Mit diesem ETF auf regelmäßige Ausschüttungen von Immobilien-Aktien setzen
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Erwähnte Instrumente
- VerkaufenKaufen
Schnell. Sicher. Direkt.Trading über stock3 war noch nie so einfach.
Mehr erfahren Nein, danke
- BNP PARIBAS EASY FTSE EPRA/NAREIT EUROZONE CAPPED UCITS ETF QD Distribution - WKN: A0ERY9 - ISIN: LU0192223062 - Kurs: 6,889 € (L&S)
Wer auf eine Wende in der Zukunft setzen will, und mit einer laufenden Rendite von deutlich über 4 % (Kursveränderungen ausgeblendet) zufrieden ist, der sollte sich diesen ETF anschauen.
Hinter der ISIN LU0192223062 steht der ETF mit dem langen Namen "BNP Paribas Easy FTSE EPRA/NAREIT Eurozone Capped UCITS ETF QD", WKN A0ERY9. Der ETF investiert in europäische Immobilienaktien und REITS (Real Estate Investment Trusts), vier mal im Jahr wird ausgeschüttet. Wer also aus seinen Investments gerne ein "passives Einkommen" bezieht, ist hier genau richtig. Die Ausschüttungsrendite sollte sich für 2026 beim aktuellen Kurs in etwa auf 4,5 % belaufen.
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| ISIN / WKN | LU0192223062 / A0ERY9 |
| Referenzindex | FTSE EPRA/NAREIT Eurozone Capped (EUR) NR |
| Replikation | physisch, vollständig |
| Ertragsverwendung | ausschüttend, vierteljährlich |
| Laufende Kosten | 0,40 % p.a. |
| Volumen | 193 Mio. EUR |
| Auflegung | 08.07.2004 |
Stand 30.06.2026 nach Factsheet
Referenzindex enthält 38 Werte und deckelt Einzeltitel bei 10 %
Als Benchmark dient der FTSE EPRA/NAREIT Eurozone Capped (EUR) NR. Der Index bündelt börsennotierte Immobiliengesellschaften und REITs aus der Eurozone und zählte zum 30. Juni 2026 genau 38 Werte.
Der Zusatz "Capped" verweist auf die Gewichtungsobergrenze von 10 % je Titel, damit einzelne Aktien kein zu hohes Gewicht bekommen. Diese Deckelung greift allerdings nur zu den Überprüfungsterminen, zwischen den Anpassungen dürfen einzelne Gewichte darüber hinauswachsen.

Frankreich, Deutschland und Belgien stellen 80 % des Index
Frankreich kam per 30. Juni auf 33,08 %, Deutschland auf 25,46 % und Belgien auf 21,49 %, zusammen also gut 80 %. Spanien folgt mit 10,71 %, die Niederlande mit 3,70 % und Finnland mit 2,08 %. Irland, Österreich und Griechenland liegen jeweils bei rund 1 %, Italien bringt es auf lediglich 0,39 %.
Vonovia führt mit 10,55 %, die zehn größten Werte kommen auf 61,5 %
Die zehn größten Werte der Benchmark verteilten sich zum 30. Juni 2026 wie folgt.
| Titel | Gewicht | REIT laut Factsheet |
|---|---|---|
| Vonovia | 10,55 % | nein |
| Unibail-Rodamco-Westfield | 9,12 % | ja |
| Klépierre | 7,99 % | ja |
| Merlin Properties | 7,02 % | ja |
| Aedifica | 6,61 % | ja |
| TAG Immobilien | 4,21 % | nein |
| LEG Immobilien | 4,18 % | nein |
| Gecina | 3,98 % | ja |
| Warehouses De Pauw | 3,97 % | ja |
| Covivio | 3,88 % | ja |
| Summe Top 10 | 61,51 % |
Inhaltlich mischt der Index sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle, was aber wiederum für die Diversifizierung nicht schlecht ist. Das kann in manchen Phasen dann einen Extrakick geben, in anderen dämpft es wiederum die Rendite.
Vonovia, TAG und LEG stehen für deutsche Wohnimmobilien, Unibail-Rodamco-Westfield und Klépierre für Einkaufszentren, Aedifica für Pflege- und Gesundheitsimmobilien, Warehouses De Pauw für Logistik, Gecina und Covivio für Büroflächen.
Laufende Kosten von 0,40 % bei maximal 0,28 % Verwaltungsgebühr
Die laufenden Kosten (TER) liegen 0,40 % pro Jahr. Das ist noch akzeptabel.
Alternative ohne Ausschüttung
Wer denselben Index bevorzugt, aber thesaurieren möchte, findet unter der ISIN LU0950381748 die Schwesterklasse desselben Teilfonds. Letztlich das Geschmacksache, ich selber mag die regelmäßigen Ausschüttungen.
Fazit
Meine Meinung: Immobilien-Aktien sind derzeit ganz klar eher unten als oben. Sie leiden stark unter hohen Zinsen.
Erstens ist das häufig der größte Kostenblock, jedenfalls bei hoher Verschuldung. Zweitens üben hohe Zinsen auch Druck auf die Immobilienpreise aus. Der für die Firmen so wichtige LTV (Loan to Value, also Schulden geteilt durch Vermögen) ist dann tendenziell hoch, was schlecht ist. Da schränkt auch den Spielraum für Investitionen und Ausschüttungen ein.
Wer der Ansicht ist, dass die Zinsen hoch bleiben oder sogar noch weiter steigen, sollte Abstand nehmen. Wer wie ich denkt, dass in ein paar Jahren die Inflation deutlich sinkt und die Zinsen dem folgen, der kann jetzt schon Positionen in dem Segment aufbauen. Dieses Produkt ist dafür gut geeignet. Die ansehnliche Ausschüttungsrendite von über 4 % ist nicht zu verachten. Zwar kann mit mit einzelnen Aktien teils mehr verdienen, aber das ist auch riskanter.

Keine Kommentare
Die Kommentarfunktion auf stock3 ist Nutzerinnen und Nutzern mit einem unserer Abonnements vorbehalten.