NOVARTIS - Studienerfolg von MS-Mittel beflügelt die Aktie
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Novartis hat nach Medienangaben mehrere klinische Studien zu einer experimentellen CAR-T-Zell-Therapie vorübergehend gestoppt. Hintergrund sind drei Todesfälle infolge schwerer Immunreaktionen. Ende August setzte der Schweizer Pharmakonzern laut "Wall Street Journal" acht Studien zu Behandlungen von Autoimmun- und neurologischen Erkrankungen aus. Der Bericht beruft sich auf einen Unternehmenssprecher. Die zeitliche Einordnung der drei tödlichen Fälle ist bislang unklar. Novartis überprüft die Vorfälle nach eigenen Angaben umfassend. Schwere Immunreaktionen gelten bei CAR-T-Zell-Therapien als bekanntes Risiko. Novartis arbeitet laut Sprecher mit unabhängigen Sicherheitsgremien zusammen und informiert die zuständigen Aufsichtsbehörden über die Erkenntnisse.
Von den Anlegern honoriert wird allerdings die erfreuliche Meldung: Novartis will nach positiven Phase-III-Ergebnissen die Zulassung für Remibrutinib bei schubförmiger Multipler Sklerose (MS) beantragen. Der Wirkstoff senkte die jährliche Rückfallquote gegenüber Sanofis Aubagio signifikant. In zwei zulassungsrelevanten Studien verringerte Remibrutinib laut Novartis zudem entzündliche Hirnläsionen und verzögerte das Fortschreiten körperlicher Einschränkungen.
Hinweise auf Leberschäden habe es nicht gegeben. Detaillierte Studiendaten sollen im Oktober auf einem MS-Kongress in Toronto präsentiert werden. Jefferies erwartet für Remibrutinib bei MS mögliche Spitzenumsätze von mehr als 3 Mrd. USD. Der Wirkstoff ist bereits unter dem Namen Rhapsido gegen chronische spontane Urtikaria zugelassen. //Quelle: handelsblatt.com, handelsblatt.com
