und Verkaufsanregungen aus, die Leser des Optionsscheine Expert Trader unmittelbar umsetzen können. Damit wird ein transparentes Trading gewährleistet. Seit der ersten Ausgabe des Optionsscheine Expert Trader im Oktober 2019 weisen rund 82 % der abgeschlossenen Positionen einen Gewinn aus. Hier findest Du Infos zum Produkt.
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