Nachricht
07:48 Uhr, 03.08.2026

Morning-Flash: Iran-Angriff abgesagt – Ölpreis bricht ein

Brent-Öl bricht um 7,48 % auf 83,41 USD ein, DAX- und US-Futures ziehen an – nur Südkoreas KOSPI fällt im Chip-Ausverkauf um fast 5 %.

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: DE000WAF3001Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (XETRA)
    VerkaufenKaufen

    Schnell. Sicher. Direkt.Trading über stock3 war noch nie so einfach. 

    Mehr erfahren Nein, danke
  • ISIN: US0231351067Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (Nasdaq)
    VerkaufenKaufen

Die abgesagte US-Militäraktion gegen den Iran nimmt Druck vom Ölmarkt und stützt die Aktienfutures rund um den Globus. Der DAX-Future deutet einen deutlich festeren Start an, auch die US-Futures notieren durchweg im Plus. In Asien fällt der Befund gemischt aus: Südkoreas KOSPI bricht im Sog der Halbleiterwerte um fast 5 % ein.

Aktuelles Marktgeschehen

Der DAX-Future notiert vorbörslich bei 25.907 Punkten und gewinnt 0,81 %. Damit zeichnet sich zum Wochenstart ein freundlicher Handelsbeginn in Frankfurt ab. Rückenwind kommt aus Übersee: Der S&P-500-Future steht bei 7.535 Zählern und legt 0,61 % zu, der Nasdaq-100-Future bei 28.514 Punkten mit einem Plus von 0,85 %, der Dow-Jones-Future bei 52.787 Zählern mit 0,58 %. Die Bewegung folgt der geopolitischen Entspannung: US-Präsident Trump hat einen Militärschlag gegen den Iran vorerst abgesagt und Verhandlungen in Aussicht gestellt.

Entsprechend baut sich die Risikoprämie am Energiemarkt ab. Brent-Öl fällt um 7,48 % auf 83,41 USD, im Tagesverlauf lag das Minus zeitweise bei knapp 10 %. Sinkende Energiepreise dämpfen den Inflationsdruck und entlasten Industrie, Transport und Konsum. Gold notiert mit 0,12 % kaum verändert bei 4.111,8 USD, Bitcoin gibt 1,23 % auf 62.719,16 USD nach.

Vorbörsliche Tops & Flops

Wert Vorbörslich
Siltronic +5,06 %
Amazon +2,78 %
NVIDIA +2,76 %
Travelers Companies Inc.,The -3,87 %
VERBIO Vereinigt.BioEnergie -2,23 %
Chevron -1,86 %

Ausblick

Im Tagesverlauf stehen die deutschen Einzelhandelsumsätze für Juni und die Schweizer Inflationsdaten an. Im Zentrum steht der US-ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe um 16:00 Uhr, erwartet wird ein Wert von 54. Nachbörslich berichten unter anderem Palantir Technologies und Vertex Pharmaceuticals, vorbörslich meldet Marriott International.

Tagesüberblick-Infografik: die wichtigsten Termine und Earnings des Tages

Die wichtigsten Konjunkturtermine und Quartalszahlen des Handelstags im Überblick.

Europa

Nachrichtlich dominiert die Energiepolitik: Bundeswirtschaftsministerin Reiche prüft eine strategische Gasreserve von 24 Mrd. Kilowattstunden ohne Umlage, finanziert entweder über den Haushalt oder ein Mischmodell. Parallel entfacht DIW-Präsident Fratzscher die Rentendebatte neu, denn die Abschaffung der Rente mit 63 brächte langfristig Einsparungen von 10 Mrd. EUR, stößt aber auf Widerstand ostdeutscher CDU-Länder.

Aus der Wirtschaft kommen gemischte Signale. Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln wuchs von April bis Juli 2026 um 3,8 % auf 4,75 Mrd. EUR, getragen von den Drogeriemärkten mit einem Zuwachs von 20 %. Am Automarkt sanken die Rabatte auf E-Autos im Juli auf 17,6 %, während Verbrenner mit 19,4 % nachgelassen wurden; die Preisdifferenz zwischen den meistverkauften Modellen wächst auf 2.363 EUR. Bei den Einzelwerten rückt Siltronic in den Fokus: Die UBS hat den Wafer-Hersteller von Neutral auf Buy hochgestuft und das Kursziel von 82 auf 105 EUR angehoben.

Asien

Die klare Ausnahme vom freundlichen Gesamtbild ist Südkorea. Der KOSPI verliert 4,90 % und damit am stärksten aller asiatischen Leitbörsen, belastet vom Ausverkauf im Halbleitersektor: Samsung Electronics und SK Hynix stehen unter Druck, obwohl beide von steigenden GDDR7-DRAM-Preisen profitieren dürften. Der Nikkei 225 gibt 1,12 % nach, der SSE Composite in China 0,76 %. Fester zeigen sich der Sensex in Indien mit 0,79 %, Taiwans TSEC mit 0,56 % und der ASX 200 in Australien mit 0,15 %; der Hang Seng tritt mit 0,03 % auf der Stelle.

Geldpolitisch bleibt es ruhig: Die Bank of Japan legte ihren Wirtschaftsausblick ohne Ankündigung von Zinsschritten vor, Chinas Zentralbank stellte zeitnahe Anpassungen bei angemessen lockerer Haltung in Aussicht. Chinas Einkaufsmanagerindex für die Industrie kam mit 50,9 unter der Erwartung von 51,5 herein. Am Devisenmarkt intervenierten Japan und die USA erstmals seit 2011 gemeinsam und kauften Yen, der auf 155 pro Dollar zulegte; US-Finanzminister Bessent plant laut Notizen Käufe von 5 bis 10 Mrd. USD. Unter den Einzelwerten fällt Fanuc auf: Die Aktie verzeichnet mit bis zu 40 % Minus den schlimmsten Eintagesrückgang seit vier Jahrzehnten, obwohl der Robotik-Zulieferer die Jahresprognose um rund 3 % anhob und die Aufträge im Juni-Quartal um 37 % sprangen. Der Markt reagiert auf Beschaffungssorgen. Freundlicher lief es bei Daiwa Securities mit einem um 81 % auf 56,4 Mrd. JPY gestiegenen Nettogewinn, dem höchsten Stand seit 13 Jahren, sowie bei SK On mit dem höchsten Quartalsgewinn seit der Abspaltung 2021.

USA

Die geopolitische Entspannung überlagerte alles andere: Mit der vorerst abgesagten Iran-Operation und der Aussicht auf Verhandlungen gaben die Ölpreise deutlich nach, was Energiewerte belastet, den breiten Markt aber entlastet. Zweites Thema war die koordinierte Yen-Intervention mit Japan, die erste seit Jahrzehnten.

Bei den Einzelwerten stand NVIDIA im Blick, nachdem CEO Jensen Huang erklärte, der Bau neuer KI-Rechenzentren werde zahlreiche sechsstellig bezahlte Jobs in der Sanitär- und Baubranche schaffen. Aus der Konsumentenwelt kamen zwei Datenpunkte: Mehr als drei Millionen Amerikaner ab 62 Jahren tragen Bundesstudentendarlehen, nach 1,8 Millionen im Jahr 2018. Und US-Hausbesitzer gaben 2025 im Schnitt 12.500 USD für Reparaturen und Renovierungen aus, rund 39 % mehr als 2019.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

Passende Produkte

WKN Long/Short KO Hebel Laufzeit Bid Ask
Keine Ergebnisse gefunden
Zur Produktsuche