MORNING BRIEFING - USA/Asien
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Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:
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+++++ TAGESTHEMA +++++
US-Donald Präsident Trump hat 25 Prozent Zoll auf alle Autoimporte angekündigt. "Wir werden 25 Prozent Zölle auf alle Autos erheben, die nicht in den Vereinigten Staaten hergestellt werden", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office. Ausnahmeregelungen für Länder wie Kanada und Mexiko, die ein Freihandelsabkommen mit den USA haben, scheinen damit ausgeschlossen zu sein. Die USA werden am 3. April mit der Erhebung der Autozölle beginnen, sagte Trump.
Die Zölle würden auf fertige Autos und Autoteile erhoben, sagte ein hoher Regierungsbeamter. Die Regierung hatte erwogen, Autoteile von den Zöllen auszunehmen. Teile, die mit dem bisherigen Handelsabkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada übereinstimmen, bleiben jedoch zollfrei, bis das Handelsministerium ein Verfahren zur Anwendung von Zöllen auf nicht-amerikanische Inhalte einführe, schrieb der stellvertretende Pressesprecher des Weißen Hauses, Harrison Fields, online.
Der Zollsatz von 25 Prozent soll zusätzlich zu bestehenden Zöllen erhoben werden, darunter die derzeit von den USA erhobene Abgabe von 2,5 Prozent sowie die Zölle von 25 Prozent auf leichte Nutzfahrzeuge, erklärte der Regierungsbeamte weiter. Fast die Hälfte der in den USA im Jahr 2024 verkauften Neufahrzeuge wurde außerhalb der USA montiert. Mexiko ist der größte Autoexporteur in die USA und liefert Pickups von General Motors, Ram und Toyota sowie erschwingliche Limousinen von Nissan und VW sowie Luxusmodelle von BMW und Audi.
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- US 13:30 BIP (3. Veröffentlichung) 4Q annualisiert PROGNOSE: +2,3% gg Vq 2. Veröff.: +2,3% gg Vq 3. Quartal: +3,1% gg Vq BIP-Deflator PROGNOSE: +2,4% gg Vq 2. Veröff.: +2,4% gg Vq 3. Quartal: +2,2% gg Vq 13:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) PROGNOSE: 226.000 zuvor: 223.000
+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++
Index zuletzt +/- % S&P/ASX 200 (Sydney) 7.969,00 -0,4% Nikkei-225 (Tokio) 37.782,36 -0,6% Hang-Seng (Hongk.) 23.688,28 +0,9% Schanghai-Comp. 3.377,57 +0,3% Kospi (Seoul) 2.607,15 -1,4%
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
OSTASIEN (VERLAUF)
Uneinheitlich tendieren die Aktienmärkte in Ostasien und Australien am Donnerstag. Die von US-Präsident Donald Trump am Vortag angekündigten Strafzölle von 25 Prozent auf Autos belasten vor allem die Aktien japanischer und südkoreanischer Hersteller, was die Leitindizes in Tokio und Seoul in negatives Terrain drückt. Die chinesischen Börsen zeigen sich derweil mit Aufschlägen. Die verschiedenen Länder der Region würden durch die neuen US-Zölle unterschiedlich stark belastet, erklärt Yeap Jun Rong, Stratege bei IG Market. Die chinesischen Börsen trotzten der negativen Tendenz wohl deshalb, weil Trump die reziproken Zölle, die ab der nächsten Woche gelten sollten, heruntergespielt habe. Analyst Angus Chan von Bocom International merkt an, dass auf chinesische Autos in den USA schon seit Jahren Zölle erhoben würden, so dass viele chinesische Autohersteller, Zulieferer und Batteriehersteller sich vom US-Markt ohnehin fernhielten. Daher dürften die Folgen für die chinesische Autoindustrie weit weniger gravierend sei. Passend dazu steigt der Kurs des Elektroautoherstellers BYD in Hongkong um 2 Prozent. Dongfeng klettern um 3,8 Prozent und Geely um 0,1 Prozent. Die Aktien der japanischen Autohersteller Toyota Motor, Honda und Nissan fallen in Tokio um 2,8 bzw. 3,0 bzw. 2,1 Prozent. Für Hyundai Motor und Kia geht es in Seoul um 4,1 bzw. 3,4 Prozent nach unten.
WALL STREET
·INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD ·DJIA 42.454,79 -0,3% -132,71 +0,1% ·S&P-500 5.712,20 -1,1% -64,45 -1,8% ·NASDAQ Comp 17.899,02 -2,0% -372,84 -5,4% ·NASDAQ 100 19.916,99 -1,8% -370,83 -3,4% Umsatzdaten Mittwoch Dienstag Umsatz NYSE (Aktien) 970 Mio 1,14 Mrd Gewinner 988 1.235 Verlierer 1.774 1.527 Unverändert 69 69
Schwach - Je näher der von US-Präsident Donald Trump als "Befreiungstag" titulierte 2. April rückte, desto größer die Zurückhaltung am Markt. Im Handelsverlauf steigerte das Weiße Haus die Verunsicherung weiter mit der Ankündigung, dass es noch am Berichtstag eine Pressekonferenz zu Zollplänen geben werde. Vor diesem Hintergrund gingen positive Konjunkturdaten unter, zumal sie auch noch gegen Zinssenkungen sprechen. Mit den Autoimportzöllen ante portas verloren GM und Stellantis 3,1 bzw. 3,6 Prozent. Ford hielten sich mit plus 0,2 Prozent besser. Im sehr schwachen Technologiesegment sackten Nvidia um 5,7 Prozent ab. Behörden in China hielten große Technologieunternehmen des Landes davon ab, Nvidias H20-Chip zu kaufen, berichtete die Financial Times. Boeing fielen um 2,2 Prozent, nachdem ein Bundesrichter den Flugzeughersteller angewiesen hatte, in einem Strafverfahren vor Gericht zu erscheinen. Das Wall Street Journal hatte zuvor berichtet, der Konzern versuche ein früheres Schuldeingeständnis um Täuschung der Behörden zurückzuziehen. Gamestop kletterten um 11,8 Prozent. Der Videospielehändler will künftig Bitcoin als Reservevermögen einführen.
