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09:33 Uhr, 26.01.2026

MÄRKTE EUROPA/Goldpreis über 5.000 Dollar - DAX stabil

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DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich zum Wochenstart kaum verändert. Der DAX erhöht sich um vier auf 24.905 Punke, der Euro-Stoxx-50 legt um 0,1 Prozent auf 5.953 Punkte zu. Die Börsen warten auf den Beginn der Berichtssaison in Europa und die Ergebnisse der US-Notenbank-Sitzung am Mittwoch. Die Märkte der Stunde bleiben zudem die Edelmetalle. Der Goldpreis hat erstmals die Marke von 5.000 Dollar je Unze überwunden und auch deutlich hinter sich gelassen: Aktuell steigt die Feinunze um 2,2 Prozent auf 5.096 Dollar. Noch stärker nach oben geht es mit dem Silberpreis, der um 5,5 Prozent zulegt.

Der Preisanstieg der Edelmetalle wird an den Aktienmärkten nicht gefeiert, sondern als Krisen-Indikator und Flucht aus dem US-Dollar gewertet. Die Eskalation in den USA mit der erneuten Tötung eines US-Bürgers durch die Einwanderungsbehörde ICE beunruhigt. Die innenpolitische Tragweite macht auch der Wirtschaft Sorgen: Am Wochenende forderten mehr als 60 CEOs von Firmen in Minnesota eine Deeskalation, darunter Cargill, Target und Unitedhealth.

Die Dollar-Schwäche dürfte nun auch stärkere Folgen für den Aktienmarkt haben. "Anleger dürften sich auf ein weiteres Abrutschen vorbereiten und in dollar-unabhängigere Branchen fliehen", so ein Händler. Zum einen treibe dies die Rohstoffmärkte, die praktisch als Währung interpretiert würden. Dazu würden aus europäischer Sicht Unternehmen mit Fokus auf den Binnenmarkt und den Euro-Raum gesucht. Dazu dürften vor allem Versorger, Telekoms und Immobilienwerte gehören, sowie wegen des europäischen Nachrüstungsbedarfs auch die Rüstungsaktien mit Fokus Europa.

Dazu nimmt Trump wieder seine unberechenbare Drohpolitik gegen Kanada auf. Wegen positiver Import-Konditionen für chinesische Autos bedroht er den Nachbarn mit Zöllen von 100 Prozent. Die US-Politik hatte beim US-Dollar in der Vorwoche zur schwächsten Handelswoche seit acht Monaten geführt. Die Reputation der US-Währung ist seit der Grönland-Debatte massiv angeschlagen. "Wir sehen ein Muster, wo die Politik, wann immer sie sich bewegt, den Spielraum der politischen Optionen auf eine Art erweitert, die disruptiv ist. Die Marktreaktion ist dann, den Dollar zu verkaufen", sagt Steve Englander, Leiter des Devisen-Reseach bei Standard Chartered Bank. Aktuell gibt der Dollar-Index um weitere 0,5 Prozent nach.

Im europäischen Stoxx-Universum steigt der Index der rohstoffnahen Basic Resources um 0,9 Prozent, dahinter legen die Indizes der Immobilienwerte und der Versorger um 0,6 bzw. 0,4 Prozent zu. Auf der anderen Seite fällt der Index der Reise- und Freizeitaktien um 1,3 Prozent. Stark wiederum zeigen sich auch die Banken (+0,8%).

Im DAX ziehen Commerzbank um 2,5 Prozent an und Deutsche Bank um 1,3 Prozent. Heidelberg Materials steigen um 1,7 Prozent. Dagegen fallen SAP und VW um jeweils knapp 1 Prozent.

In der zweiten Reihe erholen sich Aroundtown um 5,0 Prozent und Puma um 3,7 Prozent. Kion geben 3,1 Prozent ab. In der dritten Reihe ziehen Stabilus um 2,7 Prozent an, der Autozulieferer hat seinen Ausblick bekräftigt.

In der anlaufenden US-Berichtssaison legen in dieser Woche über 90 Unternehmen aus dem S&P-500 Zahlen vor, darunter Apple und Microsoft. Bei der US-Notenbank stehen die Aussagen von Fed-Präsident Jerome Powell im Fokus. Er hatte sich bereits zu den jüngsten Trump-Vorwürfen in einer für die Fed ungewohnten Weise per Video an die Öffentlichkeit gewandt. "Da er keine Rücksicht mehr auf politische Befindlichkeiten nehmen muss, erwartet der Markt, dass er sich sehr direkt und drastisch äussern wird", so ein Händler.

In Deutschland schaut man zu Wochenbeginn zudem auf den Ifo-Index für Januar am Vormittag.

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INDEX                     zuletzt        +/- %    absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50            5.953,03        +0,1%       4,83          +2,7% 
Stoxx-50                 5.062,65        +0,1%       3,67          +2,9% 
DAX                     24.904,68        +0,0%       3,97          +1,7% 
MDAX                    31.764,40        +0,1%      18,28          +3,7% 
TecDAX                   3.723,21        -0,0%      -0,61          +2,8% 
SDAX                    18.282,06        -0,1%     -20,76          +6,6% 
CAC                      8.133,88        -0,1%      -9,17          -0,1% 
SMI                     13.106,86        -0,3%     -40,27          -0,9% 
ATX                      5.523,43        +0,1%       4,26          +3,6% 
 
DEVISEN                   zuletzt        +/- %       0:00  Fr, 17:20 Uhr   % YTD 
EUR/USD                    1,1841        -0,4%     1,1889         1,1754   +1,1% 
EUR/JPY                    182,44        -0,7%     183,77         185,76   -0,5% 
EUR/CHF                    0,9224        +0,1%     0,9215         0,9277   -1,1% 
EUR/GBP                    0,8678        -0,2%     0,8692         0,8666   -0,5% 
USD/JPY                    154,07        -0,3%     154,57         158,04   -1,6% 
GBP/USD                    1,3645        -0,2%     1,3678         1,3564   +1,5% 
USD/CNY                    6,9837        -0,2%     6,9953         6,9953   -0,4% 
USD/CNH                    6,9546        +0,1%     6,9478         6,9632   -0,4% 
AUS/USD                    0,6912        -0,2%     0,6927         0,6869   +3,8% 
Bitcoin/USD             88.118,30        +1,9%  86.450,10      89.577,30   -2,5% 
 
ROHÖL                     zuletzt  VT-Settlem.      +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                   60,91        61,07      -0,3%          -0,16   +6,6% 
Brent/ICE                   65,71        65,88      -0,3%          -0,17   +8,8% 
 
METALLE                   zuletzt       Vortag      +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold                     5.096,15     4.984,53      +2,2%         111,62  +15,4% 
Silber                     108,97       103,28      +5,5%           5,69  +44,9% 
Platin                   2.421,25     2.342,60      +3,4%          78,65  +33,8% 
Kupfer                       5,94         5,95      -0,1%          -0,01   +3,8% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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