Analyse
12:08 Uhr, 02.05.2026

Nomura über die neue Weltordnung und die Chancen

Die japanische Investmentbank Nomura ist der Meinung, dass die alte, US-geführte Weltordnung Geschichte ist. Wir leben in einer multipolaren Realität, in der Rohstoffe, Energie und Technologie zu Fragen der nationalen Sicherheit werden. Die "sichtbare Hand" des Staates übernimmt das Ruder.

Das Big Picture: Multipolarität & "Policy Puts". Die japanische Investmentbank Nomura ist der Meinung, dass die alte, US-geführte Weltordnung Geschichte ist. Wir leben in einer multipolaren Realität, in der Rohstoffe, Energie und Technologie zu Fragen der nationalen Sicherheit werden. Die "sichtbare Hand" des Staates übernimmt das Ruder. Nomura nennt das den "Policy Put". Früher stützte die Zentralbank die Märkte durch Zinssenkungen (der berühmte "Fed Put"). Heute greifen Regierungen direkt ein ... durch massive Fiskalprogramme, Industriepolitik und gezielte Liquiditätsspritzen.

Die 5 Kern-Themen für 2026:
Fiscal Dominance: Defizite sind gekommen, um zu bleiben. Die Fiskalpolitik trägt den Wachstumsstab, was die Renditen langfristig auf einem höheren Niveau verankert.
Angriff auf die Unabhängigkeit: Die Autonomie der Zentralbanken (insbesondere der US-Notenbank) steht unter politischem Beschuss. Investoren müssen lernen, Geldpolitik wieder als politisches Instrument zu lesen.
Liquidity over Rates: Wenn es knallt, zählen nicht Zinssenkungen, sondern Bilanz-Tools (QE-light), um die Renditekurven stabil zu halten.
Der Japan-Faktor: Die Bank of Japan (BoJ) wird zur globalen "Swing Variable". Eine Normalisierung der japanischen Zinsen zieht weltweit Liquidität ab und treibt die Risikoprämien hoch.
Energy & Defense: In einem globalen Chaos sind Sicherheit (Militär) und Autarkie (Energie/KI) die ultimativen "Hidden Values".

Nomura rät dazu, das Netz weiter auszuwerfen. Das alte Spiel "US-Aktien + US-Anleihen + Dollar" ist laut den Analysten riskant geworden.
1. Equity: Gewinnwachstum schlägt Bewertung
USA: Trotz hoher KGVs erwartet Nomura für 2026 ein Gewinnwachstum von 15%. Der KI-Boom ist keine Blase, solange die Erträge liefern und das tun sie bisher.
Japan: Der "Hidden Champion". Mit Gewinnsteigerungen von über 10% und einem schwachen Yen (der Exporte stützt) bleibt Japan ein Top-Pick.
Non-US: Europa und Emerging Markets bieten laut Nomura attraktive Bewertungen bei soliden Fundamentaldaten. Diversifikation ist hier das Zauberwort.
2. Fixed Income & FX
Renditen: Stell dich auf dauerhaft höhere Zinsen ein. Nomura sieht das Ende der ultralockeren Ära endgültig besiegelt.
Währungen: Der US-Dollar könnte gegen Ende 2026 leicht aufwerten, wenn der Zinssenkungszyklus der Fed endet. Der Yen bleibt trotz BoJ-Straffung eher schwach, was japanische Assets für Ausländer billig hält.


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4 Kommentare

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  • masi123
    masi123

    Sehe das nicht so wie Nomura. Allenfalls befinden wir uns in der Übergangsphase von einer US-Hegemonie zu einer multipolaren Welt, wobei die USA Alles(!) versuchen, die bisherige Weltordnung zu erhalten. Ich sehe auch nicht, dass die Zentralbanken ihre Rolle an den Staat verlieren. Letztlich werden sie die Staatsdefizite (deficit spending) finanzieren und zwar eher mit QE big statt QE light. Diese inflationstreibende Politik wird die asset price inflation und damit auch den Wert von Rohstoffen weiter befeuern. Was die Staatsverschuldung anbelangt, hat Japan ja bereits eine traurige Spitzenposition erreicht, wobei die USA und auch die EU kräftig nachlegen. Geldanlagen (Anleihen) werden damit immer weniger attraktiv (Inflation).

    09:47 Uhr, 04.05.
  • schnitty
    schnitty

    Harald, am besten lasst ihr mal dieses ki-bild weg.

    Das sieht aus wie eine Mischung aus Linnemann und einem besorgte Wutbürger ;)

    Das wirkt vielleicht auf den ein oder anderen Fehlgeleiteten etwas anziehend, siehe die seltsamen Kommentare zu deinem letzten post hier.

    Gruß aus dem Saarland.

    21:23 Uhr, 02.05.
    2 Antworten anzeigen