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08:13 Uhr, 05.01.2026

MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Nach den Militärschlägen gegen Venezuela und der Gefangennahme von Machthaber Nicolas Maduro wollen die USA eine Übergangsregierung in dem südamerikanischen Land installieren. Diese soll die angeschlagene Ölindustrie reparieren und ein Land stabilisieren. Die US-Militäroperation zur Absetzung Maduros sei schnell, präzise und mit Entschiedenheit abgelaufen, aber was als Nächstes komme, sei voller Risiken und berge das Potenzial für Fehler, sagten aktuelle und ehemalige US-Vertreter. US-Präsident Donald Trump ließ die Aussicht auf die Einsetzung einer Übergangsregierung in Venezuela relativ einfach erscheinen. Er sagte am Samstag, dass Milliarden an Ölgeldern verwendet würden, um die Industrie wiederaufzubauen und die Venezolaner reich zu machen. Er sagte, er werde die nächste Phase in der Geschichte des Landes persönlich beaufsichtigen, nachdem Maduro bei einem nächtlichen Zugriff durch US-Kommandos entmachtet worden war. Ansonsten nannte Trump nur wenige Details.

Nach der Entmachtung und Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro hat die Vizepräsidentin Delcy Rodriguez geschäftsführend die Führung des Landes übernommen und sanftere Töne gegenüber den Vereinigten Staaten angeschlagen.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

Keine wichtigen Termine angekündigt.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US 
    16:00 ISM-Index verarbeitendes Gewerbe Dezember 
          PROGNOSE:  48,3 Punkte 
          zuvor:     48,2 Punkte 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX                       zuletzt  +/- % 
E-Mini-Future S&P-500      6.910,50  +0,1% 
E-Mini-Future Nasdaq-100  25.485,75  +0,4% 
S&P/ASX 200 (Sydney)       8.728,60  +0,0% 
Nikkei-225 (Tokio)        51.832,80  +3,0% 
Hang-Seng (Hongk.)        26.374,00  +0,1% 
Shanghai-Comp.             4.021,77  +1,3% 
Kospi (Seoul)              4.457,52  +3,4% 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Die technologiegetriebene Rally setzt sich am Montag fort. Da zuletzt noch nicht alle Handelsplätze geöffnet waren, vollziehen einige Börsen der Region die Aufschläge vom vergangenen Freitag nach - so wie in Japan. Händler sprechen von einem ungebrochenen KI-Boom. Die Risikobereitschaft unter Anlegern scheint von den geopolitischen Spannungen weitgehend unberührt, nachdem die USA einen Angriff auf Venezuela gestartet und Machthaber Nicolas Maduro gefangen genommen hatten. Der marktbreite Topix in Japan und der südkoreanische Kospi verbuchen Allzeithochs. Die Chiptitel Advantest und Tokyo Electron ziehen um über 6 Prozent an. In Südkorea markieren die schwer gewichteten Samsung Electronics mit einem Aufschlag von 7,8 Prozent das nächste Rekordhoch. In China stagniert der HSI in Hongkong und Shanghai-Composite legt dagegen zu. Der HSI hatte bereits am Freitag deutlich zugelegt, auf dem Festland werden diese Aufschläge nun nachgeholt, weil dort erst jetzt wieder gehandelt wird. Bei den chinesischen Dienstleistern hat sich die Geschäftsaktivität im Dezember verlangsamt. Der von RatingDog und dem Researchhaus S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Servicesektor blieb damit aber im Expansion anzeigenden Bereich. Der australische S&P/ASX-200 schloss unverändert. Technologiewerte spielen in diesem Index keine Rolle.