USA - ANLEIHEN
Passend zu positiv ausgefallenen Konjunkturdaten zogen die Renditen am Rentenmarkt an. Zudem befeuerten die Autozollankündigungen Inflationsspekulationen. Zehnjährige US-Staatsanleihen warfen mit 4,35 Prozent 4 Basispunkte mehr als am Vortag ab.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 8:15 Uhr % YTD EUR/USD 1,0782 0,4 1,0738 1,0788 +4,2% EUR/JPY 162,16 0,5 161,42 162,38 -0,7% EUR/GBP 0,8340 0,0 0,8340 0,8346 +0,8% GBP/USD 1,2929 0,4 1,2876 1,2925 +3,4% USD/JPY 150,40 0,0 150,33 150,52 -4,7% USD/KRW 1.465,55 -0,1 1.466,70 1.466,15 -0,6% USD/CNY 7,1835 -0,0 7,1865 7,1832 -0,4% USD/CNH 7,2695 -0,1 7,2769 7,2732 -0,9% USD/HKD 7,7753 -0,0 7,7758 7,7747 +0,1% AUD/USD 0,6318 0,6 0,6283 0,6319 +1,9% NZD/USD 0,5750 0,6 0,5715 0,5752 +2,5% BTC/USD 87.486,45 0,7 86.840,35 87.896,90 -6,1% YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags
Anziehende Marktzinsen nach guten Konjunkturdaten verhalfen dem Dollar zu Aufschlägen, der Dollar-Index stieg um 0,4 Prozent. Das Pfund Sterling gab nach, nachdem in Großbritannien Spekulationen über Zinssenkungen von günstig ausgefallenen Inflationsdaten genährt wurden.
+++++ ROHSTOFFE +++++
ÖL
ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 69,63 69,92 -0,4% -0,29 +1,6% Brent/ICE 73,72 74,00 -0,4% -0,28 -3,1% YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags
Die Ölpreise zogen um rund 1,0 Prozent an - gestützt von überraschend gesunkenen US-Rohöllagerbeständen. Volkswirte hatten steigende Bestände prognostiziert. Aber auch von Sorgen hinsichtlich der globalen Versorgung war die Rede, nachdem die USA ihre Bemühungen verstärkt hatten, den Verkauf von iranischem und venezolanischem Rohöl zu begrenzen.
METALLE
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 3027,84 3019,325 +0,3% +8,52 +15,1% Silber 31,26 31,32 -0,2% -0,06 +12,1% Platin 904,17 909,53 -0,6% -5,36 +3,8% Kupfer 5,2245 5,243 -0,4% -0,02 +28,7% YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags
Der Goldpreis (-0,1%) bewegte sich kaum.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++
ZOLLSTREIT KANADA / USA
Der von US-Präsident Trump verhängte 25-prozentige Zoll auf Autos und Autoteile wird Kanada nach Einschätzung von Premierminister Mark Carney "schaden". Carney sagte, er werde sich am Donnerstag mit Ministern des Kabinettsausschusses USA-Kanada treffen, um Handelsoptionen zu erkunden, darunter auch Vergeltungszölle gegen US-Produkte.
PFIZER
Die US-Staatsanwaltschaft prüft offenbar einen Insidertipp zum Timing des Corona-Impfstoffs von Pfizer. Kurz nachdem Donald Trump im vergangenen November die Präsidentschaftswahlen gewonnen hatte, habe der britische Pharmakonzern GSK eine ungewöhnliche Klage bei den Bundesstaatsanwälten in Manhattan eingereicht, sagten informierte Personen. Ein hochrangiger GSK-Wissenschaftler, der früher für Pfizer arbeitete, soll Kollegen erzählt haben, dass Pfizer die Erfolgsmeldung über seinen Covid-Impfstoff im Jahr 2020 bis nach der Präsidentschaftswahl in jenem Jahr hinausgezögert habe. Der Wissenschaftler bestreitet allerdings diese Aussagen gemacht zu haben. Die Staatsanwälte nehmen jedoch die Informationen von GSK genauer unter die Lupe, was politisch brisant sein könnte. Trump hat jahrelang behauptet, Pfizer habe die positiven Ergebnisse klinischer Studien verschwiegen, was ein gutes Licht auf sein Pandemiemanagement hätte werfen können.
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/flf/gos/cln
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