Nachricht
07:33 Uhr, 02.03.2026

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

=== 

+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In Seoul bleiben die Börsen wegen des Feiertages "Tag der Unabhängigkeitsbewegung" geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Der oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, ist nach einer Welle von Angriffen im Iran, die gemeinsam von den USA und Israel durchgeführt wurden, für tot erklärt worden. Die iranischen Staatsmedien berichteten, dass Khamenei in seinem Büro im Zentrum von Teheran getötet wurde. Vorübergehend werden die Angelegenheiten des Landes von einem dreiköpfigen Rat verwaltet, der sich aus dem Präsidenten, dem Vorsitzenden der Justiz und einem Vertreter des Wächterrats des Iran zusammensetzt. Neben Khamenei wurden bei den Angriffen auch eine Reihe hochrangiger iranischer Militärs und Politiker getötet. US-Präsident Donald Trump forderte die Iraner auf, die Schwächung der iranischen Machthaber zu nutzen und einen Regimewechsel anzustreben. Trump erklärte, die Bombardierungen aus der Luft und vom Meer aus würden "die ganze Woche über oder so lange wie nötig" ununterbrochen fortgesetzt. Der Iran möchte nach Aussage von Trump die Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten wieder aufnehmen. Drei Handelsschiffe sind im Gebiet der Straße von Hormus sind angegriffen worden. Die Islamischen Revolutionsgarden bekannten sich zu den drei Angriffen auf Handelsschiffe in der Meerenge.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

Es stehen keine wichtigen Termine auf der Agenda.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE 
    08:00 Einzelhandelsumsatz Januar 
          PROGNOSE: +0,1% gg Vm 
          saisonbereinigt real 
          zuvor: +0,8% gg Vm 
 
    09:55 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe 
          (2. Veröffentlichung) Februar 
          PROGNOSE:   k.A.* 
          1. Veröff.: 50,7 
          zuvor:      49,1 
- IT 
    09:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe Februar 
          PROGNOSE: 49,0 
          zuvor:    48,1 
- FR 
    09:50 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe 
          (2. Veröffentlichung) Februar 
          PROGNOSE:   k.A.* 
          1. Veröff.: 49,9 
          zuvor:      51,2 
- EU 
    10:00 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe Eurozone 
          (2. Veröffentlichung) Februar 
          PROGNOSE:   k.A.* 
          1. Veröff.: 50,8 
          zuvor:      49,5 
- GB 
    10:30 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe 
          (2. Veröffentlichung) Februar 
          1. Veröff.: 52,0 
          zuvor:      51,8 
- US 
    15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe 
          (2. Veröffentlichung) Februar 
          PROGNOSE:   k.A. 
          1. Veröff.: 51,2 
          zuvor:      52,4 
 
    16:00 ISM-Index verarbeitendes Gewerbe Februar 
          PROGNOSE: 51,8 Punkte 
          zuvor:    52,6 Punkte 
 
* Für die zweite Veröffentlichung der PMIs erstellen Volkswirte in der Regel keine Prognosen 
 

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell: 
Index                       zuletzt  +/- % 
DAX Futures               24.908,00   -1,7 
E-Mini-Future S&P-500      6.823,50   -1,0 
E-Mini-Future Nasdaq-100  24.720,00   -1,1 
Topix (Tokio)              3.888,03   -1,3 
Hang-Seng (Hongk.)        26.253,69   -1,4 
Shanghai-Comp.             4.185,43   +0,5 
 
Freitag: 
INDEX               zuletzt  +/- % 
DAX               25.284,26   -0,0 
DAX-Future        25.236,00   -0,3 
XDAX              25.202,65   -0,3 
MDAX              31.560,34   +0,3 
TecDAX             3.787,92   +0,9 
SDAX              18.194,96   +0,6 
Euro-Stoxx-50      6.138,41   -0,4 
Stoxx-50           5.294,26   +0,1 
Dow-Jones         48.977,92   -1,1 
S&P-500            6.878,88   -0,4 
Nasdaq Composite  22.668,21   -0,9 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Die Aktienmärkte werden zum Handelsbeginn deutlich im Minus erwartet. "Wir erwarten zum Wochenstart einen geordneten Abverkauf, allerdings keine Panik", sagt ein Marktteilnehmer. Anleihen als sichere Häfen werden leicht höher gehandelt, während der Wechselkurs Euro zum Dollar auf den am Wochenende durch die Angriffe der USA und Israels auf den Iran gestarteten Krieg kaum reagiert. Am stärksten reagiert Öl, das am Morgen 7 Prozent höher handelt. Damit ist auch hier keine Panik zu erkennen. Am Aktienmarkt dürften vor allem zyklische Sektoren, die von der Veränderung der Energiepreise am stärksten beeinflusst sind, wie Fluglinien oder auch Chemie leiden. Auf der anderen Seite dürfte Rüstung besser als der Gesamtmarkt laufen, aber auch Grundstoffe dürften von Investoren nun höher gewichtet werden.