WALL STREET

INDEX               zuletzt        +/- %    absolut 
DJIA              48.382,39        +0,7%     319,10 
S&P-500            6.858,47        +0,2%      12,97 
NASDAQ Comp       23.235,63        -0,0%      -6,36 
NASDAQ 100        25.206,17        -0,2%     -43,68 
 
                     Freitag    Mittwoch 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,04 Mrd   936 Mio 
Gewinner                1.882       703 
Verlierer                 882     2.042 
Unverändert                74        90 
 

Uneinheitlich - Nach einem freundlichen Start - angeführt von festen Technologieaktien - kamen die Kurse allmählich von den Tageshochs zurück. Der Dow-Jones-Index schlug sich am besten. Stützend wirkten starke Kursgewinne bei Caterpillar (+4,5%), Boeing (+4,9%) und Goldman Sachs (+4,0%). Der breite S&P-500 schloss nur knapp im Prozent im Plus. Im Technologiesegment wurden Halbleiteraktien mit KI-Fantasie favorisiert, wenngleich auch hier Anfangsgewinne im Verlauf abbröckelten. Nvidia stiegen um 1,3 Prozent, AMD um 4,3 und Broadcom um 0,4 Prozent. Western Digital legten um 9,0 Prozent zu. Die Aktie des Datenspeicherexperten war 2025 mit einem Anstieg um 282 Prozent der größte Gewinner im S&P-500. Das Papier des Speicherchipherstellers Micron Technology gewann 10,5 Prozent - aufbauend auf einem 2025er Kursplus von 239 Prozent. Der Kurs des Flash-Speicherherstellers Sandisk schnellte um 15,9 Prozent nach oben. Intel machten einen Satz um 6,7 Prozent, Nvidia hatte laut Mitteilung Ende Dezember ihren Beteiligungseinstieg bei Intel im Wert von 5 Milliarden Dollar abgeschlossen. Kräftige Gewinne gabt es bei Aktien von Möbelherstellern, nachdem US-Präsident Trump geplante Zollerhöhungen auf Polstermöbel, Küchenschränke und Waschtische um ein Jahr verschoben hatte. Tesla fielen den siebten Handelstag in Folge, diesmal um 2,6 Prozent. Der Elektroautohersteller lieferte im vierten Quartal weniger Autos aus als im Vorjahrszeitraum.

US-ANLEIHEN

Die Renditen stiegen nach den jüngsten positiven Wirtschaftsdaten, im Zehnjahresbereich um 3 Basispunkte auf 4,19 Prozent. Am Silvestertag 2025 hatten Zinssenkungsspekulationen einen leichten Dämpfer von besser als gedacht ausgefallenen wöchentlichen Arbeitsmarktdaten erhalten. Zum Start in das neue Jahr sprach der revidierte Einkaufsmanagerindex der US-Industrie im Dezember ebenfalls gegen sinkende Zinsen.

DEVISEN

DEVISEN                   zuletzt       +/- %      00:00  Fr, 08:14   % YTD 
EUR/USD                    1,1688        -0,2     1,1714     1,1745   +0,0% 
EUR/JPY                    183,51        -0,1     183,67     184,29   -0,2% 
EUR/GBP                    0,8702        -0,1     0,8707     0,8721   -0,0% 
GBP/USD                    1,3432        -0,1     1,3450     1,3468   +0,0% 
USD/JPY                    157,01         0,2     156,77     156,91   -0,1% 
USD/KRW                  1.445,44         0,2   1.442,48   1.444,13   +0,1% 
USD/CNY                    7,0236         0,0     7,0207     7,0183   -0,1% 
USD/CNH                    6,9750         0,1     6,9711     6,9710   -0,0% 
USD/HKD                    7,7880        -0,0     7,7917     7,7907   +0,5% 
AUD/USD                    0,6681        -0,1     0,6686     0,6692   +0,3% 
NZD/USD                    0,5758        -0,0     0,5758     0,5759   +0,2% 
BTC/USD                 92.562,35         1,5  91.205,90  88.935,45   +2,2% 
 

Die gestiegenen Renditen stützten den Dollar, der Euro kam auf 1,1722 Dollar zurück. Marktteilnehmer erklärten die Euro-Schwäche auch mit einem nach unten revidierten Einkaufsmanagerindex für die Industrie in der Eurozone.

