Morning-Flash: Neue US-Zölle treffen Asien – KOSPI bricht 4,74 % ein
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Neue US-Zölle auf Importe aus 60 Handelspartnern treffen die asiatischen Börsen zum Wochenschluss hart: Der KOSPI bricht um 4,74 % ein, Tokio und Taipei verlieren ebenfalls deutlich. Die europäischen und US-Futures halten sich dagegen weitgehend stabil.
Aktuelles Marktgeschehen
Der DAX-Future notiert vorbörslich bei 24.779 Punkten und liegt damit 0,14 % über dem Vortagsschluss. Die US-Futures präsentieren sich gemischt, aber kaum bewegt: Der S&P-500-Future steht bei 7.413 Punkten (+0,06 %), der Dow-Jones-Future bei 51.765 Punkten (+0,10 %), während der Nasdaq-100-Future mit 28.436 Punkten leicht nachgibt (−0,07 %). Für den deutschen Aktienmarkt deutet sich damit ein freundlicher, aber zurückhaltender Start an. Gold gibt bei 4.032,50 USD leicht nach (−0,44 %), Brent-Öl steht nach dem Überschreiten der 100-Dollar-Marke bei 100,21 USD (−0,48 %), und Bitcoin notiert bei 65.266,97 USD (+0,34 %).
Vorbörsliche Tops & Flops
| Wert | Vorbörslich |
|---|---|
| SAP | +3,18 % |
| American Express Co. | +0,90 % |
| Microsoft | +0,78 % |
| Volkswagen AG Vz. | -3,29 % |
| adidas | -3,23 % |
| Porsche Automobil Holding | -2,37 % |
Ausblick
Im Tagesverlauf stehen die Einkaufsmanagerindizes für Juli im Mittelpunkt: Für Deutschland wird der Services-PMI knapp unter der Wachstumsschwelle bei 49 und der Manufacturing-PMI bei 50,5 erwartet, der EU-Composite-PMI soll bei 50,3 liegen, während die US-Daten mit einem Manufacturing-PMI von 54,3 deutlich expansive Werte signalisieren sollen. Vorbörslich berichten heute American Express, Verizon, HCA Healthcare, Schlumberger und Charter Communications.
Die wichtigsten Konjunkturtermine und Quartalszahlen des Handelstags im Überblick.
Europa
Die herausragende Nachricht aus der Nacht ist das Inkrafttreten neuer US-Zölle von 10 bis 12,5 % auf Einfuhren aus 60 Handelspartnern, darunter die EU, begründet mit unzureichender Bekämpfung von Zwangsarbeit. Sie betreffen 99,4 % der betroffenen Einfuhren und dürften die Stimmung gegenüber exportorientierten europäischen Werten belasten.
Volkswagen veröffentlichte Q2-Zahlen, die den Druck auf den Konzern verdeutlichen: Das Konzernergebnis nach Steuern sank um rund 33 % auf 1,54 Mrd. EUR. Dagegen überraschte SAP mit einem starken Wachstum des Cloud-Auftragsbestands von 26 % währungsbereinigt im zweiten Quartal positiv. Atoss Software bestätigte die Jahresprognose mit einer EBIT-Marge von mindestens 34 % und einem Umsatz von 210 bis 215 Mio. EUR und gab zudem einen Ausblick auf 2027 mit 235 bis 245 Mio. EUR Umsatz und mindestens 35 % EBIT-Marge. Allianz kündigte die Übernahme von HSBC Life Singapore für rund 2 Mrd. EUR an, verbunden mit einer langfristigen Vertriebskooperation und dem Ziel einer zweistelligen Rendite. Auf der Verliererseite plant die Gläubigergruppe von Varta die Auslagerung des Haushaltsbatterie-Geschäfts, da keine finanzierbare Gesamtlösung erkennbar ist. Der Warenhauskonzern Galeria prüft derweil die Schließung von 33 seiner 83 Standorte.
Asien
Asiens Börsen stehen zum Wochenschluss breit unter Druck, belastet von Halbleiter- und Finanzsektor-Schwäche sowie einem Ölpreissprung nach dem Überschreiten der 100-Dollar-Marke bei Brent-Öl. Am härtesten trifft es Seoul: Der KOSPI verliert 4,74 %, belastet vom Ausverkauf im Halbleiter- und Finanzsektor. Samsung Electronics steht dabei im Mittelpunkt: Trotz gemeldeter HBM4-Speicher-Lieferungen für AMDs neues KI-Server-System Helios lasten breitere Speicherpreisdrücke und Investitionssorgen auf dem Titel. In Tokio gibt der Nikkei 225 um 2,78 % nach, zusätzlich belastet von steigenden Anleiherenditen und einem Yen, der sich der Marke von 164 nähert, nachdem Japans Kerninflation im Juni auf 1,6 % gestiegen ist und die Bank of Japan auf Kurs für weitere Zinserhöhungen bleibt. Taiwan verliert ebenfalls deutlich: Der TSEC Weighted Index fällt um 2,46 %, wobei TSMC unter globalen Halbleiter-Kostendrücken leidet. Der Hang Seng Index gibt 1,33 % nach, obwohl Chinas Wertpapieraufsicht ankündigte, mehr mittelfristig gebundenes Kapital in die Aktienmärkte zu leiten. Der chinesische SSE Composite verliert 1,01 %, Australiens S&P/ASX 200 gibt 0,73 % ab, belastet auch durch einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 4,4 %, und Indiens S&P BSE Sensex fällt 1,11 %, während die indische Zentralbank durch Dollarverkäufe interveniert, um die Rupie vor einem Rekordtief zu bewahren.
USA
Nachbörslich überzeugten mehrere Unternehmen: Digital Realty übertraf beim Umsatz mit 1,90 Mrd. USD die Schätzungen von 1,66 Mrd. USD deutlich, und Comfort Systems USA lieferte ein bereinigtes verwässertes EPS von 12,53 USD gegenüber einer Konsenserwartung von 10,42 USD. Auf der anderen Seite verfehlten NVR und Boston Beer die Gewinnerwartungen klar.
Marktbewegendes Thema bleibt das Inkrafttreten der neuen US-Zölle auf Importe aus 60 Ländern, die nun auch formal gelten. Abseits davon verhandelt Meta über eine 12-Mrd.-USD-Finanzierung für ein Rechenzentrum in Texas zu Renditen von über 7 %, rund 40 Basispunkte über dem Niveau früherer vergleichbarer Transaktionen.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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