Rückblick: Etwas leichter - Grund waren am Nachmittag zunehmende Sorgen eines US-Militärschlags gegen den Iran, nachdem die Gespräche ohne Einigung beendet worden waren. Die US-Botschaft in Israel teilte mit, das Außenministerium habe nicht unbedingt benötigtes Personal und dessen Familien unter Berufung auf Sicherheitsrisiken zur Ausreise aus dem Land ermächtigt. Um 3,7 Prozent aufwärts ging es für Swiss Re. Der Rückversicherer verdiente im vierten Quartal mehr als gedacht. Dazu trieb ein Aktienrückkauf über 1 Milliarde Dollar den Kurs an. Im Sog legten Munich Re und Hannover Rück um jeweils 1,3 Prozent zu. Holcim verloren nach Zahlenvorlage 1,4 Prozent und konnten zwischenzeitliche Kursgewinne nicht behaupten. IAG sanken um 7,8 Prozent. Die britisch-spanische Fluglinie hat mit dem Umsatz die Erwartungen knapp verfehlt.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Kaum verändert - Der DAX erholte sich im späten Handel wieder. Das Allzeithoch bei 25.508 Punkten lag damit in greifbarer Nähe. Der Inflationsdruck in Deutschland hatte im Februar etwas deutlicher als erwartet nachgelassen. Siemens Energy gewannen 1,0 Prozent. Die Aktie holte damit den Dividendenabschlag von 0,70 Euro pro Aktie mehr als wieder auf. BASF fielen um 1,9 Prozent. Der Ausblick belastete, hieß es. Die Aktie von Delivery Hero verlor nach der Zahlenvorlage 4,4 Prozent. Bruttowarenwert, Umsatz und Gewinn verfehlten die Prognosen jeweils knapp. Alzchem schlossen nach der Zahlenvorlage 4,9 Prozent niedriger. Hypoport stiegen um 9,1 Prozent, nachdem der Immobilienfinanzierer beim Ausblick positiv überrascht hatte. 1&1 stiegen um 8,3 Prozent. Im Handel wurde auf einen Kreisebericht verwiesen, laut dem Telefonica am Kauf von 1&1 interessiert sei. Für die Aktie von Telefonica ging es 5,5 Prozent nach oben, United Internet als 1&1-Großaktionär legten um 13,3 Prozent zu.

XETRA-NACHBÖRSE

Die für Freitagabende typische Ruhe hat den Handel ausgezeichnet. Im Sog der US-Börsen gaben die Kurse in der Breite etwas nach, auffällige Bewegungen in Einzelwerten wurden jedoch nicht verzeichnet.

USA - AKTIEN

Leichter - Anzeichen einer möglichen Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran haben die US-Börsen ins Minus gedrückt. Überraschend deutlich gestiegene US-Erzeugerpreise nährten derweil Inflationssorgen und verpassten Zinssenkungserwartungen einen Dämpfer. Der wider Erwarten gestiegene Chicago-Einkaufsmanagerindex vermochte die Stimmung nicht zu drehen. Die Nvidia-Aktie verlor weitere 4,2 Prozent, nachdem es am Vortag trotz starker Zahlen und eines ermutigenden Ausblicks bereits um 5,5 Prozent abwärts gegangen war. Händler sprachen von hartnäckigen KI-Ängsten. Paramount (+21%) geht als Sieger aus dem Bieterwettstreit um Warner Bros. Discovery (-2,3%) hervor. Netflix erklärte, der Streamingdienst werde das jüngste Angebot für den Hollywood-Studiobetreiber nicht mitgehen. Die Netflix-Titel legten um fast 14 Prozent zu. Die Aktien von Dell verteuerten sich nach Vorlage überzeugender Zahlen um 22 Prozent. Block gewannen fast 18 Prozent. Der Zahlungsdienstleister hatte bekannt gegeben, 4.000 Mitarbeiter oder 40 Prozent seiner Belegschaft abzubauen, und begründete dies mit den Auswirkungen von KI. Block erhöhte zudem die Prognose für 2026.