Der Dollar steigt am Morgen - auch zum Yen. Damit kommen Fragen am Markt über die Rolle des Greenbacks als Fluchtwährung auf. Ein Anstieg des Yen als klassische Fluchtwährung in unsicheren Zeiten hätte sicher nicht überraschen dürfen, heißt es mit Blick auf den US-Militärschlag gegen Venezuela und der Gefangennahme von Machthaber Nicolas Maduro.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

METALLE                   zuletzt      Vortag      +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold                     4.418,90    4.332,42      +2,0%     +86,48   +0,3% 
Silber                      75,46      72,858      +3,6%      +2,61   +2,2% 
Platin                   1.898,27    1.827,82      +3,9%     +70,45   +3,9% 
Kupfer                       5,80        5,64      +2,8%      +0,16  +41,0% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Bei den Edelmetallpreisen beruhigte sich das zuletzt volatile Geschäft. Die Feinunze Gold legte um 0,2 Prozent auf 4.329 Dollar zu, Silber um 1,7 Prozent auf 72,51 Dollar.

ÖL

ROHÖL                     zuletzt  VT-Schluss      +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                   56,89       57,32      -0,8%      -0,43  -20,1% 
Brent/ICE                   61,88       61,92      -0,1%      -0,04  -18,6% 
 

Die Ölpreise gaben leicht nach um 0,3 Prozent. Wenn am Sonntag die Opec+-Länder zusammentreffen, werde allgemein eine Bekräftigung des Beschlusses erwartet, die Förderziele im ersten Quartal unverändert zu lassen, hieß es. Dies wurde dann auch so beschlossen.

+++++ MELDUNGEN SEIT Montag, 20.00 UHR +++++

US-GELDPOLITIK

Die Präsidentin der US-Federal Reserve Bank of Philadelphia, Anna Paulson, hält weitere Zinssenkungen der US-Notenbank bei einer abkühlenden Inflation für möglich - deutete jedoch an, dass zusätzliche Schritte nicht unmittelbar bevorstehen dürften. Paulson sagte, sie sei vorsichtig optimistisch, dass der Preisauftrieb in den kommenden Monaten nachlassen. Das Zinsziel der Fed, das derzeit bei 3,50 bis 3,75 Prozent liege, sei immer noch "etwas restriktiv". Damit sei es hoch genug, um der Inflation entgegenzuwirken, was letztlich weitere Zinssenkungen ermöglichen könne.

KONJUNKTUR CHINA

Bei den chinesischen Dienstleistern hat sich die Geschäftsaktivität im Dezember verlangsamt. Der von RatingDog und S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Servicesektor verringerte sich auf 52,0 (November: 52,1) Punkte. Der auf Daten der staatlichen Statistikbehörde basierende offizielle Einkaufsmanagerindex war im Dezember auf 49,7 (Vormonat: 49,5) Punkte gestiegen.

USA - GRÖNLAND

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

January 05, 2026 02:13 ET (07:13 GMT)

US-Präsident Trump hat nach der Verhaftung des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro deutlich gemacht, dass er auch die Kontrolle über Grönland übernehmen will. "Wir brauchen Grönland aus Sicht der nationalen Sicherheit, und die Europäische Union braucht dafür uns, und das wissen sie auch", sagte er Reportern an Bord des Regierungsflugzeugs Air Force One.

SANOFI

hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA eine vorrangige Prüfung für eine Senkung der Alterszulassung für sein Typ-1-Diabetes-Medikament Tzield eingeräumt bekommen. Das französische Pharmaunternehmen teilte am Montag mit, die FDA-Prüfung könnte zu einer Senkung der Altersuntergrenze für den Einsatz des Medikamentes bei Kinder auf nur ein Jahr führen.

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