Kommentar
08:23 Uhr, 14.07.2026

Milliarden-Exits im KI-Boom: Amerikas Rechenzentrums-Entwickler machen jetzt Kasse

Quer durch die USA stehen diesen Sommer Mehrheitsanteile an Rechenzentrumsfirmen zum Verkauf, das Volumen erreicht zweistellige Milliardenbeträge. Der Grund: Der Ausbau der KI-Infrastruktur ist so teuer geworden, dass selbst die bisherigen Eigentümer nicht mehr mithalten können. Das berichtet das WSJ.

Die Entwickler und Betreiber amerikanischer Rechenzentren, darunter Netrality Data Centers, DataBank, Edged und EdgeCore Digital Infrastructure, haben Investmentbanken mandatiert, um Mehrheitsbeteiligungen an ihren Unternehmen zu verkaufen. Es geht um Vermögenswerte von mehreren zehn Milliarden USD, verteilt auf Standorte von Phoenix bis Atlanta. Das größte Einzelpaket ist der Mehrheitsanteil am texanischen Betreiber DataBank, der laut Insidern mit bis zu 25 Mrd. USD bewertet werden könnte. Hinter DataBank steht ein Konsortium um DigitalBridge, dem auch Swiss Life, EDF Invest und der australische Pensionsfonds AustralianSuper angehören. EdgeCore aus Denver, im Besitz der Schweizer Beteiligungsgesellschaft Partners Group, hat potenzielle Käufer bereits zur Abgabe von Geboten aufgefordert. Zu den Interessenten zählt die neu gegründete Plattform Helix Digital Infrastructure von KKR. Die Frühinvestoren, die vor Jahren zu einem Bruchteil der heutigen Bewertungen eingestiegen sind, wollen ihre Gewinne realisieren, bevor die nächste, ungleich teurere Ausbauphase beginnt. Viele von ihnen können diese Phase schlicht nicht mehr stemmen.

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