USA - ANLEIHEN

Anleihen waren als "sicherer Hafen" gesucht. Steigende Kurse drückten die Zehnjahresrendite um 6 Basispunkte auf 3,96 Prozent - den tiefsten Stand seit rund drei Monaten.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag  Fr, 17:05 
EUR/USD          1,174   -0,6   -0,0073          1,1813     1,1814 
EUR/JPY         184,30   -0,1   -0,0900        184,3900   184,3800 
EUR/CHF         0,9035   -0,6   -0,0054          0,9089     0,9081 
EUR/GBP         0,8769   +0,1    0,0007          0,8762     0,8782 
USD/JPY         156,98   +0,6    0,9500        156,0500   156,0500 
GBP/USD         1,3383   -0,8   -0,0101          1,3484     1,3450 
USD/CNY         6,8818   +0,4    0,0239          6,8579     6,8579 
USD/CNH         6,8809   +0,3    0,0210          6,8599     6,8604 
AUS/USD          0,707   -0,6   -0,0043          0,7113     0,7127 
Bitcoin/USD  66.154,69   +0,7    468,69       65.686,00  66.011,66 
 

Der Dollar zeigte sich knapp behauptet. Anleger blieben skeptisch gegenüber Dollarkäufen angesichts von Sorgen über die Zollpolitik, die Unabhängigkeit der Zentralbank und geopolitische Interventionen, auch im Iran, hieß es.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

March 02, 2026 01:33 ET (06:33 GMT)

Der US-Dollar legt im asiatischen Handel gegenüber den meisten anderen Währungen zu. Grund dafür ist Analysten zufolge die wahrscheinliche Nachfrage nach sofortiger Liquidität angesichts des Nahostkonflikts. Der US-Dollar könnte weiter zulegen, da die Mentalität "cash is king" den Greenback begünstige, urteilt Analyst Vishnu Varathan von Mizuho. Dies könne sich durch den größeren Nachteil des Euro und der meisten anderen Nicht-Öl-Währungen weiter verfestigen. Diese litten unter "akzentuierten Anfälligkeiten gegenüber geopolitischen Risiken im Nahen Osten und einer stärker gefährdeten Energiesicherheit bei höheren Energiekosten", so der Leiter des Makro-Research für Asien ohne Japan. Der Dollar-Index notiert 0,5 Prozent höher.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold          5.377,14   +1,9     99,85        5.277,29 
Silber           95,12   +1,4      1,31           93,82 
Platin        2.387,35   +1,0     22,60        2.364,75 
 

Gold profitierte von der drohenden Eskalation des Atomstreits der USA mit dem Iran. Der Preis für die Feinunze stieg um 1,3 Prozent auf 5.255 Dollar.

Experten halten den Anstieg des Goldpreises am Morgen angesichts des Krieges im Iran für moderat.

ÖL

ROHÖL         zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex        71,95   +7,4      4,93           67,02 
Brent/ICE        78,22   +7,3      5,35           72,87 
 

Die Möglichkeit einer Angebotsverknappung im Fall eines US-Angriffs auf den Iran gab dem Ölpreis Auftrieb. Das Barrel WTI-Rohöl verteuerte sich um 2,8 Prozent auf 67,02 Euro.

Die Ölpreise ziehen am Morgen mit dem Iran-Krieg deutlich an. Gleichwohl fällt der Preisanstieg deutlich geringer aus als zum Teil am Wochenende prognostiziert. Dort war unter anderem von kurzfristigen Preisschüben bis auf 100 Dollar pro Fass die Rede gewesen. Die Opec will zur Stabilisierung des Preises die Förderung ausweiten.

+++++ MELDUNGEN SEIT FREITAG 17.30 UHR +++++

IRAN-KRIEG

Der Iran will nach Aussage seines Sicherheitschefs Ali Laridschani die Atomgespräche mit Washington nicht wieder aufnehmen. Er dementierte damit einen Bericht, wonach er inmitten des anhaltenden Konflikts mit den USA und Israel privat nach einem diplomatischen Ausweg gesucht habe. "Wir werden nicht mit den Vereinigten Staaten verhandeln", schrieb Laridschani auf X. Zuvor hatte das Wall Street Journal berichtet, dass Laridschani, der den Obersten Nationalen Sicherheitsrat des Irans leitet, über omanische Vermittler einen Vorstoß zur Wiederaufnahme der Gespräche unternommen habe.

DEUTSCHE LUFTHANSA

Die Kernmarke Lufthansa, seit Längerem das größte Sorgenkind der Gruppe, soll ihre Kostenprobleme offenbar nach und nach in den Griff bekommen. Aus dem Umfeld des Unternehmens ist laut Handelsblatt zu hören, geht das Management aktuell davon aus, dass die sogenannten Stückkosten bei der "Lufthansa Classic" im laufenden Jahr nur halb so stark steigen werden wie die Inflation. Das soll Jens Ritter, der Chef von Lufthansa Airlines, nach Informationen des Handelsblatts intern berichtet haben. Die Stückkosten drücken den operativen Aufwand geteilt durch die angebotenen Sitzkilometer aus. Das Unternehmen wollte sich auf Anfrage nicht äußern. (Handelsblatt)

=== 

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/flf

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

Das könnte Dich auch interessieren